Die US-Regierung hat am 30. Oktober 2026 den Verkauf von 500 hochentwickelten Patriot-Abfangraketen an die Ukraine im Wert von 2,1 Milliarden Dollar genehmigt. Finanziert wird das Geschäft vollständig von europäischen Verbündeten und Kanada, während der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj vor einer jahrelangen Lieferzeit warnt.
Milliardengeschäft für 500 PAC-3-Abfangraketen
Das US-Außenministerium hat offiziell grünes Licht für den potenziellen Verkauf von 500 Patriot-Raketen des Typs PAC-3 MSE an die Ukraine gegeben. Die Gesamtkosten für das Rüstungspaket belaufen sich auf geschätzt 2,1 Milliarden Dollar, wie das US-Außenministerium mitteilte.
Das US-Außenministerium begründete die Genehmigung in einer Erklärung damit, dass das Geschäft die amerikanische Außenpolitik und nationale Sicherheit unterstütze, indem es die Stabilität in Europa stärke.
Finanzierung durch europäische Verbündete und Kanada
Bei der Bezahlung des Rüstungspakets kommen keine US-Gelder zum Einsatz. Stattdessen tragen alliierte Staaten die Kosten vollständig. Die Finanzierung erfolgt über Spenden von Norwegen, Deutschland und Kanada im Rahmen des JUMPSTART-Programms sowie über ukrainische Eigenmittel, die durch einen Kredit der Europäischen Union für die Ukraine abgesichert sind.
JUMPSTART, das als Joint Ukrainian Multinational Program–Services, Training and Articles Rapid Timeline im Jahr 2022 etabliert wurde, dient als Mechanismus für Drittstaaten, um den Kauf amerikanischer Ausrüstung für die Ukraine zu ermöglichen. Trotz dieses internationalen Finanzierungsbeitrags bleiben die diplomatischen Spannungen zwischen Washington und Kiew spürbar.
Präsident Zelenskyj warnt vor jahrelanger Lieferverzögerung
Obwohl das US-Außenministerium grünes Licht gegeben hat, bleibt das Timing der Auslieferung ein zentraler Streitpunkt. Das offizielle Dokument nannte zunächst keinen konkreten Liefertermin. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyj äußerte sich via X skeptisch über den zeitlichen Ablauf.
deliveries may begin ONLY IN A FEW YEARS.
Ukrainian President Volodymyr Zelensky
Angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Infrastruktur drängt Kiew auf eine schnellere Bereitstellung. Der Energieversorger DTEK und der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko meldeten jüngst Stromausfälle nach gezielten Luftangriffen auf vier Stadtbezirke der ukrainischen Hauptstadt. Um die Übergangszeit zu überbrücken, schlug Zelenskyj vor, dass westliche Partner bereits in ihren Beständen vorhandene Raketen abgeben könnten, die dann durch die neue Bestellung nachträglich wieder aufgefüllt werden.

Kongressprüfung und diplomatische Spannungen im Hintergrund
Bevor der Vertrag endgültig in Kraft treten kann, muss sich der US-Kongress mit dem Geschäft befassen. Militärische Auslandskäufe über das FMS-Verfahren durchlaufen traditionell eine parlamentarische Prüfphase, in der sich Mengen und Preise noch verändern können.
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