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Trump setzt militärische Stärke gegen Drogenkartelle

US-Präsident Donald Trump hat vor den Vereinten Nationen angekündigt, die militärische Stärke der Vereinigten Staaten gegen Drogenkartelle in der westlichen Hemisphäre einzusetzen, und warf den Banden vor, eine existenzielle Bedrohung zu sein.

Bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York betonte Präsident Donald Trump am 22. Oktober 2026, dass Washington seine Interessen in der Region künftig mit allen Mitteln verteidigen wird. In seiner Rede bezeichnete er Drogenkartelle als „die ISIS der westlichen Hemisphäre und forderte ein geschlossenes Vorgehen internationaler Partner.

Shield of the Americas und neue Sanktionen

Im Anschluss an die UN-Vollversammlung traf sich Trump mit Regierungsvertretern und Außenministern aus 14 Ländern Lateinamerikas und der Karibik. Die Staaten gehören dem von Washington ins Leben gerufenen Bündnis Shield of the Americas an, das im März in Florida gegründet wurde. Die Allianz plant, insgesamt 24 Drogenhandelsorganisationen offiziell als Bedrohung einzustufen und gemeinsame Sanktionen zu verhängen. Die beteiligten Staaten gaben eine entsprechende gemeinsame Erklärung ab.

Zu den Unterstützern der Initiative zählen unter anderem Argentinien, Ecuador und El Salvador sowie Kolumbien und Peru, nachdem dort in den vergangenen Monaten Regierungen unter US-nahen Präsidenten an die Macht gekommen sind. Andere Regionalmächte wie Mexiko und Brasilien beteiligen sich hingegen nicht an dem Bündnis.

Militärische Kampagne und scharfe Kritik

Nach Angaben der Behörden transportieren Schmugglerschiffe Rauschgift mit Ziel USA. Die Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro sowie ein anschließendes Erdölgeschäft mit der dortigen Interimsregierung wurden von Washington als Belege für die neue Entschlossenheit angeführt. Die US-Regierung verteidigte im Rahmen des Treffens ihre seit dem Vorjahr laufenden Militärschläge gegen mutmaßliche Drogenboote in der Karibik und im Ostpazifik.

Donald Trump erklärte: „Unser Vorgehen in Venezuela ist der Beweis dafür, dass die Vereinigten Staaten nicht länger dulden werden, dass Bedrohungen gegen Amerika irgendwo in der westlichen Hemisphäre Fuß fassen, und wir werden, falls nötig, unsere unübertroffene militärische Stärke einsetzen, um die vitalen nationalen Interessen der Vereinigten Staaten zu sichern.

Laut Angaben von Menschenrechtsgruppen haben die Einsätze bereits mehr als 220 Menschen das Leben gekostet. UN-Menschenrechtsexperte Ben Saul erklärte am selben Tag, dass die US-Militärschläge auf Verdachtsschiffe den Tatbestand von Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfüllen könnten.

Geopolitische Spannungen in der Region

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva warnte in seiner UN-Rede vor erneuten hegemonialen Gelüsten und betonte mit Nachdruck: Brazil is nobody’s backyard. Die Neuausrichtung der US-Außenpolitik, die in Washingtons Nationaler Sicherheitsstrategie als Neuauflage der Monroe-Doktrin verankert ist und in konservativen Medien als „Donroe Doctrine“ bezeichnet wird, sorgt in Lateinamerika für heftige Debatten.

Trump erklärte, es sei inakzeptabel, dass Kartelle weiterhin Territorium in Nachbarländern kontrollieren, und forderte die dortigen Behörden auf, die Kontrolle über ihr Staatsgebiet zurückzuerlangen. Die mexikanische Regierung geriet dadurch zusätzlich ins Visier der US-Kritik.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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