Nach einer bitteren Auswärtsniederlage gegen die Minnesota Vikings kämpft Green-Bay-Trainer Matt LaFleur mit einer anhaltenden Ergebniskrise. Während die Packers eine Serie von sechs sieglosen Spielen verarbeiten müssen, verteidigt LaFleur seine aggressive Ausrichtung, die im Saisonauftakt zu verhängnisvollen vergebenen Punkten führte.
Die bittere Niederlage in Minnesota und das Risiko der Offensivtaktik
Die Green Bay Packers rutschten nach einer Serie von späten Einbrüchen in Minnesota am Sonntag in eine schmerzhafte Startniederlage. Im Zentrum der Kritik steht dabei eine folgenschwere Entscheidung von Cheftrainer Matt LaFleur im vierten Viertel. Statt ein sicheres Field Goal anzunehmen, das den Vorsprung auf acht Punkte ausgebaut hätte, entschied sich der Trainer für die Ausführung einer Offside-Strafe. Der darauffolgende Quarterback-Sneak von Jordan Love blieb erfolglos, wodurch wichtige Punkte verschenkt wurden. Im Anschluss drehten die Vikings das Spiel komplett und sicherten sich einen 39:22-Sieg.
LaFleur verteidigte seine risikoreiche Herangehensweise nach dem Spiel und machte deutlich, dass er trotz des unglücklichen Ausgangs an seiner Marschrichtung festhalten wird. Ich denke, das ist einfach so, dass wir aggressiv sein werden, erklärte der Cheftrainer auf der Pressekonferenz. Es wäre ein Spiel mit acht Punkten Abstand gewesen. Wenn es ein Zwei-Possessions-Spiel gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich anders gedacht. Aber ich dachte, wir hatten eine Chance. Wir haben uns in der Red Zone nicht gut geschlagen. Manchmal lebt und stirbt man damit, aber wir werden aggressiv sein und in dieser Situation versuchen, voll auf Angriff zu setzen.
Eine besorgniserregende Serie von verspielten Führungen
Das aktuelle Resultat reiht sich nahtlos in eine Negativserie ein, die bis in die Vorsaison zurückreicht. Die Mannschaft hat wettbewerbsübergreifend sechs Partien in Folge verloren und dabei in vier dieser Begegnungen zeitweise mit zwei Scores geführt, darunter die zwischenzeitliche 22:10-Führung am Sonntag, bevor das Spiel völlig aus der Hand gegeben wurde. Die Gründe für die Pleiten waren vielschichtig, doch die Verantwortung für die mangelnde Konstanz beim Schließen von Spielen fällt laut LaFleur direkt auf den Trainerstab zurück.
Ich glaube, das wird für euch alle so lange ein Gesprächsthema sein, bis wir es umsetzen. Das ist das Endergebnis. Matt LaFleur, Cheftrainer der Green Bay Packers
Du schaust auf dieses vierte Viertel, sie bekamen das Momentum und fingen an zu rollen, und da sind wir sozusagen auseinandergebrochen, analysierte ein frustrierter LaFleur. Ich denke, dass es in dieser Auswärtsumgebung offensichtlich ist, dass der Lärm… die Kommunikation bei 100 Prozent sein muss. Und ich glaube nicht, dass wir das getan haben, fügte der Cheftrainer hinzu.
Der interne Druck und das Duell mit den Arizona Cardinals
Abseits des sportlichen Drucks sorgt auch das familiäre Duell abseits des Platzes für Schlagzeilen. Matt LaFleur geht in seine achte Saison mit den Packers, während sein Bruder Mike als neuer Trainer bei den Arizona Cardinals arbeitet. Trotz des siebenjährigen Altersunterschieds im Traineramt schenken sich die Brüder im Vorfeld gemeinsamer Trainingseinheiten nichts. Er kritisiert schnell alles, was ich auf den Zeitplan setze, scherzte Matt LaFleur über seinen Bruder, er sagt dann: ‚Warum machen wir das? Warum machen wir jenes? Wir machen das nie.‘ Und ich sage: ‚Alles klar, Mike. Du hast auf alles eine Antwort.‘ Aber nein, es war gesund. Es war gut, ergänzte er gegenüber dem Milwaukee Journal Sentinel.
Für die Packers gilt es nun, den Fokus umgehend auf die kommenden Wochen zu richten, um die anhaltende Ergebniskrise zu beenden. Das nächste Ziel für das Team ist es, im anstehenden Duell mit den New York Jets den ersehnten Befreiungsschlag zu landen.
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