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Donald Trump sperrt CNN, MS NOW und Politico vom Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump hat den Zugang zum Weißen Haus für Reporter von CNN, MS NOW und Politico gesperrt. Am Samstag wurden Akkreditierungen an Sicherheitsschleusen eingezogen. Die betroffenen Medienhäuser kündigten scharfe juristische Schritte an und wiesen die Vorwürfe von Falschberichterstattung zurück.

Sicherheitssperren und entzogene Akkreditierungen in Washington

Journalisten dreier grosser US-Nachrichtenorganisationen standen am Samstag vor verschlossenen Türen des Regierungsbezirks in Washington. Betroffen waren die CNN-Reporterin Betsy Klein, die MS-NOW-Reporterin Akayla Gardner sowie Cheyenne Haslett von Politico, wie berichtet wurde. Die Sicherheitskräfte vor Ort deaktivierten die elektronischen Ausweise der Berichterstattenden und zogen die Plastikkarten ein. ABC News beobachtete eine CNN-Reporterin und einen Fotografen, die an der Sicherheitskabine des Weißen Hauses abgewiesen wurden. Der CNN-Fotograf berichtete gegenüber ABC News, dass die Pässe eingezogen wurden, während er und die Reporterin die Kabine verließen, wobei die Reporterin ihre nun leere Ausweishülle zeigte. CNN berichtete später live im Programm, dass einer Reporterin von einem Secret-Service-Agenten mitgeteilt worden war, dass ihr Ausweis deaktiviert worden sei. Präsident Donald Trump ging am Freitag, dem 18. September 2026, auf der Ellipse nahe dem Weißen Haus, um an Bord der Marine One zu gehen. Das James Brady Press Briefing Room ist im Weißen Haus zu sehen (Aufnahme vom 19. September 2026).

Donald Trump sperrt CNN, MS NOW und Politico vom Weißen Haus
Photo: ad-hoc-news.de

Reaktionen der Medienhäuser und Verweis auf die Verfassung

Die betroffenen Redaktionen reagierten umgehend auf den Entzug der Akkreditierungen und stellten sich hinter ihre Teams. In einer offiziellen Stellungnahme betonte der Nachrichtensender CNN, dass ein grundlegendes verfassungsmässiges Recht auf Berichterstattung ohne staatliche Einmischung bestehe. Das Verbot stelle einen illegalen Angriff auf fundamentale Prinzipien dar, so die Ausführungen des Senders. In einer Erklärung am Samstag teilte MS NOW mit, dass einige seiner Journalisten vom Gelände des Weißen Hauses ferngehalten wurden. MS NOW beabsichtige, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Rechte aus dem ersten Zusatzartikel sowie die wesentliche Rolle des unabhängigen Journalismus in unserer Demokratie zu verteidigen, erklärte das Netzwerk, und betonte, dass man fest hinter seinen Mitarbeitern stehe. CNN und MS NOW kündigten an, gegen den Ausschluss vorzugehen. CNN, MS NOW, Politico und der National Press Club hatten sich zunächst nicht zur Ankündigung des Präsidenten geäussert.

Donald Trump sperrt CNN, MS NOW und Politico vom Weißen Haus
Photo: houstonchronicle.com

Auch Politico-Chefredakteur Jonathan Greenberger kündigte juristischen Widerstand an. Er erklärte, dass die Redaktion die betroffene Reporterin voll unterstütze und die Rechte aus dem ersten Verfassungszusatz mit allen Mitteln verteidigen werde, wie im Rahmen der Berichterstattung verlautbarte.

Kritik der Journalistenvereinigung und historische Parallelen

Die Präsidentin der Vereinigung der Korrespondenten im Weissen Haus, Jacqui Heinrich, kritisierte den Entzug der Zugangsrechte scharf und forderte die sofortige Rücknahme der Massnahme. Sie verwies darauf, dass ein solcher Ausschluss einen Präzedenzfall schaffe, der künftig auf jede beliebige Redaktion angewendet werden könne, wie die Quelle dokumentiert.

Donald Trump sperrt CNN, MS NOW und Politico vom Weißen Haus
Photo: zeit.de

Der Konflikt fügt sich in eine Reihe von Massnahmen ein, die gegen kritische Medien gerichtet sind. Es ist nicht der erste Angriff des US-Präsidenten auf die Pressefreiheit des Landes. Trump hatte im Februar 2025 bereits Journalisten der Nachrichtenagentur AP den Zutritt zum Oval Office, zur Air Force One und zu anderen Veranstaltungen verwehrt. Dies war eine Reaktion auf die Entscheidung von AP, Trumps Umbenennung des Golfs von Mexiko in Golf von Amerika nicht zu übernehmen. Die Nachrichtenagentur reichte Klage ein, das Verfahren ist noch anhängig. Trump hatte in der Vergangenheit zudem wiederholt Sender aufgefordert, Nachrichten- oder Satireformate abzusetzen, in denen er und seine Regierung kritisiert wurden, und rief die Kommunikationsbehörde FCC dazu auf, Sendern wegen kritischer Berichte die Lizenzen zu entziehen. Auch das Verteidigungsministerium hatte die Berichterstattung zuletzt erschwert, indem im vergangenen Herbst neue Richtlinien erlassen wurden, nach denen Journalisten unter anderem keine Informationen mehr veröffentlichen dürfen. Nach Angaben aus dem Umfeld des Weißen Hauses wurde die Gruppe der Personen, die als Journalisten Zugang erhalten, in Trumps zweiter Amtszeit zudem um rechte Influencer erweitert, während handverlesene Fragen zugelassen werden und Journalisten regelmäßig öffentlich beschimpft werden, wenn ihm ihre Fragen nicht gefallen, während wohlwollende Berichte ausdrücklich gelobt werden.

CNN, MS NOW and Politico denied access to White House after Trump ban
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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