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Unternehmen

Wall Street sinkt durch steigende Ölpreise und neue Inflationssorgen

Die US-Märkte verzeichneten am Montag Kursverluste, da wieder aufflammende Kämpfe im Nahen Osten die Ölpreise antrieben und neue Inflationssorgen schürten. Dies geschah nach hawkishen Signalen von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole, wodurch Händler ihre Wetten auf eine Zinserhöhung im September drastisch nach oben anpassten.

Ölpreise und geopolitische Spannungen setzen Aktienmärkte unter Druck

Die Wall Street startete mit Verlusten in die neue Woche, nachdem militärische Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran im Nahen Osten zu Störungen in der strategisch wichtigen Straße von Hormus führten. Auch der breiter gefasste S&P 500 gab um 35,66 Punkte oder 0,46 Prozent auf 7.676,10 Punkte nach, während die technologielastige Nasdaq Composite um 88,98 Punkte oder 0,34 Prozent auf 26.312,74 Punkte sank.

Die Verluste drohen den Tonalität für September zu prägen, der an den Finanzmärkten ohnehin traditionell als schwacher Monat für Aktien gilt. Anleger reagierten damit unmittelbar auf die Kursentwicklung beim Rohöl der Sorte Brent, das einen Zuwachs von 1,04 Prozent verzeichnete. Entsprechend legten Energieaktien im S&P 500 um 0,97 Prozent zu, während fast alle anderen Sektoren unter starkem Abwärtsdruck standen. So brachen beispielsweise Versorger um 1,19 Prozent ein, nachdem eine Gesetzesänderung im kalifornischen Senat kaum Erleichterung für die Haftungsrisiken von Netzbetreibern bei verheerenden Waldbränden brachte.

Die Wende bei den Zinserwartungen nach Warshs Rede in Jackson Hole

Der jüngste Abwärtstrend an den Börsen folgt auf markante Aussagen von US-Notenbankpräsident Kevin Warsh. In seiner mit Spannung erwarteten Antrittsrede auf dem Notenbank-Symposium in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming hatte Warsh betont, dass politische Entscheidungsträger die Kreditkosten möglicherweise weiter anheben müssten, sollte sich die Teuerungsrate nicht spürbar dem 2-Prozent-Ziel der Zentralbank annähern.

Wall St dips as rising oil prices, hawkish Fed bets pressure stocks - The Korea Times
Photo: koreatimes.co.kr

Die Reaktionen von Finanzanalysten ließen nicht lange auf sich warten. Abgesehen von einer wesentlichen negativen Überraschung liege es nun an Warsh, eine Zinserhöhung im September umzusetzen.

Infolgedessen schraubten Händler ihre Erwartungen drastisch nach oben. Laut dem FedWatch-Tool der Terminbörse CME sahen Marktteilnehmer eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 60 Prozent für eine Zinserhöhung auf der kommenden Sitzung im September. Noch eine Woche zuvor hatte dieser Wert bei lediglich 41,4 Prozent gelegen. Hintergrund dieser Neubewertung sind gemischte Wirtschaftsdaten der vergangenen Wochen: Während der Verbraucherpreisindex im Juli zwar moderat anstieg, fiel das von der US-Notenbank bevorzugte PCE-Inflationsmaß (Personal Consumption Expenditures) heißer aus als von Volkswirten erwartet.

Wirtschaftlicher Ausblick und Divergenzen an den globalen Märkten

Trotz der jüngsten Kursrückgänge bewerten einige Marktstrategen die fundamentale Verfassung der US-Wirtschaft weiterhin optimistisch. Die Dynamik der US-Wirtschaft und des Unternehmenssektors sei unglaublich.

Fred Demarco and Michael Pistillo work on the floor of the New York Stock Exchange
Photo: bostonherald.com

Auf Sektorebene blieben Technologiewerte im Fokus.

Mit Blick auf die kommenden Tage blicken Marktbeobachter nun gespannt auf den offiziellen monatlichen Arbeitsmarktbericht der Vereinigten Staaten, der am 4. September veröffentlicht wird. Angesichts der jüngsten Äußerungen von Fed-Chef Warsh, wonach die zugrundeliegenden Inflationstrends noch keine spürbare Verbesserung gezeigt haben, dürfte dieser Bericht die geldpolitischen Weichenstellungen der Notenbank maßgeblich beeinflussen.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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