Sir Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Los Angeles verstorben. Der britische Schauspieler prägte Generationen von Sci-Fi-Fans als Captain Jean-Luc Picard in Raumschiff Enterprise sowie als Professor Charles Xavier in den X-Men-Filmen und hinterlässt ein bleibendes Erbe auf Bühne und Leinwand.
Die internationale Kulturwelt trauert um einen ihrer profiliertesten Darsteller. Seine Ehefrau Sunny stand ihm in seinen letzten Stunden zur Seite, während er von Verwandten und Freunden umgeben war. Wie seine Vertreterin Kelly Bush Novak mitteilte, folgte der Tod auf eine kurze und bewegende Auseinandersetzung mit der Alzheimer-Krankheit und Lewy-Körper-Demenz. Der Abschied geschah im warmen Licht von Live-Musik, Gebeten, Tränen und Lachen.
Geboren wurde Stewart am 13. Juli 1940 im westyorkshireschen Mirfield als jüngstes von drei Kindern. Ein entscheidender Impuls für seinen späteren Lebensweg ging von einem Schullehrer aus, der sein Interesse am Schauspiel weckte. Bereits mit 15 Jahren verließ er die Schule, um sich ganz der darstellenden Kunst zu widmen.
Ein Stipendium an der Bristol Old Vic Theatre School im Jahr 1957 legte den Grundstein für seine professionelle Laufbahn. Seinen ersten Bühnenauftritt absolvierte er 1959 als Cutpurse in Cyrano de Bergerac. Der große Durchbruch im britischen Theater folgte, als er 1966 der Royal Shakespeare Company beitrat. Bis 1982 gehörte er zum festen Ensemble und prägte zahlreiche klassische Inszenierungen, darunter 1970 sein Debüt am New Yorker Broadway als Snout in A Midsummer Night´s Dream.
Sir Patrick Stewart, Star Trek and X-Men star, dies aged 86
Die prägenden Rollen auf der Brücke und im Mutanten-Internat
Sein zweites großes popkulturelles Standbein fand Stewart in den Verfilmungen der Marvel-Comics. Als Professor Charles Xavier in der X-Men-Reihe stand er über zwei Jahrzehnte hinweg vor der Kamera und lieferte sich auf der Leinwand prägende Duelle mit Ian McKellen als Magneto. Damit hält er einen Guinness-Weltrekord für die längste Verweildauer in einer Marvel-basierten Rolle. Laut IMDb-Einträgen schloss er seine Arbeit als Professor X im kommenden Film Avengers: Doomsday ab.
Wegbegleiter und Filmschaffende nehmen Abschied
Die Reaktionen aus der Film- und Fernsehbranche ließen nicht lange auf sich warten. Ehemalige Kollegen würdigten Stewarts schauspielerisches Schaffen und sein menschliches Wirken.
Foto: wgxa.tv
Auch George Takei würdigte den Verstorbenen als eine wahre und unersetzliche Legende, während Jonathan Frakes schlicht und bewegt schrieb: Ruhe in Frieden, mein Freund. Wil Wheaton verabschiedete sich mit den Worten Gute Reise, Captain!
Aus dem Marvel-Universum äußerten sich unter anderem Hugh Jackman und Studio-Chef Kevin Feige. Jackman betonte, wie viel er von Stewart gelernt habe. Feige erinnerte sich an seine erste Begegnung am Set des ersten X-Men-Films:.
Star Trek and X-Men actor Sir Patrick Stewart dies aged 86
Erinnerung und Hinterlassenschaft im Kampf gegen die Demenz
Neben seiner Arbeit vor der Kamera betätigte sich Stewart als Sprecher für Animationsserien wie Family Guy und American Dad sowie für Hörbücher. Im Jahr 2023 veröffentlichte er seine Memoiren unter dem Titel Making It So: A Memoir, in denen er unter anderem Einblicke in seine Familiengeschichte und das schwere Erbe häuslicher Gewalt in seiner Kindheit gab.
Die Hinterbliebenen baten die Öffentlichkeit angesichts seines Todes um Unterstützung für die Forschung. Anstelle von Blumen rufen die Angehörigen zu Spenden für den Johns Hopkins Alzheimer’s Disease Research Center Fund sowie für die Alzheimer’s Foundation of America Caregiver Resources auf.
Star Trek icon Sir Patrick Stewart dies aged 86
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Sir Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben | Star Trek- und X-Men-Schauspieler war …
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