Die identischen Zwillinge Abigail und Emily Roper gewannen am Montag, den 27. Juli 2026, bei den Commonwealth Games in Glasgow beide jeweils eine Bronzemedaille im Turnen. Abigail sicherte sich Platz drei im Sprung, während Emily später am Nachmittag die Bronze am St unbalanceden Barre (Stützwaage) holte.
Innerhalb weniger Stunden schrieben die Schwestern eine neue Seite der walisischen Turngeschichte. Während Abigail Roper im Wettbewerb im Sprung den dritten Platz belegte, folgte Emily Roper am Nachmittag mit einer weiteren Bronzemedaille am St unbalanceden Barre.
Emotionale Achterbahn zwischen Sprung und Barren
Der Weg zu den Medaillen verlief für die Zwillinge unterschiedlich.
Ich kann nicht einmal in Worte fassen, wie verrückt das ist. Ich bin in dieses Finale ohne Erwartungen gegangen, es war mein erstes Finale bei einem großen Turnier und ich war einfach froh, dabei zu sein. Mit einer Bronzemedaille davonzukommen, ist einfach wahnsinnig. Abigail Roper, via BBC
Emily Roper musste die Enttäuschung über den vierten Platz im Sprung schnell hinter sich lassen, um sich auf das nächste Gerät zu konzentrieren. Ihr Erfolg am Barren folgte kurz darauf.
Die Rückkehr vom Sprung war enttäuschend, aber ich war super stolz auf Ab. Es ging darum, am Barren mein eigenes Ding zu machen, und dieses Ergebnis war einfach fantastisch. Ich musste nur meine Emotionen wieder ordnen und wissen, was ich konnte. Vom Sprung direkt zum Barren – das war nicht viel Zeit. Also hat es offensichtlich sehr geholfen, belastbar zu sein, und ich bin froh, dass es sich ausgezahlt hat. Emily Roper, via BBC
Die Goldmedaillen-Verteilung in Glasgow
Während die Roper-Zwillinge für Wales glänzten, dominierten andere Nationen die Spitzenplätze der Apparate-Finals.
Im Männerturnen gab es ebenfalls bedeutende Erfolge. Jordan Carroll aus Kanada triumphierte am Pauschenpferd, wobei er den schottischen Favoriten Reuben Ward knapp schlug.
Schottlands historischer Medaillenschub
Vor diesem Wettbewerb hatte Schottland in der Geschichte der Commonwealth Games nur eine einzige Medaille im Turnen gewonnen – Gold durch Reuben Ward im Einzelmehrkampf. Nun hat die Nation insgesamt drei Medaillen.
Bilanz und Ausblick für Wales
Die Erfolge der Roper-Zwillinge steigern die Gesamtbilanz von Wales in Glasgow deutlich. Das Team hat bisher sechs Medaillen gesammelt, wovon fünf Bronze und eine Silbermedaille sind.
Während die Roper-Schwestern ihre Erfolge in Glasgow feiern, setzt sich die internationale Saison für andere Athleten fort. So wird Abigail Martin beispielsweise ab dem 13. August bei den Europameisterschaften in Zagreb für Großbritannien antreten.
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