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Unternehmen

Indien bleibt trotz Produktionssteigerung abhängig von China-Importen

Indiens Industrie steht wegen tiefer Verflechtungen vor einer enormen Herausforderung, nachdem Premierminister Narendra Modi und Chinas Präsident Xi Jinping im September bei einem Treffen in Delhi strukturelle Handelsungleichgewichte und Lieferkettenprobleme abbauen wollten.

Wie Chinas Importe die indische Produktion durchdringen

Auf den ersten Blick hat Indien seine Abhängigkeit von fertigen Endprodukten wie Smartphones und Solaranlagen verringert und produziert heute mehr als ein Viertel der weltweiten iPhones, laut Berichten der BBC. Die Produktion bleibt jedoch größtenteils montagebasiert. Sie hängt stark von importierten Komponenten ab, insbesondere aus der Volksrepublik China.

Das gilt laut Experten nicht nur für Elektronik, sondern gleichermaßen für Industriemaschinen, Batterieinputs, Chemikalien, Solarzellen und Fertigungsausrüstung. Nach Angaben der Denkfabrik Observer Research Foundation (ORF) entfallen allein auf elektrische Maschinen und Elektronik 36 Prozent der Einfuhren. Maschinen und mechanische Geräte machen 21,7 Prozent aus, während organische Chemikalien und Kunststoffe ebenfalls einen signifikanten Anteil ausmachen.

Die Warnungen der Wirtschaftsexperten

Eine Unterbrechung dieser Lieferströme würde laut Analysten nicht nur den Konsum treffen, sondern die Produktion selbst gefährden. Deren Unterbrechung würde nicht lediglich den Konsum betreffen; sie würde die Produktion selbst stören, erklärt Soumya Bhowmik, Fellow am Centre for New Economic Diplomacy der ORF, und verweist auf Indiens Schwierigkeiten, chinesische Vorprodukte durch lokale Produktion zu ersetzen.

Srivastava erklärte: Dennoch beruht die Produktion nach wie vor größtenteils auf Montagetätigkeiten und ist stark von importierten Komponenten abhängig, insbesondere aus China.

Zusätzlich zu diesen strukturellen Faktoren treiben makroökonomische Trends den Handel an. China verfügt in Branchen wie Stahl, Solarpaneelen und Elektrofahrzeugen über enorme Überkapazitäten, die der heimische Markt angesichts einer verlangsamten Konjunktur nicht absorbieren kann. Hersteller exportieren deshalb verstärkt ins Ausland. Chinas Handelsüberschuss wird im zweiten Jahr in Folge voraussichtlich über einer Billionen US-Dollar liegen.

Globale Handelsströme und westliche Zölle

Ein beträchtlicher Teil dieser überschüssigen Güter fließt auf den indischen Markt, da das Land seine Fertigung in zahlreichen Wirtschaftszweigen rasant ausbaut. Gleichzeitig schotten westliche Staaten ihre Märkte ab. Wegen Zöllen und anderer Beschränkungen durch westliche Märkte wenden sich Hersteller zunehmend anderen Absatzmärkten zu, so Srivastava.

Obwohl Ministerpräsident Modi und Präsident Xi Jinping am Rande des BRICS-Gipfels in Delhi im September Einigkeit über die Notwendigkeit von Korrekturen zeigten, bleibt die Entflechtung für Delhi eine gewaltige Aufgabe.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.