Zum Inhalt springen
Nachrichten

Alina Habba konfrontiert Trump mit verschwundener Spende für Kennedy Center

Ein politischer Streit im engsten Kreis um den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump entzündet sich an einer mutmaßlich versunkenen Spende über 5,6 Millionen US-Dollar für das Kennedy Center. Alina Habba, die frühere Anwältin des Präsidenten, konfrontierte diesen im Oktober 2026 im Oval Office mit Vorwürfen gegen den ehemaligen Regierungsbeamten Richard Grenell.

Im Zentrum der Kontroverse steht eine finanzielle Transaktion aus dem Frühjahr 2025. Richard Grenell, der sowohl als Sondergesandter für Venezuela als auch als kommissarischer Direktor des Kennedy Center for the Performing Arts tätig war, soll den türkischen Geschäftsmann Turhan Mildon kontaktiert haben.

Mildon, der Alina Habba heiratete, stand zu diesem Zeitpunkt wegen geschäftlicher Aktivitäten und des Interesses am Kulturzentrum in Kontakt mit Grenell.

Alina Habba konfrontiert Trump mit verschwundener Spende für Kennedy Center
Foto: rawstory.com

Das Treffen im Oval Office und Vorwürfe um Geld

Die Unstimmigkeiten kamen am 9. Oktober ans Licht. Alina Habba suchte das Oval Office auf und teilte dem Präsidenten mit, dass eine Spende ihres Ehemannes in Höhe von knapp sechs Millionen US-Dollar niemals im Kennedy Center angekommen sei.

Unterlagen von Mildons Anwälten zufolge hatte Grenell dem Geschäftsmann Unterstützung bei Projekten in Venezuela in Aussicht gestellt und ihm eine Rolle als American face down in V. zugesichert, wie Yahoo berichtet.

Aus den vorliegenden Berichten geht hervor, dass Mildon im Mai 2025 insgesamt 17,6 Millionen US-Dollar an eine vom texanischen Rüstungs- und Verteidigungssoftwareunternehmen Texas Armament & Technology angegebene Verbindung überwies. Davon sollten nach damaliger Absprache 5,6 Millionen US-Dollar an das Kennedy Center fließen. Als Mitarbeiter der Kultureinrichtung im darauffolgenden Jahr nach dem Geld suchten, fanden sie jedoch keinen entsprechenden Eingang. Stattdessen ermittelte die Finanzmitarbeiterin Lisa Dale, dass Mildon dem Zentrum lediglich eine zugesagte Spende von 270,000 US-Dollar schuldete. There was nothing about $6 million, erklärte Dale gegenüber Axios. I would have heard about that.

Trump ERSCHÜTTERT von Vorwürfen: Sein Sondergesandter soll Millionen von Alina Habba und ihrem Eh…

Textnachrichten und Briefe zur Herkunft der Mittel

Ein zentraler Bestandteil der Untersuchung durch das Büro des Weißen Hauses unter Rechtsberater Will Scharf sind Textnachrichten zwischen Grenell und Mildon. Am 3. Mai 2025 schrieb Grenell demnach an Mildon: Once the money comes to the company here, I will arrange the donation to Kennedy Centre [sic], and you’ll be joining the VIP events and get close with the administration, even with POTUS, wie unter anderem von der New York Post dokumentiert wurde.

Richard Grenell hat diese Anschuldigungen entschieden zurückgewiesen. Gegenüber Medien betonte er, niemals Geld für einen anderen Zweck unter dem Vorwand einer Spende für das Kennedy Center gefordert zu haben. I’ve never asked for one cent to be sent somewhere else pretending it was for the Kennedy Center, and I’ve never received any payment from him at all, erklärte Grenell. Make him give proof to what he is saying, not make these absurd allegations.

Zudem bezweifelte Grenell die Echtheit der Textnachrichten mit dem Hinweis, dass er niemals die britische Schreibweise centre anstelle des US-amerikanischen center verwenden würde.

Recherchen von The New York Times und weiteren Medien offenbarten zudem Unstimmigkeiten bezüglich der Herkunft der 17,6 Millionen US-Dollar vom 29. Mai 2025. Nach Erkenntnissen von US-Offiziellen stammten die Gelder entgegen der ursprünglichen Darstellung nicht direkt von Mildon, sondern aus einem Konto des Finanzministeriums der Demokratischen Republik Kongo (Ministère des Finances).

Geschäfte in Venezuela und offene Fragen

Neben den Unstimmigkeiten um die Spende stehen auch die geschäftlichen Hintergründe von Turhan Mildon unter genauer Beobachtung. Mildon betreibt staatliche Zementwerke in Venezuela sowie Minenprojekte, deren Verträge nach dem politischen Machtwechsel in Caracas im Januar 2026 unter Druck gerieten. Während die kommissarische Regierung in Venezuela Verträge im Juni vorübergehend infrage stellte und Vertretern zufolge kritisierte, dass Mildons Zementfirma zu wenig investiert habe, sollen Berichte über verzögerte oder unvollständige Projekte im Kongo ebenfalls für Aufmerksamkeit gesorgt haben.

Das Weiße Haus untersucht die Vorwürfe weiter, während Regierungsbeamte betonen, dass Präsident Trump sich nicht in den internen Konflikt zwischen den Beteiligten hineinziehen lassen möchte. Ungeklärt ist bislang, wie das Weiße Haus das endgültige Ergebnis der Untersuchung bewerten wird und ob rechtliche Schritte folgen.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.