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Welt

USA sichern sich im neuen Öl-Deal Zugriff auf Venezuelas Reserven

Fast acht Monate nach der Festnahme von Nicolás Maduro hat die US-Regierung am 1. September 2026 Details zu einem weitreichenden Öl-Abkommen mit Venezuela veröffentlicht.

Details zum NABEP-Ölabkommen und die Kontrollstruktur der USA

Die US-Regierung hat am Montag, dem 1. September 2026, die Einzelheiten zu ihrem geplanten Energieabkommen mit Venezuela vorgelegt, wie das Weiße Haus in einer Mitteilung bekannt gab.

Die venezolanischen Übergangsbehörden haben dem Unternehmen Konzessionen mit einer Laufzeit von 100 Jahren für 17 Förderfelder erteilt. Im Gegenzug räumt NABEP dem US-Verteidigungsministerium eine Beteiligung von 35 Prozent an seiner Muttergesellschaft ein. Das US-Außenministerium erhält zudem das Recht, 20 Prozent des gegenwärtigen und künftigen Öls zu Herstellungskosten zu erwerben, während für die restlichen 80 Prozent ein Vorkaufsrecht vereinbart wurde. Zusätzlich sichert sich Washington ein Vetorecht bei der Ernennung von Verwaltungsratsmitgliedern, wobei eine Mehrheit der Direktoren US-Staatsbürger sein muss.

Milliardenschwere Investitionen und politische Reaktionen in Washington

US-Präsident Donald Trump feierte die Einigung auf seiner Plattform Truth Social als den größten Öl-Deal in der Weltgeschichte und erklärte, die USA würden sich damit mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven sichern. Unterzeichnet wurde das Dokument unter anderem von US-Außenminister Marco Rubio und US-Kriegsminister Pete Hegseth.

Die beteiligten Parteien prognostizieren enorme finanzielle Flüsse. NABEP verpflichtet sich demnach zu Investitionen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar in die venezolanische Ölinfrastruktur. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit rund 200 Milliarden US-Dollar an Lizenzgebühren und Steuern für den Staat über die nächsten 25 Jahre.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass die Vereinbarung Venezuela fast 100 Milliarden Dollar an privaten Investitionen bringen werde, was für das Land nach jahrelanger Wirtschaftskrise tausende gut bezahlte Jobs bedeute und einen Beitrag zum Wiederaufbau der venezolanischen Wirtschaft leiste.

Hintergrund des Zugriffs und der Druck hoher Spritpreise

Der Zugriff auf die venezolanischen Vorkommen erfolgt vor dem Hintergrund massiven innenpolitischen Drucks in den USA. Gleichzeitig sind die strategischen Ölreserven der Vereinigten Staaten auf den niedrigsten Stand seit November 1982 gesunken.

Venezuela Caracas 2026 | Ölpumpe in den Farben der venezolanischen Nationalflagge (22.01.2026)
Photo: DW

Venezuela verfügt schätzungsweise über 303 Milliarden Barrel und damit über die weltweit größten Ölreserven. Es handelt sich dabei überwiegend um Schweröl, dessen Förderung und Raffination spezielle Techniken erfordert und kostenintensiv ist. Anfang des Jahres hatten US-Spezialkräfte den langjährigen Staatschef Nicolás Maduro festgenommen, der seither in New York wegen Drogenterrorismus vor Gericht steht.

Skepsis von Experten und Unbehagen bei großen Ölkonzernen

Obwohl die geschäftsführende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, das Abkommen unterstützt und als Beitrag zur Wiedergeburt der Nation begrüßte, bleiben Analysten und Branchenvertreter zurückhaltend. Beobachter weisen darauf hin, dass die marode Infrastruktur des südamerikanischen Landes jahrelange Arbeit erfordert, um nennenswerte Fördermengen zu generieren.

Trump verspricht: USA holen sich Venezuelas gesamtes Öl
Photo: Euronews

„Die Zahl der Reserven ist ein Bestand, der Jahrzehnte brauchen wird, um in tatsächliche Förderung umgewandelt zu werden.“

Tracy Shuchart, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Hightower Resource Advisors

VENEZUELA: Donnerschlag! Trump hat den Deal! USA haben Zugriff auf 65 Milliarden Barrel an Öl
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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