Die US-Börsen sind am Dienstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 neue Höchststände erreichten. Gestützt wurde die Marktbewegung an der Wall Street von einer anhaltenden Technologierally, nachgebenden Ölpreisen und einer leichten Entspannung an den Rentenmärkten nach zuvor starken Renditenanstiegen.
Rekordjagd an der Wall Street und starke Tech-Indizes
An den US-Märkten hielt die Kauflaune an. Der Dow Jones Industrial kletterte gegen Mittag um 0,7 Prozent auf 51.623 Punkte, während der S&P 500 und der Nasdaq Composite ebenfalls zulegten und Allzeithochs markierten. Marktanalysten erklärten die anhaltende Zuversicht mit dem ungebrochenen Vertrauen in die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz.
Die Tech-Werte erwiesen sich erneut als treibende Kraft. Der Broker IG hatte den Dow Jones kurz vor Handelsbeginn bei 51.600 Punkten und den Nasdaq 100 bei 31.277 Punkten taxiert, was ein weiteres Rekordhoch für den Index bedeutete nachdem er tags zuvor bis auf 31.117 Punkte gestiegen war. Begleitet wurde der Optimismus von der bevorstehenden Berichtssaison des taiwanesischen Chipriesen TSMC.
„Diese Monatszahlen sind ein erster Ausblick auf die kommende Berichtssaison und nach vier Monaten Wachstumsbeschleunigung hoffen Anleger bei TSMC nun auf eine Fortsetzung der Serie. Alles andere könnte weltweit Gewinnmitnahmen bei Tech-, Halbleiter- und KI-Aktien zur Folge haben.“
Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank, via Yahoo Finanzen Deutschland
Nvidia steuert auf historische Sechs-Billionen-Marke zu
Unter den großen Technologiekonzernen sticht Nvidia besonders hervor. Die Aktie des KI-Chipherstellers setzte ihren Börsenlauf mit einer neuen Bestmarke von 243,37 US-Dollar fort laut Angaben aus Marktreporten. Der Konzern steuert als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt auf eine Marktkapitalisierung von sechs Billionen US-Dollar zu, die bei einem Aktienkurs von knapp 249 Dollar erreicht wäre laut Angaben aus Marktreporten.

Renditen und Ölpreise geben dem Markt Luft zum Atmen
Entlastung kam zudem vom Rentenmarkt. Die Renditen an den Anleihemärkten entspannten sich, nachdem sie zuvor in der Nähe von Mehrjahrzehnthochs gelegen hatten. Auch am Ölmarkt beruhigte sich die Lage: Die Sorte Brent verbilligte sich um 1,9 Prozent und notierte im späten Handel knapp über 100 US-Dollar pro Barrel, während Händler Berichte über diplomatische Verhandlungen der USA und des Iran zur Straße von Hormus bewerteten.
Globale Märkte und US-Konjunktur im Überblick
Am breiter gefassten US-Aktienmarkt stieg der S&P 500 zum Handelsschluss am Vortag um 0,66 Prozent auf 7.773,95 Punkte, während der Nasdaq Composite um 1,05 Prozent zulegte und auf einem Rekordhoch von 27.477,31 Punkten schloss, wie offizielle Marktdaten zeigen. Der Dow Jones Industrial Average verbesserte sich um 0,18 Prozent auf 51.267,90 Punkte. Analyst Larry Tentarelli vom Analysehaus Blue Chip Daily erklärte zu den Kursbewegungen im Technologiesektor: „Sobald Zinserhöhungen wahrscheinlicher werden, fließt Geld in diese Technologiewerte, weil sie widerstandsfähiger gegen Zinserhöhungen sind.
Auf dem Anleihemarkt beobachteten Händler zudem die Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle der Federal Reserve für September, die im Verlauf der Woche erwartet wurden, sowie den Beginn der Berichtssaison für das dritte Quartal, angeführt von den anstehenden Zahlen der US-Großbanken.
Zu den weiteren auffälligen Einzelwerten an der Wall Street gehörte der Chiphersteller Cerebras Systems, dessen Aktien stark anzogen, nachdem OpenAI-CEO Sam Altman das Unternehmen als engen Partner bezeichnet und auf umfangreiche gemeinsame Arbeiten hingewiesen hatte. Im Gegensatz dazu gaben die Papiere von Intel um 2,63 Prozent nach, nachdem Berichte über mögliche Partnerships von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) bei der Entwicklung von Halbleiterfabriken in Texas die Runde machten. Unter den globalen Indizes legte der MSCI Asia Pacific Index um 0,3 Prozent zu und blieb damit rund 2 Prozent unter seinem Rekordstand.

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