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Strafverfahren gegen Bleona und Luan F

Gegen das albanische Ehepaar Bleona F. und Luan F. läuft in der Schweiz ein Strafverfahren wegen mehrerer Strafanzeigen aus diversen Kantonen. Die Vermieterin Elsbeth T. aus Stallikon wirft den Immobilienhändlern vor, sie um Zehntausende Franken betrogen zu haben.

Schon wieder sorgen Bleona F. (35) und Luan F. (39) für Schlagzeilen. In Zürich hinterlässt das Paar einen Schuldenberg von mehreren Zehntausend Franken. Für die 80-jährige Rentnerin Elsbeth T. aus Stallikon ist die Vermietung an die beiden eine herbe Enttäuschung: Das ist mein grösster Fehler in meinem ganzen Leben, sagt die Seniorin.

Dubiose Methoden und gefälschte Dokumente bei der Wohnungsvergabe

Im Sommer 2025 suchten die Immobilienhändler nach einer eigenen Bleibe und wandten sich an Elsbeth T. Alles musste damals extrem schnell gehen, wie sich die Vermieterin erinnert: Sie wollten noch am selben Tag eine Zusage. Das Paar trat sehr gepflegt auf und brachte sogar einen Blumenstrauss mit. Zudem legten sie einen Lohnausweis und einen Betreibungsregisterauszug vor. Von einem geschäftlichen Schuldenberg war zu diesem Zeitpunkt keine Rede.

Doch bereits nach wenigen Tagen blieben die Mietzahlungen aus. Bleona F. schickte zwar einen Zahlungsbeleg als angeblichen Beweis, doch dieser war mutmasslich manipuliert. Das Ehepaar selbst erklärte dazu schriftlich gegenüber den Medien: Bei der betreffenden Abbildung handelt es sich nicht um einen Original-Bankbeleg. Damit räumten sie ein, das Dokument verändert zu haben, wollten von einer Manipulation jedoch nicht sprechen.

Auch bei der eingereichten Lohnabrechnung handelte es sich laut den Recherchen um eine Fälschung. Auf Nachfrage verneinte das betroffene Unternehmen die Echtheit des Dokuments. Später flog auf, dass das albanische Paar bereits im Juli 2026 im Blick mit einem noch grösseren Betrugsfall in Verbindung gebracht wurde: Sie hatten mehreren Personen sogenannte Geister-Wohnungen verkauft – also Immobilien, die gar nicht existieren, wodurch ihre Opfer Zehntausende Franken verloren.

Rechtsstreit um unbezahlte Mieten und tausendfache Nebenkosten

Im Verlauf des Mietverhältnisses änderte Bleona F. ihre Taktik. Sie knüpfte die Mietzahlung an die Bedingung, dass eine Rechnung für eine Grundreinigung, die ihr eigenes Unternehmen durchgeführt hatte, von den Vormietern beglichen werde. Parallel stellte Luan F. der Eigentümerin unaufgefordert eine Rechnung über 10’000 Franken für angebliche Haus-, Garten- und Reinigungsarbeiten aus, die er später sogar betreiben liess. Sollte die Rentnerin diesen Betrag nicht zahlen, wollte das Paar die Miete ganz oder teilweise einbehalten.

Im November 2025 kündigte die Eigentümerin mit anwaltlicher Unterstützung die Wohnung per Ende März 2026. Zwar erhoben die Mieter zunächst Einsprache, und ein Zürcher Gericht stufte die Kündigung als rechtens ein, doch man einigte sich auf eine Verlängerung unter der Bedingung vollständiger Mietzahlungen. Das Paar hielt sich jedoch nicht daran.

Im Mai 2026 folgte die erneute Kündigung per Ende Juni. Die Horror-Mieter verliessen das Objekt jedoch erst Ende Juli 2026. Elsbeth T. blieb auf unbezahlten Mietkosten von 23’000 Franken sowie Anwaltskosten von 14’000 Franken sitzen.

Laufendes Strafverfahren und Abstreiten der Vorwürfe

Neben ihrer Immobilienfirma sind Bleona und Luan F. parallel in der Geschäftsleitung eines Aargauer Handwerkerbetriebs tätig. Gegen beide läuft nun ein Strafverfahren, das auf mehreren Strafanzeigen aus diversen Kantonen basiert.

Auf die Vorwürfe angesprochen, reagierte das Paar schriftlich: Die pauschale Mietzinsschuld von CHF 23’000 bestreiten wir ausdrücklich. Sie behaupten, es habe bereits zu Beginn Mängel gegeben, streiten die Fälschung der Lohnabrechnung ab und rechtfertigen ihren verspäteten Auszug im Sommer 2026 mit einer mündlichen Vereinbarung. Vermieterin Elsbeth T. nennt diese Darstellung schlicht eine Lüge und zeigt sich tief frustriert: Ich wünsche das niemandem!

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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