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Welt

Öltanker vor Oman in Straße von Hormuz durch Projektil beschädigt

Ein Öltanker ist vor der Küste des Omans in der Straße von Hormuz von einem unbekannten Projektil schwer beschädigt worden. Der Vorfall ereignete sich am 25. August 2026, während US-Präsident Donald Trump betonte, die strategisch wichtige Meerenge sei für den Schiffsverkehr geöffnet und gesichert.

Angriff auf Öltanker vor der Küste des Omans

Die Sicherheitslage im Persischen Golf bleibt hochgradig angespannt. Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) berichtete, wurde der Tanker im Maschinenraum getroffen und manövrierunfähig gemacht. Das Schiff befand sich auf einer südlichen Route, als es attackiert wurde. Die Besatzung konnte nach Angaben der Behörden in Sicherheit gebracht werden, und Oman’s Coast Guard assistierte dem Rest der Besatzung vor Ort, während von der UKMTO keine Umweltschäden gemeldet wurden. Nach Angaben des Joint Maritime Information Center segelte das Schiff südgehend weniger als eine Seemeile vor der Küste des Omans, als es unter Beschuss geriet. Das US-Militär unterstützt Schiffe, die die südliche Route nehmen, aber der Iran hat es dennoch geschafft, Schiffe anzugreifen, die diesen Korridor befahren.

Reaktionen der USA und der Ablauf des Mémorandums

Reaktionen von Donald Trump und die Rolle der US Central Command

Nur Stunden nach dem Angriff äußerte sich der US-Präsident zu der Situation in der Meerenge und erklärte, dass die Passage passierbar bleibe.

„The Hormuz Strait is open and operating. All water mines have been removed or detonated,“

President Donald Trump

U.S. Central Command verwies CNBC an das Weiße Haus, als es darum ging zu bestätigen, ob alle Minen in der Straße geräumt worden seien. Laut Angaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), einer UN-Agentur, kamen bei bislang 65 Angriffen auf Handelsschiffe mindestens 17 Mariner ums Leben. Beobachteter Schiffsverkehr durch Hormuz blieb Anfang der Woche gering mit 10 Passagen am Montag und zwei Transiten am Sonntag, wie Daten der Handelsgeheimdienstfirma Kpler zeigen. Etwa 130 Schiffe querten Hormuz täglich vor dem Krieg. Trump sagte, dass die USA keine Gespräche mit dem Iran führen. Juni zur Öffnung von Hormuz unterzeichnet hatten, lief am Montag ohne endgültigen Deal aus.

Geopolitische Konfliktlinien und Schifffahrtsverkehr

Mohammad Bagher Ghalibaf und die Forderungen des Iran zur Straße von Hormuz

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Kontrolle über die Routen durch die Straße von Hormuz, die als wichtige Passage für Öl-, Gas- und Düngerexporte aus den Staaten am Persischen Golf gilt. Teheran verlangt, dass Schiffe ausschließlich eine vom Iran festgelegte Route entlang der eigenen Küste nehmen, und hatte wiederholt erklärt, nur die von Teheran vorgegebene Route sei sicher. Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf sagte am Dienstag der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim, dass Hormuz so lange geschlossen bleiben wird, bis die USA ihre Verpflichtungen aus dem MOU erfüllen. Die USA und der Iran stritten um die Kontrolle von Hormuz, seit das MOU aufgrund widersprüchlicher Interpretationen der Vereinbarung zusammenbrach. Der Iran hat wiederholt Schiffe angegriffen, die die von den USA geschützte südliche Route befahren, in dem Bemühen, den Korridor zu schließen. Teheran verlangt stattdessen, dass Schiffe eine nördliche Route durch seine Hoheitsgewässer nehmen.

Entwicklung der Exportzahlen und verdeckte Transits

Michelle Wiese Bockmann und Chris Wright zu den Ölexporten

Dennoch zeigen maritime Geheimdienstdaten, dass die monatlichen Exporte durch Hormuz unter dem Schutz des US-Militärs zugenommen haben, so Daten der maritimen Geheimdienstfirma Windward. Rohölexporte durch Hormuz stiegen im Juli auf etwa 5 Millionen Barrel pro Tag (bpd), verglichen mit etwa 4 Millionen bpd im Juni und 1,6 Millionen bpd im Mai, erklärte Michelle Wiese Bockmann, maritime Geheimdienstanalystin bei Windward. Etwa 20 Millionen bpd an Rohöl und Produkten oder ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs wurden vor dem Krieg durch die Straße exportiert.

Tanker in Straße von Hormus angegriffen: USA bombardieren Iran erneut
Die Hormuz-Straße ist ein großer Zankapfel zwischen USA und Iran
Photo: kleinezeitung.at

„Transits have scaled up very quickly against a backdrop of extreme risk,“

Michelle Wiese Bockmann

US-Energieminister Chris Wright erklärte letzte Woche, dass die Ölexporte durch Hormuz einen Sieben-Tage-Durchschnitt von fast 9 Millionen bpd erreicht hätten, was höher ist als die meisten Schätzungen unabhängiger Firmen.

„Many private businesses undercount the number of ships leaving the Strait of Hormuz due to ships moving covertly through the waterway,“

Chris Wright

Die Lage im Nahen Osten bleibt damit für internationale Märkte weiter umkämpft, während die Straße von Hormuz der zentrale Streitpunkt im Krieg zwischen den USA und dem Iran bleibt.

Angriff auf Tanker in der Straße von Hormuz
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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