September 2026 zum ersten Mal die US Open gewonnen und sich im Finale gegen Ben Shelton durchgesetzt. Nur drei Monate nach seinem Triumph bei den French Open sicherte sich der 29-jährige Deutsche seinen zweiten Grand-Slam-Titel und kassierte ein Preisgeld von 5,5 Millionen Dollar.
Alexander Zverev triumphiert im Endspiel gegen Ben Shelton
Die Tennisszene in New York erlebte an diesem Tag einen Triumph der besonderen Art. Alexander Zverev bezwang den amerikanischen Spieler Ben Shelton im Endspiel von Flushing Meadows in vier Sätzen mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7 und 6:2 und krönte sich damit zum Champion. Für den 29-Jährigen ist es bereits der zweite Major-Titel innerhalb von nur drei Monaten. Vor exakt sechs Jahren, auf den Tag genau, stand Alexander Zverev an einem Wendepunkt. Er hätte daran zerbrechen oder stärker zurückkommen können, sagte der deutsche Tennisspieler später. Zverev war damals 23 Jahre alt, hatte in Flushing Meadows gerade seinen ersten Major-Final erreicht. Die Tribünen im Arthur-Ashe-Stadion waren wegen der Covid-Pandemie leer; die Eltern, sonst immer an seiner Seite, fehlten. Die Nervosität lähmte Zverev. Gegen Dominic Thiem verspielte er eine 2:0-Satzführung, lag im fünften Satz mit Break vorne – und verlor doch im Tie-Break. Zverev musste sich zuerst selbst befreien. Nun kehrte Zverev zurück an den Ort des «heartbreak», wie er es nannte. Und spielte mit einer solchen Ruhe und Konzentration, dass er gar nicht merkte, dass er schon Champion war. Erst als er das Publikum jubeln sah und seine Box ihn vor Freude anschrie, schaute der 29-Jährige irritiert.

Schiedsrichterin Marijana Veljovic verkündet das Spielende
Das Endspiel im Arthur-Ashe-Stadion endete mit einer skurrilen Szene. Als sein Kontrahent Ben Shelton den entscheidenden Ball ins Aus schlägt, hat es Zverev gar nicht auf dem Schirm, dass das Spiel vorbei ist und er gewonnen hat. Der 29-Jährige wollte zunächst weiterspanken, schaute verwundert auf die Anzeigetafel und riss erst dann jubelnd die Arme hoch. «Ich dachte, dass es 5:1 statt 6:2 steht», sagte der zweimalige Grand-Slam-Champion nach dem 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2 im Final über den Amerikaner Shelton. «Ich denke, ich habe einfach das Ergebnis vergessen.» Zverev berichtete zudem: «In dem Moment war ich total fokussiert. Ich habe überhaupt nichts gehört. Ich war in so einer Art Tunnel, wo ich einfach nichts mehr wahrgenommen habe» Schiedsrichterin Marijana Veljovic hatte schon lange auf Englisch «Spiel, Satz und Sieg» verkündet, als Zverev seinen Sieg realisierte.

Boris Becker als historischer Vergleich in den Medien
Mit dem Erfolg in New York schreibt Zverev Tennisgeschichte fort. Als zweiter deutscher Tennisprofi nach Boris Becker (1989) gewinnt Zverev den Titel in New York. «Selbstbewusster Opportunist», «Tennis-Bösewicht», «entfesselter Zverev»: Was die Zeitungen auf der ganzen Welt über den deutschen Tennisstar schreiben, der die US Open gewann, zeigt die enorme internationale Resonanz.

Die internationale Presse reagierte vielfältig auf den Triumph:
| Medienhaus | Zitat / Einordnung zur US-Open-Finalentscheidung |
|---|---|
| ESPN | «Alexander Zverevs bestes Jahr im Tennis geht weiter – und ebenso die lange Grand-Slam-Durststrecke der US-amerikanischen Männer.» |
| New York Times | «Als Zverev eine Zwei-Satz-Führung hatte, fühlte es sich an, als könnte er es sich in seiner Komfortzone gemütlich machen. Tatsächlich aber war er den ganzen Nachmittag über in seiner Komfortzone.» |
| USA Today | «Zverev, der für den Sieg 5,5 Millionen Dollar kassierte, war so fokussiert, dass er gar nicht bemerkte, dass er das Match gewonnen hatte, bis das Publikum mit tosendem Applaus einsetzte.» |
| Daily Mail | «Alexander Zverev gewinnt die US Open: Ben Sheltons amerikanischer Traum endet auf brutale Weise, doch der neue Champion realisiert erst langsam, dass er gewonnen hat! (…) Er wurde dafür kritisiert, seine beiden Grand-Slam-Titel mit glücklichen Auslosungen gewonnen zu haben, doch er kann sich seine Gegner nicht aussuchen, sondern sie nur schlagen. Und da Jannik Sinner und Alcaraz in den späteren Runden in Paris und New York fehlten, hat Zverev seine Chance genutzt.» |
| Guardian | «Zverev wurde für seine Konstanz und seine Fähigkeit belohnt, sich bei den Grand Slams immer wieder in aussichtsreiche Positionen zu bringen.» |
| Tuttosport (Italien) | «Sascha gewinnt auf Hartplatz in Flushing Meadows und revanchiert sich für die Niederlage, die er im Finale 2020 gegen Thiem erlitten hatte.» |
| Gazzetta dello Sport (Italien) | «Zverev bringt New York zum Schweigen und besiegt Shelton in vier Sätzen» |
| Marca (Spanien) | «Zverev bringt New York zum Schweigen und sichert sich einen Platz in der Tennisgeschichte.» |
| As (Spanien) | «Der Zverev-Moment.» |
| Krone (Österreich) | «Alexander Zverev krönt sich zum König von New York.» |
| Blick (Schweiz) | «Historischer US-Open-Triumph. Entfesselter Zverev machts wie einst Becker. 2026 ist sein großes Jahr. Alexander Zverev siegt nach Roland Garros auch in New York – und sorgt damit für eine Fortsetzung des amerikanischen Grand-Slam-Fluches.» |
| De Telegraaf (Niederlande) | «Alexander Zverev gewinnt zum ersten Mal die US Open (und 5,5 Millionen Dollar), merkt es aber nicht.» |
Zverev selbst hat mit diesem Erfolg im Jahr 2026 seinen zweiten Major-Titel errungen und wandelt unverhofft und spät doch noch auf Boris Beckers Spuren.
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