US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, mehr als 400 Millionen US-Dollar in die republikanischen Kampagnen für die Kongresswahlen am 3. November 2026 zu stecken. Gleichzeitig investiert der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg rund 80 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der Demokraten, während der Wahlkampf im Schatten sinkender Zustimmungswerte historische Summen erreicht.
Die finanziellen Verpflichtungen beider Lager spiegeln die enormen Einsätze vor dem Urnengang wider, bei dem die Republikaner ihre knappen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat verteidigen wollen. US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social am Dienstag, dass sein politisches Lager den dreistelligen Millionbetrag bis zum Wahltag mobilisieren werde. Ich habe bis zum Wahltag über 400 Millionen Dollar ausgegeben oder werde sie ausgeben
, schrieb Trump in seiner Mitteilung, in der er betonte, dass bereits mehr als 300 Millionen Dollar unter anderem in Werbung, Wählerkontakt und Kundgebungen geflossen seien.
White House has handed printouts of Trump’s latest Truth on midterms spending to reporters waiting outside the Oval pic.twitter.com/oq2eUVYFIN
Das Super-PAC MAGA Inc. und die Spendenströme der Republikaner
Das politische Hauptvehikel für Trumps finanzielle Offensive ist sein Super-PAC MAGA Inc. Jüngste Berichte an die US-Wahlkommission (Federal Election Commission) zeigen das Ausmaß dieser Operation. Allein zwischen Anfang September und den ersten zwei Oktoberwochen hat das Komitee 277 Millionen US-Dollar ausgeschüttet, um konservative Kandidaten zu unterstützen, wie Bloomberg berichtete.
Zu den Großspendern, die das Komitee mit beträchtlichen Summen ausstatten, gehören der Kasino-Tycoon Stephen Wynn, Blackstone-Chef Stephen Schwarzman sowie die Unternehmerin Diane Hendricks aus Wisconsin. Seit seiner Gründung zwei Tage nach Trumps Wahlsieg im Jahr 2024 hat MAGA Inc. insgesamt 449 Millionen US-Dollar eingenommen. Kritiker und Spender äußerten zwar intern Bedenken, dass die massiven Ausgaben zu spät kommen könnten, doch Befürworter verweisen auf die entschlossene Mobilisierung zur Verteidigung der republikanischen Mehrheiten im Kongress.
When no one in the court dares speak for the czar, you get this https://t.co/HAV7dsBybe
Michael Bloomberg kontert mit Millionen für die demokratische Mehrheit
Auf der Gegenseite greift der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg massiv in den Wahlkampf ein. Berater des Milliardärs gaben bekannt, dass er rund 80 Millionen US-Dollar für die Monate September und Oktober bereitstellt, um die Demokraten bei ihrem Versuch zu unterstützen, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus zurückzugewinnen. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel fließt in den Kampf um die Kongresssitze. Mindestens 50 Millionen US-Dollar sind laut Angaben, die vorlagen, für das Repräsentantenhaus bestimmt. Darunter befinden sich 24 Millionen US-Dollar für die von Bloomberg mitgegründete Organisation Everytown for Gun Safety sowie 16 Millionen US-Dollar für das House Majority PAC, das den demokratischen Führungspersonen nahesteht.
Das Aufeinandertreffen dieser finanziellen Giganten markiert eine beispiellose Eskalation der Wahlkampfausgaben. Werbe- und Analysedaten zeigen, dass republikanische Gruppen seit September rund 2,2 Milliarden US-Dollar für Werbemaßnahmen aufgewendet oder reserviert haben, während die Demokraten etwa 1,8 Milliarden US-Dollar investierten. Trotz dieser massiven Ressourcen sehen sich die Republikaner im aktuellen Wahlzyklus spürbarem Gegenwind ausgesetzt.

Analysten sehen historische Ausgaben und politischen Gegenwind
Hinzu kommt, dass die Zustimmungswerte für den Präsidenten in jüngsten Umfragen unter Druck geraten sind. Eine Erhebung von Reuters und Ipsos ergab, dass lediglich 31 Prozent der US-Bürger die Amtsführung des Präsidenten billigen, während 66 Prozent sie ablehnen. Die Demokraten versuchen, diesen Trend zu nutzen, während Trump seinerseits seinen Wahlkampf mit einer intensiven Kundgebungsreise fortsetzt, um die republikanische Basis in verlässlichen Kernländern zu mobilisieren.
Safety & Affordability PAC and No Going Back PAC respectively received $25M and $150M from MAGA Inc.Sept donations included:- $8M from real estate developer Steven Wynn -$5M Blackstone CEO Stephen Schwarzman -$5M Wis. businesswoman Diane Hendrinks.https://t.co/mav3Lzu4HQ
As Republicans worry about enthusiasm and turnout, the sheer scale of this new online outreach from MAGA Inc. — especially if it continues through the election — is worth noting.https://t.co/rpeUllZq5c
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