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Isabel Getty heiratet Faris McKinnon im Londoner Stadtteil Mayfair

Milliardenerbin Isabel Getty hat in London ihren langjährigen Partner Faris McKinnon geheiratet. Die stille Eheschliessung im kleinen Kreis fand im Stadtteil Mayfair statt und führt eine der bekanntesten und von Schicksalsschlägen geprägten Dynastien der Welt in ein ruhigeres Kapitel.

Isabel Getty und Faris McKinnon heiraten in London

Die Hochzeit der 32-jährigen Isabel Getty und des 41-jährigen britischen Finanziers Faris McKinnon im Londoner Stadtteil Mayfair setzt einen Kontrast zu den düsteren Schlagzeilen, die die Familiengeschichte über Jahrzehnte begleiteten. Die Trauung fand am Donnerstag vor einer kleinen Gruppe von Verwandten und engen Freunden im Chelsea Old Town Hall statt, wie Medienberichte unter Berufung auf soziale Netzwerke schildern. Eine nahestehende Quelle beschrieb den Tag gegenüber der «Daily Mail» als «a beautiful day celebrating a wonderful couple. Everyone is so happy for them.» Mit dabei war auch der gemeinsame Sohn des Paares, Viggo, den Faris beim Verlassen des Rathauses trug.

Gäste und Verwandte versammelten sich auf den Stufen unter einem grossen Blumenbogen und warfen weisse Konfetti sowie rote Blüten, während Isabel einen Blumenstrauss aus rosa, pfirsichfarbenen und lilafarbenen Blumen trug. Die Frischvermählten verließen den Ort in einem historischen schwarzen Rolls-Royce-Cabriolet, während die Gäste in einem privat gemieteten roten Routemaster-Bus zur Feier gefahren wurden.

Die Feierlichkeiten führten die Gesellschaft in den exklusiven Privatclub Harry’s Bar in Mayfair, wo lange Tische mit rosa Blumen geschmückt waren und Gäste Sofortbildkameras erhielten, um Schnappschüsse des Tages festzuhalten. Für ihren Auftritt wählte die Braut keinen traditionellen langen Schleier, sondern einen weissen Minirock mit Fransen an einer figurbetonten passenden Jacke, einen weissen Pillbox-Hut und leuchtend blaue Manolo-Blahnik-Schuhe beziehungsweise spitze kobaltblaue Stilettos. Der Bräutigam erschien im blauen Doppelreiher mit einer gemusterten Krawatte.

Die Hintergründe der Milliardendynastien Gettys und Millers

Isabel Getty entstammt gleich zwei prominenten Familien mit gewaltigem wirtschaftlichem Hintergrund. Sie ist die Tochter des Unternehmensleiters Christopher Getty und der Filmproduzentin Pia Getty. Mütterlicherseits ist ihr Grossvater Robert Miller, ein Wirtschaftsführer, der das zollfreie Handelsimperium DFS Group mitgründete. Zudem gehörte Pia Getty in den 1980er-Jahren in der New Yorker Gesellschaft zu den bekannten Miller-Schwestern. Ihre Tanten mütterlicherseits machten ebenfalls prominente Verbindungen: Marie-Chantal Miller ist mit Kronprinz Pavlos von Griechenland verheiratet, und Alexandra Miller war zuvor mit Prinz Alexander von Furstenberg verheiratet.

Väterlicherseits führt die Abstammung direkt zu J. Paul Getty, dem Gründer von Getty Oil. Der Öl-Tycoon galt zeitweise als der reichste Mann der Welt mit einem geschätzten Vermögen von Milliarden. Isabels Vater ist ein Enkel dieses Öl-Tycoons. Die weltbekannte Bildagentur Getty Images wurde zudem von Mark Getty, einem Cousin von Isabels Vater, im Jahr 1995 in London mitgegründet.

Tragödien und der Mythos des Getty-Fluchs

Trotz des enormen Reichtums steht der Name Getty seit Jahrzehnten im Schatten schwerer persönlicher Schicksalsschläge und Todesfälle, die in der Öffentlichkeit oft als Mythos einer verfluchten Familie rezipiert wurden. Zu den bekanntesten Ereignissen zählt die Entführung von John Paul Getty III im Jahr 1973 in Rom. Der damals 16-Jährige wurde fünf Monate lang festgehalten, während die Entführer ein Multi-Millionen-Lösegeld forderten. Da der Grossvater zunächst nicht zahlen wollte, schnitten die Täter dem Jugendlichen ein Ohr ab und schickten es an eine italienische Zeitung, ehe nach einer reduzierten Zahlung seine Freigabe erfolgte. Der Enkel kämpfte danach mit Drogenproblemen, erlitt im Alter von 25 Jahren einen schweren Schlaganfall, der ihn schwer behinderte, und starb im Jahr 2011 im Alter von 54 Jahren.

Die Serie von Tragödien umfasste weitere Familienmitglieder. Der jüngste Sohn des Patriarchen, Timothy, starb im Alter von 12 Jahren an einem Gehirntumor, während der älteste Sohn George im Jahr 1973 nach einer Tablettenüberdosierung starb. Talitha Getty – die als Schauspielerin und Model in den 1960er-Jahren als Stilikone galt und mit J. Paul Getty Jr. verheiratet war – starb 1971 im Alter von 30 Jahren in Rom an einer mutmasslichen Heroinüberdosierung.

Kulturelle Rezeption und ein neues Kapitel

Die bewegte Geschichte des Clans erreichte auch die Leinwände und Fernsehbildschirme. Regisseur Ridley Scott verfilmte die Entführung im Jahr 2017 unter dem Titel All the Money In The World mit Christopher Plummer in der Rolle des Patriarchen. Im Jahr 2018 widmete sich die Fernsehserie Trust demselben historischen Abfall und dessen Nachspiel, in der unter anderem Hilary Swank und Harris Dickinson mitwirkten.

Isabel Getty heiratet Faris McKinnon im Londoner Stadtteil Mayfair
Photo: 20min

Isabel Getty, die im vergangenen Jahr Sohn Viggo zur Welt brachte, arbeitete als Model, Sängerin und Songwriterin und ist als Galeristenbesitzerin in der Londoner Kunstszene tätig. Mit ihrer Hochzeit im kleinen Kreis und ihrem gemeinsamen Familienleben schlägt sie nun ein glückliches, unbeschwertes Kapitel auf, das im deutlichen Kontrast zur schmerzvollen Vergangenheit und den dunklen Geschichten der Dynastie steht.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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