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Sport

Irland-Trainer Hallgrímsson wirft Israel Einschüchterung vor

Nach einem hart umkämpften 1:1-Unentschieden zwischen der Republik Irland und Israel im Oktober 2026 warf der irische Nationaltrainer Heimir Hallgrímsson dem israelischen Team vor, sie hätten seine Mannschaft einschüchtern wollen. Die Partie fand im serbischen TSC Arena unter Ausschluss von Publikum statt und war von Spannungen auf dem Platz sowie Spuckvorwürfen im Tunnel überschattet.

Heimir Hallgrímsson wirft israelischem Team Einschüchterung vor

Die Begegnung in der UEFA Nations League war bereits im Vorfeld durch politische Kontroversen und Proteste im Umfeld belastet. Nach Abpfiff der Partie am Sonntag, die mit einem 1:1 endete, erhob der irische Cheftrainer Heimir Hallgrímsson schwere Vorwürfe gegen den gegnerischen Kader. Laut Berichten der irischen Presse kam es im Spielverlauf und besonders während einer Halbzeitauseinandersetzung im Tunnel der TSC Arena zu tumultartigen Szenen. Dabei soll der irische Konditionstrainer Damien Doyle nach Angaben der Irish Times von einem israelischen Spieler angespuckt worden sein.

Heimir Hallgrímsson sagte: „Ich hatte das Gefühl, dass sie versuchten, uns vom Anpfiff weg einzuschüchtern, aber ich ziehe den Hut vor den Spielern, dass sie ruhig geblieben sind. Es hätte ein Spiel mit gelben und roten Karten sein können, aber wir waren gefasst, die Spieler waren gefasst, sie haben es gut gemacht, ihre Emotionen zu kontrollieren.

Irland-Trainer Hallgrímsson wirft Israel Einschüchterung vor
Foto: ca.sports.yahoo.com

Zu den konkreten Vorwürfen der Spuckattacke erklärte der irische Coach, dass ihm zwar eine solche Anschuldigung vorliege, er den Vorfall selbst jedoch nicht beobachtet habe. Das Verhalten werde nun überprüft, so wie auch andere Vorkommnisse zwischen den beiden Auswahlen untersucht würden.

Israelischer Trainer Ran Ben-Shimon weist Vorwürfe zurück

Der israelische Nationaltrainer Ran Ben-Shimon reagierte auf die Vorwürfe aus dem irischen Lager mit Unwissenheit. Auf die Ereignisse in der Halbzeitpause angesprochen, erklärte er, während dieser Phase in seinem Kabinenraum mit dem Trainerstab gewesen zu sein und nichts mitbekommen zu haben. Wenn er die Möglichkeit zur Überprüfung bekomme, werde er sich dazu melden, so Ben-Shimon laut übereinstimmender Berichte von BBC Sport.

Zudem äußerte sich der israelische Coach zu der Frage, ob seine Spieler den irischen Mittelfeldspieler Jayson Molumby gezielt attackiert hätten. Molumby hatte sich bereits in der Vorwoche nach einem Spiel in Ungarn bei den Schiedsrichtern über mutmaßliche rassistische Gesänge von Fans beschwert.

Ran Ben-Shimon sagte: „Kommt schon, kommt schon. Wir machen das nicht. Wir tun das einfach nicht, wir sind keine Männer, die so sind.

Er forderte seine Mannschaft zwar zu einer klaren und aggressiven Spielweise auf, untersagte jedoch jegliche Absicht, Gegenspieler absichtlich zu verletzen. Das ist nicht unser Weg, wir sind menschliche Wesen, fügte er hinzu.

Vorgeschichte und Spannungen im Vorfeld der UEFA Nations League Partien

Die Begegnungen der Gruppe B3 waren seit ihrer Auslosung im Februar von intensiven Diskussionen begleitet. Angesichts des anhaltenden Krieges im Nahen Osten hatten palästinensische Solidaritätsgruppen wie die Initiative Stop The Game der Vereinigung Irish Sport for Palestine in Dublin und an anderen Orten wiederholt zum Boykott aufgerufen und Proteste organisiert.

Trotz der Forderungen, darunter auch der öffentliche Verzicht des irischen Torhüters Gavin Bazunu, der seine Nichtverfügbarkeit erklärte, entschied sich der irische Verband FAI (Football Association of Ireland) für die Austragung der Partien. Die sportlichen Vergleiche wurden folglich auf neutralem Boden und vor leeren Rängen ausgetragen. Auch während der Spiele selbst verzichteten die Teams auf klassische Zeremonien vor dem Anpfiff, während die irischen Spieler während der israelischen Nationalhymne jeweils die Köpfe senkten.

Eskalation bei der Pressekonferenz und FAI-Untersuchungen

Die atmosphärische Belastung zwischen beiden Lagern zeigte sich bereits am Samstag vor dem Spiel, als die offizielle Medienrunde der Iren nach einer verbalen Konfrontation mit israelischen Journalisten vorzeitig abgebrochen werden musste. Ein israelischer Reporter hatte Fragen zu angeblichen rassistischen Vorfällen irischer Akteure während des vorherigen Auswärtsspiels in Ungarn gestellt.

Der FAI-Kommunikationsmanager Kieran Crowley beendete den Medientermin abrupt und wies die Vorwürfe als völlig haltlos zurück. Unabhängig davon leitete der irische Verband eine eigene Untersuchung ein, um zu klären, ob der Stürmer Adam Idah beim ersten Aufeinandertreffen im ungarischen Debrecen von israelischen Anhängern rassistisch beleidigt worden war.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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