Wenige Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern holt die SPD um Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in aktuellen Umfragen deutlich auf.
Der Ausgang der anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern verspricht maximale Spannung. Einer aktuellen Umfrage zufolge verkürzt die SPD den Abstand zur führenden AfD massiv. Die Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa, die zwischen dem 8. und 15. September unter 1000 Personen durchgeführt wurde, zeigt einen dramatischen Aufwärtstrend für Regierungschefin Manuela Schwesig.
Insa-Umfrage im September 2026: AfD bei 37 Prozent, SPD bei 35 Prozent
In den Zahlen spiegelt sich eine deutliche Dynamik wider. Die AfD gewinnt in der jüngsten Befragung einen Prozentpunkt hinzu und behauptet sich mit 37 Prozent als stärkste Kraft. Gleichzeitig legt die SPD um zwei Punkte zu und erreicht 35 Prozent. Damit schrumpft der Vorsprung der AfD auf nur noch zwei Punkte.
Der Vergleich zu früheren Werten verdeutlicht den Sprung. Noch im März hatte eine Umfrage für den Nordkurier die AfD mit 34 Prozent und die SPD mit 26 Prozent gesehen; damals lag der Abstand bei acht Prozentpunkten. Binnen weniger Monate hat Schwesigs Partei damit fast zehn Prozentpunkte gutgemacht.
Regierungsbündnisse vor der Landtagswahl und die Lage der Opposition
Für eine AfD-Alleinregierung reicht der Umfrage zufolge keines der Szenarien. Auch das bisherige Regierungsbündnis aus SPD und Linkspartei verliert an Rückhalt: Die Linke büßt einen Prozentpunkt ein und landet bei zehn Prozent, wodurch die gemeinsame Mehrheit der bisherigen Koalition entfällt.
Spannend bleibt es für die kleineren Parteien im Schweriner Landtag. Während die oppositionelle CDU unverändert bei sieben Prozent stagniert, verharren die Grünen bei fünf Prozent und zittern um den Wiedereinzug. Das BSW verpasst den Einzug mit drei Prozent hingegen klar. Sollten die Grünen die Fünf-Prozent-Hürde nehmen, wäre rechnerisch eine rot-rot-grüne Koalition möglich. Abseits der AfD würde es für andere Koalitionen nicht reichen, weil die CDU auch Bündnisse mit der Linkspartei ausschließt.
Bemerkenswert ist ein weiterer Aspekt in der Umfrage: Weniger als ein Viertel der Befragten (24 Prozent) wollen die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Daniel Peters in der Regierung sehen. Die SPD kommt in der Frage auf 58 Prozent, die AfD auf 41 Prozent. Die Linke – aktuell in der Regierung in Mecklenburg-Vorpommern – erreicht hier 33 Prozent.
| Partei | Aktueller Wert (Insa) | Veränderung |
|---|---|---|
| AfD | 37 Prozent | +1 Punkt |
| SPD | 35 Prozent | +2 Punkte |
| Linke | 10 Prozent | -1 Punkt |
| CDU | 7 Prozent | +/-0 |
| Grüne | 5 Prozent | +/-0 |
| BSW | 3 Prozent | -1 Punkt |
Kritik an der CDU und die Strategie der Landes-SPD
Die Grünen-Co-Chefin erklärte weiter: „Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich entscheiden: Wollen sie einen kurzen Jubelmoment für die SPD am Wahlabend, oder wollen sie fünf stabile, demokratische Jahre?

Der Generalsekretär der SPD in Mecklenburg-Vorpommern, Julian Barlen, reagierte auf die Kritik von CDU und Grünen in einer Mitteilung: „Wir setzen im Wahlkampf auf Landesthemen: auf Wirtschaft und Arbeitsplätze, auf Kitas und Schulen und auf einen starken sozialen Zusammenhalt in Mecklenburg-Vorpommern. Und wir kämpfen dafür, dass Manuela Schwesig unsere Ministerpräsidentin bleibt. All das sei seit vielen Wochen überall im Land sichtbar.
Barlen warf der CDU zudem vor, überall nach Gründen für ihre schlechten Umfragewerte zu suchen, nur nicht bei sich selbst.
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