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Unternehmen

Nasdaq bricht nach Intel-Einbruch um 2,9 Prozent ein

An der Wall Street hat ein schwerer Ausverkauf bei Technologiewerten den Nasdaq Composite am Freitag, den 30. Oktober 2026, um 2,9 Prozent einbrechen lassen. Auslöser waren enttäuschende Intel-Quartalszahlen und wachsende Zweifel am anhaltenden Investitionsboom rund um Künstliche Intelligenz.

Die Talfahrt an den US-Börsen verschärfte sich zum Wochenschluss drastisch. Neben dem Nasdaq geriet auch der breiter gefasste S&P 500 mit einem Minus von 1,8 Prozent unter starken Druck und verzeichnete seinen schlechtesten Handelstag seit Juni, während der Dow Jones Industrial Average um 1,1 Prozent beziehungsweise 572 Punkte nachgab. Für den technologielastigen Nasdaq markierte das Minus den schwersten Monat seit März 2025, womit der Index nun rund 7,8 Prozent unter seinem Rekordhoch schließt.

Intel-Aktiensturz und Rekordverluste im Chipsektor

Angeführt wurde der Abwärtstrend im Technologiesektor von dem Chiphersteller Intel, dessen Papiere nach schwachen Geschäftszahlen einen historischen Einbruch erlitten. Die Aktie stürzte zeitweise um knapp 29 Prozent ab. Damit steuerte das Papier auf den schwärzesten Tag seiner Börsengeschichte seit 1974 zu, nachdem das Unternehmen einen Ausblick für das vierte Quartal vorgelegt hatte, der die Erwartungen von Analysten deutlich verfehlte.

Nasdaq bricht nach Intel-Einbruch um 2,9 Prozent ein
Foto: finance.yahoo.com

Der Chiphersteller gab eine Prognose für den Gewinn in den letzten drei Monaten des Jahres aus, die hinter den Erwartungen der Analysten zurückblieb, da CEO Lip-Bu Tan erklärte, dass die Personalcomputer-Industrie weiterhin unter Druck steht. Der Rückgang trat ein, obwohl Intel für das letzte Quartal einen stärkeren Gewinn als von Analysten erwartet meldete. Der Einbruch zog den gesamten Halbleitersektor mit nach unten. Der iShares Semiconductor ETF verlor mehr als 8 Prozent an Wert.

Milliardeninvestitionen in Künstliche Intelligenz auf dem Prüfstand

Wir bewegen uns aus der Phase der Hoffnungen und Träume des KI-Handels heraus und in die ‚Zeig-es-mir‘-Phase hinein, erklärte Joe Tigay, Portfoliomanager bei Equity Armor Investments, in einer Mitteilung an Investoren, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet.

So sank die Amazon-Aktie um rund 1,4 Prozent, wobei die Erträge im Rahmen der Unternehmensprognosen lagen und ein florierendes Cloud-Computing-Wachstum zeigten, den Markt jedoch mit dem Wunsch nach mehr zurückließen. Bereits am Vortag war die Aktie von Alphabet um mehr als 12 Prozent auf ihren bisher schlechtesten Tag aller Zeiten eingebrochen und hatte den S&P 500 nach unten gezogen, nachdem dem Unternehmen mitgeteilt worden war, dass es im Sommer mehr Bargeld verbrannt hatte als im Frühjahr, wobei der Konzern hinter Google und YouTube ähnliche, mammuthafte Investitionen in KI anführte.

Defensive Sektoren und Rohstoffmärkte im Wandel

Während Technologiewerte und Kryptowährungen Verluste verzeichneten, zeigten sich andere Marktbereiche widerstandsfähiger. Zyklische Konsumgüterwerte sowie Energiekonzerne legten zu, gestützt auf robuste Sommerzahlen. ExxonMobil kletterte um 1,8 Prozent, Chevron legte um 1,7 Prozent zu, nachdem beide Ölriesen für den Sommer einen stärkeren Gewinn als von Analysten erwartet gemeldet hatten. An den Rohstoffmärkten stieg der Preis für Front-Month Brent-Rohöl auf 117,64 Dollar je Barrel, nachdem ein den Persischen Golf beziehungsweise die Straße von Hormuz passierender Tanker angegriffen worden war, wie das U.K. Maritime Trade Operations Center mitteilte, während die Ukraine eine Ölraffinerie in Russland angriff und damit eine Pause beendete, auf die die Trump-Administration gedrängt hatte.

Gleichzeitig gab der Goldpreis nach und fiel auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr, während die Goldpreise am Freitag infolge anhaltender Inflationssorgen und der Aussicht, dass die Federal Reserve die Zinsen anheben wird, fielen. Investoren richteten ihren Blick neben den anhaltenden Inflationssorgen und geldpolitischen Überlegungen der US-Notenbank Federal Reserve auch auf die anstehenden US-Zwischenwahlen.

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Foto: itv.com

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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