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US-Streitkräfte bombardieren Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak

Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten haben am Sonntag zwei Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak in der Straße von Hormus bombardiert. Wie US-Behörden mitteilten, handelte es sich um den ersten bekannten militärischen Angriff der USA gegen den Iran seit über einem Monat. Der Einsatz beendete vorübergehend eine Kampfpause in dem seit mehr als sechs Monaten andauernden Konflikt.

US-Militär greift Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak an

Nach Angaben von Offiziellen und dem Sprecher des US-Zentralkommandos, Kapitän Tim Hawkins, waren Einheiten der iranischen Revolutionsgarde dabei beobachtet worden, wie sie Raketen bestückt mit Seeminen für den Abschuss in die Meerenge vorbereiteten. Die US-Militäraktion zielte darauf ab, die Bedrohung der wichtigen Handels- und Energieroute abzuwenden. Erst in der Vorwoche hatte das US-Militär damit begonnen oder abgeschlossen, internationale Schifffahrtswege im Seegebiet von Seeminen zu räumen.

Semioffizielle iranische Medien und Nachrichtenagenturen wie Fars berichteten am Sonntag über Explosionsgeräusche in der Nähe der Insel Larak. Die Revolutionsgarde bestätigte den Vorfall in einer Erklärung, die vom staatlichen Rundfunk des Landes verbreitet wurde. Darin beklagte das Militär die Tötung und Verletzung mehrerer Kämpfer sowie Landsleute und kündigte an, der Angriff werde den Märtyrertod und die Verletzung mehrerer unserer Kämpfer und Landsleute sowie eine Bestrafung des Aggressors nach sich ziehen.

Strategische Bedeutung der Straße von Hormus und wirtschaftlicher Druck

Der Angriff auf die Insel Larak fand nur wenige Tage statt, nachdem die Regierung unter US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, ihren Fokus verstärkt auf wirtschaftlichen Druck statt auf direkte Militäraktionen zu legen. US-Finanzminister Scott Bessent hatte eine Ausweitung von Sanktionen gegen Drittstaaten und Unternehmen angekündigt, die weiterhin Geschäfte mit Teheran betreiben. Hintergrund dieser Kursänderung sind auch gesunkene Munitionsbestände nach monatelangen Gefechten, die Sorgen um die weltweite militärische Einsatzbereitschaft der USA ausgelöst haben.

US Strikes Iranian Launchers Near Strait of Hormuz
Photo: stl.news

Die Straße von Hormus gilt als eines der wichtigsten Nadelöhre für den globalen Öltransport, durch das normalerweise rund 20 Prozent des weltweiten Öls fließen. Trotz massiver Zerstörungen der iranischen Marine und Luftwaffe durch frühere US- und israelische Angriffe nutzt der Iran verbleibende Drohnen und Raketen, um den Schiffsverkehr stark einzuschränken. Während die USA betonen, die Meerenge sei geöffnet und verweisen auf 24 passierende Schiffe in der Vorwoche, lag das Aufkommen vor Kriegsbeginn bei rund 130 Schiffen täglich. Eine von der britischen Marine betriebene Organisation meldete zudem, dass ein Tankschiff nördlich von Khasab im Oman von einem unbekannten Projektil getroffen wurde, wobei keine Verletzten oder Umweltschäden gemeldet wurden.

Auswirkungen und Reaktionen im anhaltenden Konflikt

Die Regierung in Teheran macht geltend, dass dem Land durch den Konflikt bereits direkte und indirekte Schäden in Höhe von 270 Milliarden US-Dollar entstanden sind. Gleichzeitig hält der Iran an seiner strategischen Hebelwirkung in der Straße von Hormus fest und pocht darauf, dass die USA dort erst nach Erfüllung von Verpflichtungen aus einer früheren Vereinbarung mit Nachbarstaaten agieren können. Der US-Angriff auf Larak unterstreicht, dass Washington zu schnellen militärischen Schlägen bereit bleibt, sobald Aktivitäten der Revolutionsgarde die freie Schifffahrt im Persischen Golf bedrohen.

US-Streitkräfte bombardieren Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak
Photo: inquirer.com
Iran war | US strikes 16 mine-laying boats near Strait of Hormuz | Mornings with Ridge and Frost
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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