September 2026 einen Zug an der ukrainisch-polnischen Grenze getroffen. Kurz zuvor hatten hochrangige internationale Gäste, darunter der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson, denselben Streckenabschnitt passiert. Es wurden keine Verletzten gemeldet, während Kiew von einer gezielten Provokation spricht.
Drohnenangriff an der ukrainisch-polnischen Grenze
Am Sonntag, dem 13. September 2026, schlug eine russische Drohne in eine Lokomotive am Bahnhof Jahodyn im westukrainischen Grenzgebiet ein. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Kilometer von der Grenze zu NATO-Gebiet entfernt und markiert eine neue Eskalationsstufe in den anhaltenden Luftangriffen auf die zivile Infrastruktur der Ukraine. Nach Angaben der staatlichen Bahngesellschaft Ukrzaliznytsia waren kurz zuvor mehrere hochrangige internationale Persönlichkeiten über diesen Streckenabschnitt gereist.
Unter den Reisenden befanden sich der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson sowie der frühere schwedische Regierungschef Carl Bildt. Die Gruppe befand sich auf der Rückreise von der jährlichen Sicherheitskonferenz Yalta European Strategy in Kyiv. Die staatliche Bahngesellschaft erklärte, dass der diplomatische Sonderzug den Bahnhof planändernd vor dem regulären Fahrplan verlassen hatte, um potenziellen Gefahren zu entgehen. A Russian drone struck a train near the Ukraine-Poland border on Sunday shortly after senior visiting officials — including the former prime ministers of the U.K. and Sweden — passed through, Ukraine’s state rail operator said.
Evakuierung und Mutmaßungen über das Ziel des Angriffs
Ukrainische Eisenbahnverantwortliche gehen davon aus, dass der Drohnenangriff möglicherweise dem Diplomatenzug galt, der dem getroffenen Gefährt kurz zuvor vorausgefahren war. Es ist hochwahrscheinlich, dass das eigentliche Ziel der russischen Drohne tatsächlich der diplomatische Zug war, der aufgrund der kontinuierlichen Bedrohung durch russische Angriffe früher als geplant vom Bahnhof abgefahren war, teilte das Unternehmen mit. Eine Bestätigung für eine gezielte Verfolgung der Politiker gibt es von unabhängiger Seite jedoch nicht. Russia said it had targeted railway infrastructure.

Ein weiterer Zug, in dem unter anderem der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus saß, befand sich zum Zeitpunkt der Explosion ebenfalls im Bahnhofsbereich von Jahodyn. Fahrgäste und Begleitpersonen wurden nach Angaben von Augenzeugen rechtzeitig gewarnt. Ukraine’s state railway company said a dispatcher detected the drone and ordered passengers to evacuate the train about 15 minutes before the impact.

Carl Bildt, ehem. schwedischer Premierminister, erklärte via X, dass es sich dabei nicht um ihren eigenen Zug gehandelt habe, sondern um denjenigen, der nur wenige Minuten nach ihnen an dem polnischen Grenzübergang vorbeigefahren sei, welcher evakuiert wurde, als sich die russische Drohne näherte, und dass niemand verletzt worden sei, was er als sehr gutes Sicherheitssystem bezeichnete, während ihr Zug lediglich eine Evakuierungswarnung erhalten habe.
Auch Boris Johnson äußerte sich scharf über den Vorfall. In einem Beitrag auf der Plattform X verurteilte er die Aggression gegen den zivilen Bahnverkehr im Grenzgebiet.
Boris Johnson, ehem. britischer Premierminister, erklärte via X, er wisse nicht, welche verdrehte Logik Putin dazu getrieben habe, an diesem Morgen eine stehende ukrainische Lokomotive an der polnischen Grenze in die Luft zu jagen, betonte jedoch, dass man mit Sicherheit sagen könne, dies sei die Art von wahllosen und sinnslosen Angriffen, unter denen Ukrainer jeden Tag leiden – selbst auf zivilen Eisenbahnen.
Reaktionen aus Polen und der ukrainischen Regierung
Nach Angaben des Grenzschutzes wurde kurz vor dem Zugang ein Lastwagen durch ein unbemanntes Flugobjekt getroffen, woraufhin der Grenzübergang Dorohusk-Yahodyn vorübergehend geschlossen werden musste. Overnight attacks across Ukraine involving more than 450 Russian drones and missiles killed at least six people and injured more than 40. Ukraine’s air force said it had intercepted 405 drones and four missiles.
Andrii Sybiha erklärte, dass dieser Angriff Putins Terror darstelle, der direkt an die Türen der EU und der NATO klopfe. Landesweit hatten nächtliche Luftangriffe mit mehr als 450 Drohnen und Raketen nach offiziellen Angaben mindestens sechs Menschen das Leben gekostet und Dutzende Verletzte gefordert.