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Unternehmen

US-Beschäftigungswachstum im September fällt deutlich schwächer aus

US-Beschäftigungswachstum fiel im September mit 29.000 neuen Stellen deutlich schwächer aus als erwartet, was an den Finanzmärkten zu Kursgewinnen bei Aktien und sinkenden Anleiherenditen führte und die Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve im laufenden Monat dämpfte.

Arbeitsmarktbericht im September und US-Beschäftigungswachstum

Das US-Beschäftigungswachstum hat sich im September spürbar verlangsamt und damit die Erwartungen von Ökonomen klar verfehlt. Nach Angaben des Arbeitsministeriums stieg die Zahl der Nonfarm Payrolls im vergangenen Monat um 29.000 Stellen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Aufbau von 90.000 Arbeitsplätzen gerechnet. Der Zuwachs im August wurde zudem von zuvor gemeldeten 162.000 auf 133.000 nach unten revidiert.

Gleichzeitig gibt es keine Anzeichen für eine breite Entlassungswelle. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung bewegen sich weiterhin nahe Tiefständen seit 57 Jahren, gestützt von robusten Unternehmensgewinnen und einer widerstandsfähigen Inlandsnachfrage.

Die Arbeitslosenquote stieg im September leicht auf 4,2 Prozent, verglichen mit 4,1 Prozent im August. Das Niveau bleibt niedrig, was unter anderem auf den Rückzug älterer Arbeitnehmer in den Ruhestand sowie auf verschärfte Einwanderungskontrollen der Trump-Administration zurückgeführt wird, die das Arbeitskräfteangebot dämpfen.

Marktreaktionen bei Aktien, US-Staatsanleihen und dem US-Dollar

Die unerwartet schwachen Konjunkturdaten lösten an den Finanzmärkten umgehend deutliche Reaktionen aus. An der Wall Street schoss der Dow Jones Industrial Average um bis zu 400 Punkte nach oben, während der S&P 500 um 0,9 Prozent zulegte und der Nasdaq Composite um 1,6 Prozent stieg. Der Nasdaq Composite überwand dabei erstmals die Marke von 31.000 Punkten und markierte ein neues Allzeithoch.

Technologiewerte trugen die Rally an, wobei Intel (INTC) und Advanced Micro Devices (AMD) jeweils Kursgewinne von mehr als 3 Prozent verzeichneten. Der Invesco QQQ Trust ETF, der den Nasdaq-100-Index abbildet, erreichte mit rund 754 US-Dollar ebenfalls einen neuen Höchststand. Auch am Anleihemarkt gab es Bewegung: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel um mehr als 5 Basispunkte auf 5,176 Prozent, während zweijährige Anleihen um mehr als 3 Basispunkte auf 4,75 Prozent nachgaben.

Der US-Dollar gab nach.

Einschätzungen von Analysten zu den Aussichten der Federal Reserve

Die Markterwartungen bezüglich der nächsten Schritte der Federal Reserve haben sich nach dem Bericht grundlegend verschoben. Laut dem CME FedWatch Tool preisen Händler inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 82 Prozent ein, dass die Notenbank die Zinsen im Oktober unverändert lässt. Tags zuvor lag dieser Wert noch bei rund 76 Prozent.

Greg Taylor, Chief Investment Officer bei Penderfund Capital Management, sagte: „Das ist eigentlich wirklich gut für die Märkte, denn die Befürchtung war, dass wir im Oktober eine weitere Zinserhöhung erleben werden. Und mit diesen Zahlen ist das meiner Meinung nach jetzt komplett vom Tisch.

Jeffrey Rosenberg, Managing Director und CFA bei BlackRock, bezeichnete die Daten als in der Breite etwas schwächer und stufte den Bericht als locker ein. Ein stärkerer Arbeitsmarkt hätte den Druck auf die Fed erhöht, die Zinsen weiter anzuheben. Eine Zinserhöhung im Oktober sei bereits zuvor praktisch vom Tisch gewesen, während eine mögliche Dezember-Sitzung weiterhin offen bleibe. Die Zinsentscheidungen der Notenbank würden derzeit primär von der Inflation und der Entwicklung der Ölpreise bestimmt.

Demgegenüber warnte Neil Dutta von Renaissance Macro Research im Gespräch mit Bloomberg, dass die Notenbank trotz der schwächeren Beschäftigungszahlen weiterhin nur einen schlechten Inflationsbericht von einer erneuten Zinserhöhung entfernt sei.

Thomas Hayes, Chairman bei Great Hill Capital LLC, betonte die Bedeutung der breiten Marktteilnahme: Vor der Veröffentlichung sei der Handel in den letzten zwei Monaten auf nur fünf bis zehn Aktien konzentriert gewesen. Nun zeige sich ein breit angelegter Kaufdruck, der auch jene Segmente erfasse, die zuvor vernachlässigt worden waren.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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