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Welt

Militärschläge gegen Iran: Donald Trump prüft Optionen und Blockade

US-Präsident Donald Trump lotet nach Berichten vom Oktober 2026 Optionen für schwere Militärschläge im Iran aus. Während US-Streitkräfte ihre Präsenz in der Region massiv aufstocken und die US-Seeblockade verschärfen, fordern Politiker und Beobachter in Washington und Europa rasche diplomatische Lösungen, um eine unkontrollierte Eskalation zu verhindern.

Die Planungen im Weißen Haus nehmen konkrete Formen an. US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem seltenen Treffen mit dem Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, über militärische Optionen und eine verstärkte Seeblockade gegen iranische Häfen beraten, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Beamte berichtete. Neben der Kontrolle der Straße von Hormus standen dabei auch wirtschaftliche Druckmittel im Fokus.

Das Nachrichtenportal Axios berichtete ebenfalls gestützt auf US-Beamte, dass Admiral Brad Cooper dem Präsidenten erläutert habe, ob die US-Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete funktioniere. An dem Treffen im Weißen Haus nahmen demnach auch Generalstabschef Dan Caine, Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Kabinettsmitglieder teil.

Trump signals possible end to Iran war as US reportedly prepares for post election strikes

Truppenverstärkungen und Drohungen im Weißen Haus

Parallel zu den Gesprächen verlegt das Pentagon zusätzliche Verbände in den Nahen Osten. Bis Ende November sollen nach übereinstimmenden Berichten eine Flugzeugträger-Kampfgruppe und eine Marine-Expeditionseinheit in der Region stationiert sein, darunter eine Marine-Expeditionseinheit. Insgesamt umfasst die Verlegung 9.000 bis 10.000 zusätzliche Soldaten, die zu den bereits vor Ort stationierten Kräften stoßen (so die Berichte zur Truppenaufstockung).

Die USA haben nach Medienberichten zudem mehreren arabischen Golfstaaten mitgeteilt, sie sollten sich auf eine kurze, intensive Militärkampagne vorbereiten. Die US-Streitkräfte in der Region hätten ihre Munitionsvorräte aufgefüllt, und Bomber sowie Kampfjets seien für Luftangriffe bereitgemacht worden, während Truppen von besonders verwundbaren Stützpunkten abgezogen wurden. Israelische und US-amerikanische Kräfte hatten am 28. Februar einen großangelegten Krieg gegen den Iran begonnen, der laut Schätzungen, die US-Parlamentariern vorliegen, bis Mitte Oktober bereits 47,1 Milliarden US-Dollar gekostet hat, wobei rund 60 Prozent dieser Summe auf den Verbrauch von Präzisionsmunition wie Tomahawk-Marschflugkörpern und Patriot-Abfangraketen entfallen.

Militärschläge gegen Iran: Donald Trump prüft Optionen und Blockade
Foto: n-tv.de

Trump selbst ließ bei einem Wahlkampfauftritt durchblicken, dass er sich einen neuen Schlag nach dem Vorbild früherer Militäraktionen vorstellen kann, und verwies auf den operativen Codenamen Epic Fury, wie die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf Insider anmerkte.

Ich habe eine Entscheidung zu treffen: Beende ich die Sache, was sehr einfach wäre, oder schließe ich ein Abkommen? Mehr ist es nicht.

Donald Trump, US-Präsident

Wahlkalender und politische Widerstände in Washington

Dass der Befehl für einen Angriff vorerst zurückgehalten wird, hängt eng mit dem US-Wahlkalender zusammen. Für den 3. November sind die Zwischenwahlen angesetzt, und Umfragen zeigen eine breite Skepsis in der Bevölkerung. Laut einer Erhebung des Pew Research Center lehnen 65 Prozent der US-Amerikaner den Krieg ab.

Trump considering 'SHORT, INTENSE' renewal in Iran war

Auch im Kongress wächst die Kritik an den Plänen. Der demokratische Senator Chris Murphy kritisierte die Strategie als irre und verheerend und warnte vor einer neuen Gewaltspirale, die keines der angestrebten Ziele erreichen werde (berichtet von T-Online).

Sicherheitsrisiken für Europa und US-Stützpunkte

Eine Ausweitung des Konflikts könnte weitreichende Folgen haben, die weit über den Nahen Osten hinausreichen. Sicherheitsexperten wie Farzin Nadimi vom Washington Institute for Near East Policy warnten im US-Fernsehen vor potenziellen Schlägen gegen westliche Einrichtungen. Sollte Teheran reichweitenstarke Langstreckenwaffen einsetzen, könnten demnach auch US-Stützpunkte in Großbritannien oder die US-Militärflughafen Ramstein in Rheinland-Pfalz in den Fokus geraten.

Militärschläge gegen Iran: Donald Trump prüft Optionen und Blockade
Foto: World Socialist Web Site

Im Hintergrund versuchen internationale Vermittler und Vizepräsident JD Vance weiterhin, diplomatische Kanäle offen zu halten. Ob diese Bemühungen vor dem Ablaufen des politischen Zeitfensters nach den Wahlen greifen oder ob die Truppenpräsenz in eine neue militärische Konfrontation mündet, bleibt die zentrale Frage für die kommenden Tage.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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