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Sport

Felix Gall gewinnt Platz drei bei Vuelta a España

Felix Gall hat die Vuelta a España als Gesamtdritter beendet und damit sein zweites Grand-Tour-Podium einer starken Saison gesichert. Etappe über 112 km mit Start und Ziel in Granada am Sonntag fuhr der Österreicher mit 2:44 Minuten Rückstand auf den siegreichen Spanier Enric Mas über die Ziellinie.

Der Osttiroler Radprofi hat seine Position in der internationalen Weltelite der Rundfahrer mit einem zweiten Grand-Tour-Podium innerhalb weniger Monate eindrucksvoll bestätigt. Nach dem erfolgreichen Abschneiden im Frühjahr beim Giro d’Italia belegte der 28-jährige Decathlon-Fahrer nun den dritten Platz bei der Spanien-Rundfahrt. Auf dem 112 Kilometer langen Schlussteilstück mit Start und Ziel in Granada ging es an der Spitze des Klassements nach einer dreiwöchigen Härteprüfung im Wesentlichen um die verdiente Ehrenrunde.

Gesamtwertung in Granada und der Kampf in den Bergen

An der Spitze der Gesamtwertung gab es am Schlusstag keine Verschiebungen mehr. Der Gesamtsieg ging an Enric Mas vor dem Slowenen Primož Roglič, der einen Rückstand von 2:15 Minuten aufwies. Gall beendete die Vuelta mit 2:44 Minuten Rückstand auf Gesamtsieger Enric Mas und nur 29 Sekunden hinter dem zweitplatzierten Primož Roglič.

Bereits auf der schweren Königsetappe am Samstag hatte Gall den slowenischen Kontrahenten unter Druck gesetzt und seinen Platz auf dem Podium endgültig abgesichert. Während sich der Norweger Tobias Halland Johannessen den Tagessieg auf der 21. und letzten Etappe in Granada holte, konnte der Österreicher seine Stärken in den Bergen konsequent ausspielen und Schwächen im Zeitfahren durch eine konstante Gesamtleistung ausgleichen. Bei der Vuelta a España zeigte der 28-jährige Osttiroler eine herausragende Leistung, insbesondere nach dem Sturz des Favoriten Tadej Pogacar.

Zweites Grand-Tour-Podium schreibt österreichische Radsportgeschichte

Mit dem dritten Rang bei der Vuelta krönt der Decathlon-Profi ein außergewöhnliches Jahr. Bereits im Mai hatte er beim Giro d’Italia den zweiten Platz belegt. Damit knüpft er an historische Erfolge an: Damals war er 69 Jahre nach Adolf Christian zur zweitbesten Platzierung eines Österreichers bei den drei großen Rundfahrten aufgestiegen. Ein Etappensieg blieb Gall bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt zwar verwehrt, ähnlich wie bei seiner historischen Leistung beim Giro d’Italia, doch seine bergspezifischen Fähigkeiten machten ihn zu einem der prägenden Fahrer des Rennens.

Felix Gall gewinnt Platz drei bei Vuelta a España
Photo: Osttirolerbote

Galls konstante Form und seine bergspezifischen Fähigkeiten ermöglichten es ihm, seine Schwächen im Zeitfahren auszugleichen. Galls bemerkenswerter Erfolg in seiner fünften Profisaison ist zum Teil auf eine sorgfältige Planung und Vorbereitung zurückzuführen. Unter der Anleitung seines Trainers Stephen Barrett absolvierte Gall intensive Höhentrainingslager, die entscheidend für seine Ergebnisse bei Giro und Vuelta waren. Im Gegensatz zu anderen Topfahrern, wie Pogacar und Vingegaard, blieb Gall von Sturzverletzungen verschont und kann seine Form weiter verbessern.

Wechselpläne und der nächste Saisonhöhepunkt in Kanada

Die Erfolgsserie ruft auch neue Arbeitgeber auf den Plan. Für die nächste Saison wird Gall in einem neuen Team starten, das ihm voraussichtlich bessere Möglichkeiten zur Titeljagd bietet, und Gerüchte über seinen Wechsel zu Lidl-Trek, einem finanziell gut aufgestellten Team mit deutscher Lizenz, verdichten sich, und eine offizielle Ankündigung wird in Kürze erwartet. Sein Trainingspartner Gregor Mühlberger, der sich ebenfalls verletzte, wird wahrscheinlich mit ihm wechseln und seinen ihm wichtigen Unterstützungsbeitrag leisten.

Felix Gall gewinnt Platz drei bei Vuelta a España
Photo: Der Standard

Bevor die Saison endgültig ausklappt, steht für den Osttiroler noch ein internationaler Einsatz an. Als Abschluss der Saison wird Gall am WM-Straßenrennen in Kanada teilnehmen, wo er auf eine anspruchsvolle Strecke mit vielen Anstiegen treffen wird, die technisch herausfordernd, aber nicht sein Lieblingsterrain ist.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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