Der Nasdaq Composite stieg am Montag auf ein neues Rekordhoch, angetrieben von starken Technologiegiganten und KI-Aktien. Die Wall Street trotzte dabei den steigenden US-Anleiherenditen und gedämpften Wirtschaftsdaten, während Händler weltweit die Zinspolitik der Fed und schwankende Ölpreise beobachteten.
An den US-Finanzmärkten zeigte sich zum Wochenauftakt ein uneinheitliches Bild, bei dem Technologiewerte einmal mehr den breiten Markt stützten. Während der Nasdaq Composite neue Höchststände erreichte, bewegten sich andere Indizes in einem volatilen Umfeld. Der Dow Jones Industrial Average verzeichnete minimale Ausschläge, während der S&P 500 zulegte und von starken Zuwächsen im Softwaresektor profitierte.
Die Daten zeigten am Freitag vor dem Wochenstart, dass der Dow Jones Index um 250 Punkte beziehungsweise 0,49 Prozent zulegte und bei 51.177 Punkten schloss, angeführt von Cisco Systems, Caterpillar und UnitedHealth, während Nike, IBM und Amgen zu den schwächsten Performern zählten. Am Montag selbst schloss der Dow Jones Industrial Average leicht im Minus bei 51.144,50 Punkten, während der S&P 500 um 35,44 Punkte beziehungsweise 0,46 Prozent auf 7.758,16 Punkte kletterte und der Nasdaq Composite um 189,48 Punkte oder 0,70 Prozent auf 27.380,34 Punkte stieg.
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Technologiewerte und KI-Giganten treiben den Nasdaq-Rekord
Angeführt von Schwergewichten aus dem Technologiesektor kletterte der Nasdaq Composite im Handelsverlauf auf ein Intraday-Rekordhoch von 27.544,07 Punkten und schloss mit einem Plus von 1,05 Prozent. Marktbeobachter verwiesen auf die ungebrochene Nachfrage nach Rechenleistung und Künstliche Intelligenz als Haupttreiber.
Unter den Einzeltiteln verzeichnete SpaceX einen Sprung von fast 6 Prozent. Auch andere bekannte Technologiekonzerne wie Meta Platforms, Microsoft und Tesla legten im Handelsverlauf zu. Nvidia, der wertvollste Konzern weltweit nach Marktkapitalisierung, verzeichnete ebenfalls Kursgewinne von mehr als 1 Prozent und bewegte sich nahe seiner Bestmarken.

Tech ist quasi der inverse Anleihehandel. Es ist nach dem Motto: Kauf Tech, verkauf alles andere, und deshalb ist das Ganze eine unaufhaltsame Dampfwalze.
Jay Hatfield, Gründer und CEO von Infrastructure Capital Advisors, via CNBC
Hatfield fügte hinzu, dass der Technologiesektor seit der Pandemie als eine Art sicherer Hafen gedient habe, was vor allem auf das hohe Gewinnwachstum und die geringe Sensitivität gegenüber Zinsschwankungen zurückzuführen sei. Es ist den Unternehmen im Grunde egal, was sie für Schulden zahlen, und die Nachfrage nach Rechenleistung ist so stark, dass Zinsen sie kaum belasten,
erklärte er weiter.
Steigende Anleiherenditen und Konjunkturdaten im Widerstreit
Die Rekordjagd an den Börsen fand statt, obwohl die Renditen am Anleihemarkt deutlich anzogen. Im offiziellen Schlusshandel lag die zehnjährige Rendite bei 5,31 Prozent und markierte damit das höchste Niveau seit April 2002.
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Gleichzeitig verarbeiteten Marktteilnehmer neue Konjunkturdaten, die zeigten, dass die US-Dienstleistungsaktivität im September nachließ. Dennoch überwiegt bei vielen Marktbeobachtern die Zuversicht, und Goldman-Sachs-Analysten erwarten, dass die meisten Unternehmen in diesem Quartal die Konsensschätzungen erneut übertreffen und prognostizieren für das mediane S&P-500-Unternehmen ein Gewinnwachstum von 9 Prozent im Jahresvergleich.
Analysten blicken nun auf die anstehende Veröffentlichung des Protokolls der September-Sitzung der Fed, die Aufschluss über die jüngste Zinserhöhung um einen viertel Prozentpunkt geben könnte. Laut dem CME FedWatch Tool sehen Händler eine Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent, dass die US-Notenbank die Zinsen in diesem Monat unverändert lässt, während eine Dezember-Erhöhung größtenteils eingepreist bleibt.

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