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AfD hält Rekordwert im Bund, während Friedrich Merz in Umfrage abstürzt

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verharrt die schwarz-rote Bundeskoalition im RTL/ntv-Trendbarometer vom 8. September 2026 auf desaströsen Zustimmungswerten. Während die AfD im Bund mit 28 Prozent ihren Höchstwert hält, stürzt Bundeskanzler Friedrich Merz in der Wählergunst weiter ab: 85 Prozent der Befragten zeigen sich unzufrieden.

Das Entsetzen über den AfD-Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und den dortigen Wahlsieger Ulrich Siegmund prägt die Bundespolitik. Dem zwischen dem 1. und 7. September vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland erhobenen RTL/ntv-Trendbarometer zufolge hat sich an den Stimmungs- und Zustimmungswerten nach dem Wahlsonntag zunächst nur wenig bewegt. Die Datenbasis umfasst 2,502 Befragte, wobei die statistische Fehlertoleranz bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten liegt.

AfD hält Rekordwert im Bund und Merz stürzt ab

Würde am kommenden Sonntag ein neuer Bundestag gewählt, läge die AfD dem Forsa-Institut zufolge die fünfte Woche in Folge bei ihrem bisherigen Trendbarometer-Höchstwert von 28 Prozent. CDU und CSU rangieren mit unveränderten 21 Prozent auf dem zweiten Platz. Es folgen Bündnis 90/Die Grünen mit 16 Prozent und die SPD mit 12 Prozent. Die Linke verliert einen Prozentpunkt und fällt auf 11 Prozent, während die FDP bei 4 Prozent verharrt und das BSW mit 3 Prozent wieder einzeln ausgewiesen wird. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit aktuell 29 Prozent weiterhin deutlich über dem Wert der vergangenen Bundestagswahl von 17,9 Prozent.

Ausweislich der Umfrage erweist sich Bundeskanzler Friedrich Merz als schweres Problem für die Unionsparteien. Lediglich 13 Prozent der Befragten sind bundesweit zufrieden mit der Arbeit des Regierungschefs, während 85 Prozent Unzufriedenheit äußern. Im Osten Deutschlands fällt dieser Wert mit nur 7 Prozent Zustimmung bei 91 Prozent Unzufriedenheit noch drastischer aus, was das schlechte Abschneiden der CDU in Sachsen-Anhalt von knapp über 17 Prozent erklärt. Im Westen liegt die Zufriedenheit mit 15 Prozent ebenfalls auf niedrigem Niveau. Selbst in den eigenen Reihen der CDU und CSU zeigt sich lediglich eine Minderheit von 45 Prozent mit der Arbeit des Parteivorsitzenden zufrieden, während eine Mehrheit von 53 Prozent unzufrieden ist.

Kompetenzwerte und thematische Prioritäten der Wähler

Die mangelnde Unterstützung spiegelt sich auch in den Kompetenzwerten wider. Zu dieser Frage wurden 1,006 Menschen befragt. Nur 12 Prozent der Befragten nennen die Union als jene Partei, die mit den Problemen Deutschlands am besten fertig wird. Die AfD erreicht in dieser Kategorie 13 Prozent, während die Grünen um einen Punkt auf 8 Prozent zulegen. Die Linke gibt um zwei Punkte auf 4 Prozent nach, und die SPD wird unverändert von 5 Prozent genannt. Bemerkenswert bleibt, dass 55 Prozent der Befragten keiner einzigen Partei politische Kompetenz zuschreiben.

Die wirtschaftliche Stimmung im Land bleibt tief im Tal der Tränen. Nur 15 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in den kommenden Jahren, wohingegen 65 Prozent eine Verschlechterung prognostizieren. Auf dem thematischen Radar der Wähler stehen die Landtagswahlen mit 30 Prozent an erster Stelle, dicht gefolgt von der Lage der Bundesregierung mit 28 Prozent und der Wirtschaft mit 24 Prozent.

Herausforderungen für die Union vor kommenden Wahlen

Die schlechten Umfragewerte und die Unzufriedenheit mit Kanzler Merz bilden eine schwierige Ausgangslage für die CDU vor den anstehenden Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. Am Tag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kündigte Merz an, an der eigenen Kommunikation arbeiten zu wollen. Ob dies angesichts von 91 Prozent unzufriedenen Bürgern im Osten und einer stagnierenden schwarz-roten Koalition ausreicht, um das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen, bleibt vor den September-Wahlen offen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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