In ihrer neuen Saisonpremiere nahm die US-Sketchshow Saturday Night Live
am 3. Oktober 2026 die bevorstehenden Halbzeitwahlen in den Vereinigten Staaten ins Visier. Das Ensemble parodierte dabei Wahlkampfspots der Republikanischen Partei sowie markante Auftritte prominenter Parteimitglieder und Regierungsvertreter.
Marco Rubio und Mitch McConnell im Visier der Republikanischen Wahlkampfzentrale
Doch statt einer herkömmlichen Botschaft brach er in Verzweiflung aus und gestand freimütig ein, dass er und seine Parteifreunde von Donald Trump hinters Licht geführt worden waren.
Unmittelbar darauf folgte ein Auftritt von Senator Mitch McConnell, dargestellt von Mikey Day. Der nach langer Abwesenheit in den Senat zurückgekehrte Politiker wurde im Rollstuhl auf die Bühne geschoben. Er starrte regungslos ins Leere, ehe er knapp vor einem verfrühten Ausstieg des Sketches einen Friedensgruß in die Kamera warf. Nach einer kurzen und rasch abgebrochenen Vorstellung von Vizepräsident JD Vance (Jeremy Culhane) folgte das nächste Kabinettsmitglied.

Pete Hegseth und die militärische Ausrichtung im Wahlkampfspot
Die wohl schärfste Zuspitzung erlebte der Clip mit dem Auftritt von Verteidigungsminister Pete Hegseth, verkörpert durch Colin Jost. Nach dem Konsum eines alkoholfreien Biers stieg er mit direkten Worten an das Publikum ein und forderte die Zuschauer zu einem betont unkonventionellen Wahlgang auf.
Pete Hegseth sagte laut Tvinsider: „Hört jetzt gut zu, okay? Denn ich brauche euch alle als Patrioten zu Hause, um das schwulste Ding überhaupt zu tun und wählen zu gehen. Denn dank mir hat das Militär endlich seine Prioritäten und seine Sexualität auf der Reihe.
Im Anschluss wechselte die Inszenierung zu einer experimentellen Darbietung, in der Hegseth zu Klängen von Bongos eine skurrile Slam-Poetry-Einlage vortrug.
Donald Trump verspricht im Sketch einen Finanzbonus von 5.000 US-Dollar
Schließlich betrat James Austin Johnson as Präsident Donald Trump die Kulisse, um das Ruder im republikanischen Wahlkampf zu übernehmen. Angesichts schwieriger Umfragewerte präsentierte er den Wählern ein drastisches finanzielles Versprechen zur Sicherung der Mehrheiten.
Trump kündigte an, jedem Bürger eine Summe von 5.000 US-Dollar auszuzahlen, falls die Republikaner die Kongresswahlen gewinnen sollten. Zugleich schränkte er ein, dass es sich dabei um keine Bestechung handele, da er ohnehin keine Absicht hege, dieses Versprechen jemals einzulösen. Er forderte das Publikum auf, schlicht seine Fantasie zu nutzen, da Imagination eine MAGA-Nation forme. Dabei warf er auch einen kritischen Blick auf den texanischen Generalstaatsanwalt und Senatskandidaten Ken Paxton, während die Sketch-Figur ihren Unmut über ihn äußerte.

Vorbereitungen auf jeden Wahlausgang in den Midterms
Zum Abschluss des Fernsehauftritts zeichnete das Team um Trump zwei identische Videobotschaften auf, um für jedes mögliche Szenario nach der Abstimmung gewappnet zu sein. Unabhängig davon, ob die Partei siegen oder verlieren sollte, lautete die vorgefertigte Erklärung vorab einheitlich: We did it. We won!
Überraschender Auftritt von Taylor Swift im Monolog
Die von Dakota Johnson moderierte Ausgabe hielt neben dem satirischen Einstieg noch eine weitere prominente Überraschung bereit. Während ihres Eröffnungsmonologs erwähnte die Schauspielerin, die im Musikvideo zu Swifts Lied „Patient Zero“ mitgewirkt hat, ihre unterstützenden Freunde und bezeichnete einen langjährigen Weggefährten als literal therapeuten. Daraufhin betrat Popstar Taylor Swift überraschend die Bühne des Studios. Im direkten Wortwechsel stellte die Sängerin klar, dass sie keineswegs diese Rolle einnehme, was im Publikum für große Begeisterung sorgte.