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Unternehmen

Wall Street sinkt durch Ölpreise und Zinsängste trotz Monatsgewinnen

US-amerikanische Aktien verzeichneten am Montag Kursverluste, da Sorgen vor Inflation durch steigende Ölpreise und die geldpolitische Haltung der Notenbank den Handel belasteten. Künstliche Intelligenz stand nach Warnungen der Branchenspitze unter Druck, während der Dow Jones und andere Indizes die Monatsbilanz dennoch im Plus beendeten.

Steigende Ölpreise und Zinssorgen belasten die Wall Street

Die Wall Street startete schwach in die letzte Augustwoche. Auslöser für den Rückgang waren steigende Ölpreise, die neue Inflationsängste schürten und die Wahrscheinlichkeit einer strafferen Geldpolitik erhöhten. Die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium hatten unter Anlegern die Erwartung gestärkt, dass die Fed im September die Zinsen anheben könnte. Laut dem FedWatch-Tool von CME preisten Finanzmärkte zu diesem Zeitpunkt eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 65 Prozent für einen Zinsschritt um 25 Basispunkte ein.

Ungeachtet des Tagesverlusts verzeichneten alle drei großen US-Indizes auf Monatssicht Gewinne, wobei der Nasdaq im August den größten prozentualen Zuwachs verbuchte.

Wir haben letzte Woche von Warsh gehört, und die Wahrscheinlichkeiten sprechen jetzt für eine Zinsanhebung im September. Nehmen Sie das zusammen mit den anhaltenden Feindseligkeiten im Nahen Osten. Peter Tuz, Präsident von Chase Investment Counsel in Charlottesville, Virginia

Analysten verwiesen zudem auf saisonale Effekte kurz vor dem Labor-Day-Wochenende. Es gab keinen Grund, heute zur Arbeit zu kommen und zu denken, es sei ein großartiger Tag, um Aktien zu kaufen, fügte Peter Tuz hinzu. Die geopolitischen Spannungen und anhaltenden Auseinandersetzungen im Iran trugen zur Verunsicherung bei, während der iranische Präsident Masoud Pezeshkian betonte, Teheran suche nach wie vor nach einer Verhandlungslösung.

Künstliche Intelligenz im Gegenwind nach Warnungen aus der Industrie

Neben den Energiekosten gerieten Technologie- und insbesondere Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz unter Druck. Auslöser waren markante Warnungen von Branchengrößen über die potenziellen Risiken einer zu schnellen Entwicklung. Anthropic-Chef Dario Amodei forderte am Wochenende eine bewusste und globale Verlangsamung der KI-Entwicklung und verwies auf Sicherheitsrisiken, darunter das Szenario, dass KI-Systeme innerhalb von sechs bis zwölf Monaten die Kontrolle über das Internet erlangen könnten.

Wall Street sinkt durch Ölpreise und Zinsängste trotz Monatsgewinnen
Photo: morningstar.com

Elon Musk erklärte daraufhin, er stimme Amodei zu, wodurch auch mit KI verbundene Titel wie Aktien von Chipherstellern wie Nvidia und Micron Technology ins Straucheln gerieten. Nvidia sank um 2,6 Prozent, während der japanische Technologieinvestor SoftBank in Tokio um 10,7 Prozent einbrach, nachdem OpenAI-Chef Sam Altman ebenfalls die Idee einer Verlangsamung unterstützte und zudem den Termin für einen möglichen Börsengang von OpenAI auf das kommende Jahr verschob.

Im Gegensatz dazu profitierten einige etablierte Softwareunternehmen, die zuvor unter Konkurrenzängsten durch KI gelitten hatten. Auch Salesforce hatte zuvor nach starken Quartalszahlen und einer erweiterten Partnerschaft mit Anthropic deutliche Zuwächse verzeichnet.

Ölmarkt, Energiepreise und die Reaktion der Anleihenmärkte

Der Ölmarkt blieb ein zentraler Treiber für die Inflation. Dies erschwert den Ausweichverkehr vorbei an der Straße von Hormus, wo iranische Angriffe den Tankerverkehr behindern.

Traders work on the floor at the New York Stock Exchange (NYSE) in New York City, U.S., August 24, 2026. REUTERS/Brendan
Photo: reuters.com

Vor Beginn der Kampfhandlungen im Nahen Osten hatte Brent noch bei unter 72 US-Dollar notiert.

Am Anleihenmarkt führte der Inflationsdruck zu steigenden Renditen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe berührte im Tagesverlauf kurzzeitig die Marke von 5,00 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit 2023. Marktbeobachter wie Ed Yardeni betonen indes, dass sich die Lage trotz hoher Staatsdefizite und steigender Kreditkosten langfristig einpendeln könne.

Wall-Street-Indizes geben nach, während Ölpreise steigen
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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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