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Technik und Wissenschaft

Partielle Mondfinsternis zeigt 2026 seltenen Fast-Blutmond in Nordamerika

Ein seltenes astronomisches Ereignis steht an: Vom 27. bis 28. August 2026 erleben Himmelsbeobachter in Nordamerika eine partielle Mondfinsternis. Dabei taucht die Erde bis zu 96 Prozent des Mondes in ihren Schatten, was eine intensive rot-orangerote Verfärbung auslöst, die als luna casi de sangre beschrieben wird.

Himmelsbeobachter in Kalifornien und im gesamten nordamerikanischen Raum erhalten in dieser Woche die Gelegenheit, ein seltenes Schauspiel am nächtlichen Himmel zu beobachten. Zwischen dem 27. und 28. August 2026 schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond, wodurch eine besonders tiefe partielle Mondfinsternis entsteht. Während dieses Phänomens wandert der Großteil des Vollmondes durch den Kernschatten der Erde, die sogenannte Umbra.

Schatten und Licht: Wie die Fast-Blutmond-Optik entsteht

Während sich der Mond tief in den Erdschatten bewegt, nimmt er eine intensive rot-orangerote Farbe an. Zu diesem visuellen Effekt kommt es durch einen physikalischen Prozess, den Rayleigh scattering genannten Mechanismus. Dabei bricht und filtert die Erdatmosphäre das Sonnenlicht, das nicht vollständig blockiert wird.

Zwar handelt es sich streng genommen nicht um eine totale Mondfinsternis, doch durch die enorme Abdeckung von bis zu 96 Prozent entsteht eine außergewöhnliche Ästhetik. Das St. Louis Science Center beziffert die Abdunklung auf 96 Prozent, während die NASA den Höchststand der Finsternis bei 93 Prozent des im Erdschatten liegenden Mondes ansetzt. Unabhängig von diesen leichten Abweichungen in den Berechnungen der Institutionen bleibt der visuelle Eindruck für Beobachter nahezu identisch mit einer traditionellen Blutmond-Erscheinung.

Zeitlicher Ablauf und Sichtbarkeit in den USA

Das astronomische Ereignis beginnt am Donnerstag, den 27. August, um 21:38 Uhr Eastern Time beziehungsweise um 18:38 Uhr Pacific Time und zieht sich bis zum frühen Freitagmorgen, den 28. August, um 3:01 Uhr Eastern Time oder 0:01 Uhr Pacific Time hin.

Partielle Mondfinsternis zeigt 2026 seltenen Fast-Blutmond in Nordamerika
Photo: infobae.com

Für Beobachter an der Westküste, darunter in Metropolen wie Los Angeles, San Francisco, Las Vegas, Seattle und Phoenix, geht der Mond genau zu Beginn des Finsternisprozesses am Horizont auf. Experten raten daher, erhöhte Standorte oder freie Plätze mit guter Sicht nach Osten zu wählen, an denen Gebäude oder Bäume die Sicht nicht versperren. In Städten wie New York, Miami, Chicago, Houston und Dallas steht der Mond zu den kritischen Phasen bereits höher am Himmel, wodurch die rötliche Tönung besonders gut zur Geltung kommt.

Beobachtungstipps und der Blick in die Zukunft

Im Gegensatz zu einer partiellen oder totalen Sonnenfinsternis ist für die Betrachtung des Mondes keinerlei spezielle Schutzkleidung oder zertifizierte Sonnenbrille erforderlich. Das Ereignis kann völlig sicher mit bloßem Auge verfolgt werden, sofern das Wetter mitspielt und der Himmel klar bleibt. Wer feinere Details auf der Mondoberfläche erkennen möchte, kann zu Ferngläsern oder einem Teleskop greifen, um den Verlauf des Erdschattens im Detail zu verfolgen.

Partielle Mondfinsternis zeigt 2026 seltenen Fast-Blutmond in Nordamerika
Photo: univision.com

Dieses Naturphänomen markiert zugleich das vorerst letzte Ereignis dieser Art für Himmelsbeobachter in Nordamerika. Wie Daten zur langfristigen Sichtbarkeit belegen, müssen sich Astronomie-Enthusiasten nach August 2026 für mehr als drei Jahre gedulden, bis eine vergleichbare Mondfinsternis vom nordamerikanischen Kontinent aus zu sehen sein wird. Die nächsten Termine umfassen eine Finsternis am 31. Dezember 2028, die in Nordamerika allerdings unsichtbar bleibt, sowie eine vollständige Mondfinsternis am 26. Juni 2029, die dann wieder direkt von Beobachtern im Norden des amerikanischen Kontinents verfolgt werden kann.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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