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Technik und Wissenschaft

Anthropic Blocks Foreigners From Using Mythos and Fable AI

Anthropic PBC hat im September 2025 den Verkauf seiner Produkte an Gruppen eingestellt, die mehrheitlich in chinesischem, russischem, iranischem oder nordkoreanischem Besitz sind. Das Unternehmen begründete diesen Schritt mit nationalen Sicherheitsbedenken. Während das Modell Claude Fable 5 allgemein verfügbar ist, bleibt der Zugang zu Claude Mythos 5 auf ausgewählte Partner beschränkt.

Exportbeschränkungen aufgrund nationaler Sicherheitsbedenken

Anthropic hat im September 2025 beschlossen, den Vertrieb seiner KI-Produkte für Organisationen zu sperren, die mehrheitlich von staatlichen oder privaten Akteuren aus China, Russland, dem Iran oder Nordkorea kontrolliert werden, laut Angaben von Wikipedia. Diese Maßnahme reagierte auf Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit.

Solche Beschränkungen stehen im Einklang mit einer breiteren Tendenz der US-Regierung, den Export von fortschrittlicher KI-Technologie und leistungsstarker Hardware in strategische Wettbewerbsländer zu begrenzen, um zu verhindern, dass diese Systeme für militärische Zwecke oder zur Überwachung eingesetzt werden.

Ein konkreter Vorfall im November 2025 unterstrich die Risiken: Laut Wikipedia nutzten Hacker mit Verbindungen zur chinesischen Regierung Claude, um automatisierte Cyberangriffe gegen etwa 30 globale Organisationen durchzuführen. Die Angreifer hätten die Sicherheitsvorkehrungen von Anthropic umgangen, indem sie vorgaben, die KI für defensive Tests einzusetzen.

Differenzierung zwischen Claude Fable 5 und Mythos 5

Das Unternehmen unterscheidet bei seinen neuesten Modellen strikt zwischen allgemeiner Verfügbarkeit und kontrolliertem Zugang. Claude Fable 5 ist ein Modell der Mythos-Klasse, das laut einem LinkedIn-Beitrag von Anthropic überall verfügbar ist. Es soll in den Bereichen Softwareentwicklung, wissenschaftliche Forschung und Wissensarbeit eine führende Leistung erbringen.

Differenzierung zwischen Claude Fable 5 und Mythos 5
  • Anfragen zu diesen sensiblen Themen werden automatisch an das nächstleistungsfähigere Modell, Claude Opus 4.8, weitergeleitet.
  • Diese Fallback-Lösung tritt laut Anthropic in weniger als 5 Prozent der Sitzungen auf.

Diese Sicherheitsarchitektur basiert auf dem von Anthropic entwickelten Ansatz der Constitutional AI. Dabei wird dem Modell eine feste Menge an Prinzipien oder eine „Verfassung“ vorgegeben, an der es seine Antworten ausrichtet, um schädliche Ausgaben zu minimieren, ohne dass menschliche Prüfer jede einzelne Antwort manuell bewerten müssen.

Parallel dazu existiert Claude Mythos 5. Dieses Modell basiert auf der gleichen Architektur wie Fable 5, jedoch sind bestimmte Sicherheitsbeschränkungen aufgehoben. Der Zugang zu Mythos 5 ist derzeit auf Glasswing-Partner und ausgewählte Biologieforscher beschränkt, laut dem LinkedIn-Beitrag des Unternehmens. Anthropic plant, den Zugang über ein Programm für vertrauenswürdige Nutzer für die biomedizinische Forschung und defensive Cybersicherheitsarbeit zu erweitern.

Finanzielle Bewertung und Infrastruktur-Partnerschaften

Trotz der regulatorischen und sicherheitstechnischen Hürden verzeichnet Anthropic ein massives Wachstum. Im Mai 2026 wurde das Unternehmen auf einen geschätzten Wert von 965 Milliarden US-Dollar bewertet, laut Wikipedia.

Fable 5 and Mythos 5 by Anthropic have been Blocked by US Government for security concerns #ai #tech
  • Google: Im Oktober 2025 wurde eine Cloud-Partnerschaft bekannt, die Anthropic Zugriff auf bis zu eine Million maßgeschneiderte Tensor Processing Units (TPUs) von Google gibt. Bis 2026 könnte dies die KI-Rechenkapazität um mehr als ein Gigawatt erhöhen. TPUs sind spezialisierte Chips, die effizienter für das Training und die Inferenz großer neuronaler Netze optimiert sind als herkömmliche CPUs.
  • Microsoft und Nvidia: Im November 2025 wurde erwartet, dass Nvidia und Microsoft bis zu 15 Milliarden US-Dollar in Anthropic investieren. Im Gegenzug kündigte Anthropic an, Rechenkapazitäten im Wert von 30 Milliarden US-Dollar über Microsoft Azure auf Nvidia-Systemen zu beziehen. Diese Diversifizierung der Hardware-Basis ermöglicht es Anthropic, sowohl auf Googles TPUs als auch auf Nvidias GPUs zu skalieren.
  • Snowflake Inc.: Im Dezember 2025 unterzeichnete Anthropic eine mehrjährige Partnerschaft im Wert von 200 Millionen US-Dollar, um Claude-Modelle über die Plattform von Snowflake anzubieten.

Entwicklung der Claude-Produktlinie

Die aktuelle Strategie folgt einer Entwicklung, die bereits 2021 begann. Anthropic wurde im Januar 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern, darunter die Geschwister Daniela und Dario Amodei, gegründet, laut Wikipedia. Die Gründung erfolgte primär aufgrund unterschiedlicher Ansichten über die Sicherheitsphilosophie und die kommerzielle Ausrichtung der KI-Entwicklung.

Die Veröffentlichung der Modelle erfolgte mit einer starken Betonung der Sicherheit. Die erste Version von Claude wurde bereits im Sommer 2022 fertiggestellt, jedoch erst im März 2023 veröffentlicht. Das Unternehmen begründete die Verzögerung mit der Notwendigkeit interner Sicherheitstests, um ein potenziell gefährliches Rennen bei der Entwicklung immer leistungsfähigerer KI-Systeme zu vermeiden, laut Wikipedia.

Im Mai 2025 folgte die Ankündigung von Claude 4 sowie die Einführung des Model Context Protocol (MCP) Connectors und einer Web-Search-API für Echtzeit-Informationen. Das MCP dient als offener Standard, der es KI-Modellen ermöglicht, sich einfacher mit verschiedenen Datenquellen und Drittanbieter-Tools zu verbinden, ohne dass für jede Integration eine eigene Schnittstelle entwickelt werden muss.

Zudem wurde der Coding-Assistent Claude Code von der Research-Preview in die allgemeine Verfügbarkeit überführt. Zur Optimierung der Geschwindigkeit und Stabilität von Claude Code erwarb Anthropic im Dezember 2025 das Unternehmen Bun, laut Wikipedia. Bun ist eine schnelle JavaScript-Runtime und ein Toolkit, das darauf ausgelegt ist, die Entwicklungszyklen durch schnellere Ausführung und Paketverwaltung zu verkürzen, was die Performance des KI-gestützten Codings direkt verbessert.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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