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Welt

Trump plantet Weisses Gold im Iran

September 2026 bei einem Besuch in Irland erklärt, dass die Vereinigten Staaten nach dem Militäreinsatz im Iran möglicherweise im Land bleiben und die Ölreserven kontrollieren könnten. Dies verglich er direkt mit dem umstrittenen Venezuela-Öldeal vom August.

Die US-Regierung erwägt offenbar eine dauerhafte Präsenz im Nahen Osten, die über das ursprüngliche militärische Mandat hinausgeht. Während einer Reise nach Irland äußerte sich Präsident Donald Trump am Sonntag zu den strategischen Optionen der Vereinigten Staaten im anhaltenden Konflikt. Dabei zog er eine Parallele zu den Erdölvereinbarungen in Südamerika, bei denen sich Washington im Sommer den Zugriff auf Dutzende Milliarden Barrel gesichert hatte.

Parallelen zur Ölstrategie in Venezuela und die Situation im Iran

Die im August verkündete Vereinbarung mit Venezuela brachte den USA die Kontrolle über 65 Milliarden Barrel an bewiesenen Ölreserven ein. Trump deutete nun an, dass ein ähnliches Vorgehen im Iran denkbar sei. Er erklärte vor Medienvertretern auf dem Golfplatz Trump International in Irland, dass sie schließlich aus dem Iran abziehen werden, es sei denn, sie beschließen zu bleiben und das Öl wie im Fall von Venezuela zu behalten.

Er fügte hinzu, dass die Einnahmen aus dem venezolanischen Ölgeschäft den dortigen Krieg viele Male bezahlt hätten. Dennoch blieb der US-Präsident konkrete Details zu einem potenziellen Abkommen mit Teheran schuldig. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf Anfragen zu den genauen Plänen einer Truppenstationierung oder eines wirtschaftlichen Abkommens vor Ort.

Globale Energiemärkte unter Druck und die Lage in der Straße von Hormus

Der militärische Konflikt im Nahen Osten hat die globalen Energiemärkte seit Monaten schwer belastet. Die Schließung der strategisch wichtigen Straße von Hormus durch iranische Gegenmaßnahmen führte zu drastischen Preissprüngen. Erst kürzlich meldete das britische Militär durch die UK Maritime Trade Organization, dass ein Frachtschiff in der Meeresenge von einem unbekannten Projektil getroffen wurde, was einen Brand an Bord auslöste und Evakuierungsmaßnahmen erforderlich machte.

Trump plantet Weisses Gold im Iran
Photo: USA Today

Zusätzlich sorgten Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien für Nervosität an den Börsen. Die Preise für Brent-Rohöl und West Texas Intermediate verharrten am Sonntag konstant über der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Die American Automobile Association (AAA) bezifferte den landesweiten Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin in den USA auf 4,31 US-Dollar, nachdem es in den vorangegangenen sieben Tagen zu einem Preisanstieg von rund 17 Cent gekommen war.

Präsident Donald Trump, USA Today, erklärte, dass sie ihre Einsatzkräfte und Strafverfolgungsbehörden würdigen, sie lieben und die Soldaten ehren, die derzeit dafür arbeiten, dass der weltweit größte Sponsor des Terrors – die Islamische Republik Iran – niemals im Besitz einer Atomwaffe sein wird.

Politische Reaktionen, diplomatische Kontakte und der Zeitplan bis zu den Midterms

Innenpolitisch steht die Intervention im Iran zunehmend in der Kritik der US-Bevölkerung. Eine Ende August veröffentlichte Umfrage von Reuters und Ipsos zeigte, dass lediglich ein Viertel der US-Bürger den Militäreinsatz als lohnenswert erachtet, was einem deutlichen Rückgang im Vergleich zu früheren Umfragen im Jahresverlauf entspricht. Präsident Trump verteidigte das Vorgehen jedoch wiederholt und betonte, das primäre Ziel sei es, iranische Nuklearkapazitäten dauerhaft zu unterbinden.

U.S. President Donald Trump attends the Amgen Irish Open at Trump International Golf Links in Doonbeg, Ireland, September
Photo: Reuters
Trump Says the U.S. Could 'Stay and Keep the Oil' in Iran — And 5 More Stories Today

Gleichzeitig behauptete Trump, dass Teheran intensiv nach einer diplomatischen Lösung suche. Er erklärte vor Journalisten in Irland, er könne ihnen folgendes sagen: Der Iran wolle unbedingt ein Abkommen schließen, rufe ständig an, wolle einen Deal machen, müsse aber das richtige Abkommen treffen, da er selbst kein schlechtes Abkommen eingehen werde. Iranische Offizielle haben derartige Darstellungen direkter Verhandlungen in der Vergangenheit mehrfach zurückgewiesen.

Hinsichtlich des zeitlichen Endes des Konflikts äußerte sich der Präsident optimistisch. Er rechne damit, dass der Krieg direkt nach den Midterms – womöglich auch davor, aber er werde direkt im Anschluss an die Midterms enden – zu einem Abschluss kommen werde, woraufhin die Benzinpreise drop like a rock würden.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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