Julian Zehnder aus Turbenthal hat das Zürcher Knabenschiessen 2026 auf dem Albisgüetli gewonnen. Der 15-jährige Schüler erzielte als einziger Teilnehmer die Höchstpunktzahl von 35 Punkten und setzte sich damit am Montag gegen mehr als 3400 Konkurrenten durch.
Das traditionelle Zürcher Schützenfest hat seinen neuen Schützenkönig gefunden. Julian Zehnder aus Turbenthal sicherte sich den Titel beim Knabenschiessen 2026 auf der Schiessanlage Albisgüetli als einziger Teilnehmer mit dem Maximum von 35 Punkten. Insgesamt nahmen in diesem Jahr 3429 Jugendliche an dem Traditionsvolksfest teil, wie aus den Berichten hervorgeht.
Zwei Tage langes Warten auf die Entscheidung
Bereits am Samstag nachmittag hatte Zehnder seine Serie geschossen und die volle Punktzahl erreicht. Bis zum offiziellen Ende des Schiessbetriebs am Montagmorgen um 10 Uhr musste sich der 15-Jährige jedoch in Geduld üben und erlebte eine nervenaufreibende Wartezeit. Dieses Wochenende hat sich viel länger angefühlt als ein normales Weekend
, sagte der Schüler, der bei der Schützengesellschaft Zell im Wiesental auf 50 Meter trainiert, gegenüber dem Portal 20 Minuten.
Da er als einziger Schütze die vollen 35 Punkte auf der Scheibe platzieren konnte, stand sein Sieg fest, noch bevor am Montagmorgen der traditionelle Ausstich um die weiteren Ränge begann. Zehnder ist keineswegs ein unbeschriebenes Blatt: Er geht seit vier Jahren in einen Schützenverein und hatte sich in den Vorjahren mit 28 und 30 Punkten kontinuierlich gesteigert, wie die Neue Zürcher Zeitung aus den Statistiken des Teilnehmers herausarbeitet.
Preisgeld, Gaming-PC und Fahrstunden für den Sieger
Als neuer Schützenkönig nimmt der Jugendliche neben der Ehre auch substanzielle Preise mit nach Hause. Der Hauptpreis besteht aus einem Preisgeld von 5000 Franken, das auf einem Konto der Zürcher Kantonalbank gutgeschrieben wird. Dazu kommen der Kettelitaler der Zunft zum Weggen und eine Zinnkanne des Corps Consulaire de Zurich. Seine Pläne für das Preisgeld stehen bereits fest: Mit dem Preisgeld will ich mir jetzt einen Gaming-PC kaufen – und den Rest spare ich, wohl für die Autoprüfung
, erklärte Zehnder.

Zusätzlich enthält der Titelgewinn eine Einladung zum historischen Morgartenschiessen im November samt Übernachtung im Ägerital sowie die Aussicht auf einen Sonderflug mit einem Super Puma der Schweizer Armee zu einem Waffenplatz.
Spannender Ausstich und starke Konkurrenz im Albisgüetli
Während der Sieger bereits feststand, ging es im Ausstich am Montagmorgen um die weiteren Podestplätze. Melina Schiele aus Dinhard sicherte sich mit insgesamt 33 Punkten den zweiten Platz und wurde damit gleichzeitig die beste Schützin des Wettbewerbs. Sie schoss am Sonntag 34 und am Montag 33 Punkte. Den dritten Platz belegten gemeinsam Finn Briner aus Urdorf, Sabrina Kalina aus Ottenbach und Yanis Michel Destraz aus Winkel mit jeweils 31 Punkten.

Knapp an einer Top-Platzierung vorbei schrammte Leif Berke aus Zürich, der kurz vor Toreschluss mit starken Serien auf sich aufmerksam machte, aber durch die wachsende Aufmerksamkeit im Schiessstand aus dem Rhythmus kam. Aber so darf ich mir am Nachmittag dann einen Preis vom Gabentisch aussuchen
, resümierte er pragmatisch.
Attraktionen auf dem Festgelände
Neben dem sportlichen Wettkampf läuft auch das traditionelle Volksfest auf Hochtouren. Die Chilbi auf dem Areal am Albisgüetli empfängt noch bis zum späten Montagabend Besucher mit mehr als 300 Fahrgeschäften, Spielwagen und Verpflegungsständen.
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