Der FC Barcelona hat Real Madrid in einem spektakulären Clásico mit 7:0 deklassiert. Nach sechs Siegen in sechs Spielen baut Titelverteidiger Barça seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf fünf Punkte aus. Claudia Pina erzielte vier Tore, während die Schweizer Nationalspielerin Sydney Schertenleib in der Schlussphase den Endstand markierte.
Bereits vor der Halbzeitpause hatte Madrid fünf Gegentreffer hinnehmen müssen, womit die Partie beim Stand von 5:0 praktisch entschieden war. Das deutsche Real-Trio mit Elisa Senß, Merle Frohms und Sara Däbritz kam bei der heftigen Abreibung völlig unter die Räder. Während Nationalspielerin Senß und die frühere DFB-Torhüterin Frohms vor 40.533 Fans in der Real-Startelf standen, wurde Däbritz in der 65. Spielminute eingewechselt. Real-Torhüterin Merle Frohms musste gleich siebenmal hinter sich greifen.
Pinas Viererpack sichert den frühen Vorsprung von Barcelona
Überragende Akteurin des Abends für den Titelverteidiger und Champions-League-Sieger war Claudia Pina. Die Spanierin traf in der 4., 28., 32. und 45. Minute viermal, erzielte schon in der 32. Nach sechs Siegen in sechs Spielen liegt Barca in der Tabelle nun fünf Punkte vor Real.
Die sportliche Antwort auf dem Rasen fiel jedoch unmissverständlich aus.
Schertenleibs Traumtor nach umstrittener VAR-Szene
Auch Nati-Star Sydney Schertenleib sorgte für Spektakel. Die Zürcherin stand auch im achten Pflichtspiel der Saison in der Startelf und lief diesmal im Mittelfeld auf. Sie setzte mit einem sensationellen Schlenzer aus 25 Metern (beziehungsweise aus rund 20 m in den Winkel) in der 88. Minute den Schlusspunkt zum 7:0 und zelebrierte das Traumtor an der Eckfahne mit dem für ihren Klubkollegen Lamine Yamal typischen Jubel.
Nach einer Viertelstunde wurde Schertenleib von Andreia Jacinto im Strafraum am Trikot gerissen. Trotz VAR-Intervention gab die Schiedsrichterin – zum Erstaunen vieler – keinen Penalty, weil sie wohl der Meinung war, dass sich die Schweizerin zu leicht fallen lässt.
Die beiden weiteren Treffer für den Klub-Kantersieg gingen auf die Konten von Caroline Graham Hansen und Ewa Pajor aus Polen, die in der 33. beziehungsweise 55. Minute trafen.

Nationalmannschaft und der weitere Verlauf für Schertenleib
Für Schertenleib geht der Spielbetrieb direkt weiter, denn am Montag rückt sie in die Schweizer Nationalmannschaft ein.