Apple bereitet sich auf die mit Spannung erwartete Präsentation seines ersten faltbaren iPhones vor. Das Gerät, das voraussichtlich als iPhone Ultra auf den Markt kommt, soll im Schnitt rund 2.550 US-Dollar kosten und markiert eine der größten Designänderungen der vergangenen zehn Jahre im iPhone-Portfolio.
Das neue iPhone Ultra und der Starttermin in Cupertino
Apple veranstaltet am 9. September im Steve Jobs Theater im kalifornischen Cupertino ein Medienereignis, bei dem das Unternehmen neben der neuen Smartphone-Generation voraussichtlich sein erstes faltbares Gerät enthüllt. Die Veranstaltung findet im Apple Park statt und markiert eine historische Zäsur für den Technologiekonzern: Es ist die erste große Produktpräsentation unter der Führung von CEO John Ternus, der das Amt von Tim Cook übernommen hat, wie die britische Boulevardzeitung Daily Mail berichtet.

Paolo Pescatore, Gründer von PP Foresight, erklärte gegenüber der Presse, dass Apple-Veranstaltungen in der Regel nicht enttäuschen und die Erwartungen diesmal extrem hoch sein werden. Die Markteinführung des faltbaren Smartphones erfolgt allerdings zu einem Zeitpunkt, an dem Konkurrenten wie Samsung und Google bereits mehrere Generationen eigener Foldables am Markt etabliert haben. Entsprechend hoch ist der Druck auf den iPhone-Hersteller, mit ausgereiften Funktionen zu überzeugen.
Technische Daten und Erwartungen an den Foldable-Markt
Im Vorfeld der offiziellen Vorstellung kursieren zahlreiche Details zu den technischen Spezifikationen des Geräts. Berichten zufolge soll das iPhone Ultra mit einem äußeren Display von 5,3 bis 5,5 Zoll sowie einem inneren Bildchirm von 7,7 bis 7,8 Zoll ausgestattet sein. Das innere Display soll im aufgeklappten Zustand ein breiteres Seitenverhältnis aufweisen, das an die Proportionen von iPads erinnert. Um Platz für das Klappdesign zu sparen, wird das Gerät voraussichtlich auf Touch ID statt auf Face ID setzen.
Obwohl das faltbare iPhone nach Einschätzung von Marktbeobachtern auf ein Teleobjektiv verzichten muss, konzentriert sich Apple stark auf die Langlebigkeit. So hat das Unternehmen nach Brancheninformationen an einem fast nahtlosen Klappmechanismus mit verbesserter Haltbarkeit gearbeitet.
Preise, Komponenten und Prognosen im Branchenvergleich
Während das bisher teuerste Modell, das iPhone 17 Pro Max, bei 1.199 US-Dollar startet, prognostiziert IDC für das neue Foldable einen durchschnittlichen Verkaufspreis von rund 2.550 US-Dollar. Höhere Speichervarianten könnten die Marke von 3.000 US-Dollar erreichen oder sogar übertreffen.
Andere Analystenhäuser zeichnen ein leicht modifiziertes Bild. Das taiwanische Forschungsinstitut TrendForce rechnet in den USA mit einem Einstiegspreis zwischen 2.099 und 2.299 US-Dollar. Der prominente Apple-Analyst Ming-Chi Kuo hatte zuvor einen Rahmen von 2.300 bis 2.500 US-Dollar ins Gespräch gebracht, während chinesische Lieferkettenkreise auf umgerechnet rund 2.900 US-Dollar für maximal ausgestattete Versionen verweisen. Verantwortlich für die hohen Kosten sind neben dem komplexen Scharnier und dem flexiblen Innendisplay auch allgemeine Teuerungen in der Halbleiterindustrie, wie etwa stark gestiegene Preise für Speichermodule.
Rebecca Crook, Vorstandsvorsitzende von MSQDX, erklärte im Gespräch mit der Daily Mail, Apples Veranstaltung am 9. September werde die bedeutendste seit Jahren sein – nicht nur wegen der erwarteten Premiere seines ersten faltbaren iPhones, der bislang größten Änderung der Smartphone-Reihe, sondern auch, weil Tim Cook damit erstmals seit über einem Jahrzehnt nicht die neuen Apple-Produkte vorstellen wird.
Produktionszahlen und die weitere Hardware-Offensive im September
Trotz des enormen Preisschilds scheint Apple von einer robusten Nachfrage auszugehen. Berichten aus der asiatischen Zulieferkette zufolge wurden die Produktionsvorgaben nach oben korrigiert: Statt der ursprünglich geplanten sieben bis acht Millionen Einheiten wurden Komponentenhersteller angewiesen, sich auf etwa zehn Millionen produzierbare Geräte einzustellen.
Das faltbare Smartphone bleibt jedoch nicht die einzige Neuerung im kommenden Line-up von Apple. Flankierend zur Präsentation des iPhone Ultra wird die Veröffentlichung des iPhone 18 Pro und des iPhone 18 Pro Max erwartet, die laut Branchenkreisen mit einer unter dem Display liegenden Face-ID-Technologie und einer neuartigen variablen Blende für das Kamerasystem aufwarten könnten. Einstiegsmodelle wie ein reguläres, günstigeres iPhone 18 werden hingegen voraussichtlich erst im kommenden Jahr folgen.