Zum Inhalt springen
Unternehmen

Österreichische Post schließt Übernahme von D Express ab und Andritz erhält Großauftrag

Die Österreichische Post hat die vollständige Übernahme des serbischen Paketdienstleisters D Express erfolgreich besiegelt. Gleichzeitig vergab Khorlochhu Hydro Power Limited einen Großauftrag an Andritz für ein Wasserkraftprojekt in Bhutan, während Strabag den Kauf des rumänischen Bahninfrastrukturspezialisten BAWI Construction SRL abschloss.

Nach der Freigabe durch die zuständige serbische Wettbewerbsbehörde hat die Österreichische Post die Akquisition von 100 Prozent der Anteile an D Express perfekt gemacht. Damit zählen künftig zwei der führenden Paketdienstleister Serbiens zum Konzern, nachdem zuvor bereits City Express integriert worden war. Langfristig plant das Unternehmen, beide Organisationen zu einem starken serbischen Paketdienst zusammenzuführen.

Andritz sichert sich Großauftrag für Wasserkraft in Bhutan

Im internationalen Anlagengeschäft verzeichnet Andritz einen neuen Vertrag. Von Khorlochhu Hydro Power Limited ging der Zuschlag für die Lieferung von vier Turbinen-Generator-Maschinensätzen für ein 600-MW-Wasserkraftprojekt im Distrikt Trashiyangtse ein. Der Auftragswert bewegt sich im oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Österreichische Post schließt Übernahme von D Express ab und Andritz erhält Großauftrag
Foto: Wienerborse

Der Lieferumfang deckt die Konstruktion, Fertigung, Montage, Tests und die Inbetriebnahme ab. Zum Einsatz kommen vier Peltonturbinen nebst Generatoren sowie die elektrische Zusatzausrüstung. Abgewickelt wird das Projekt unter Rückgriff auf indische Fertigungsstätten und das globale Netzwerk des Konzerns.

Strabag vollzieht Erwerb von BAWI Construction in Bukarest

Ebenfalls im Transaktionsbereich vermeldete die Strabag SE den erfolgreichen Abschluss des im Juli angekündigten Kaufs. Nach Erhalt sämtlicher behördlicher Freigaben ist die Übernahme von 100 Prozent der Anteile an BAWI Construction SRL vollzogen. Das in Bukarest ansässige Unternehmen ist auf Bahninfrastrukturleistungen spezialisiert.

Reploid legt Halbjahresbericht vor und bereitet IFRS-Umstellung vor

Das seit dem Vorjahr an der Börse gelistete Insekten-Unternehmen Reploid präsentierte seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026. Der Umsatz legte um 2,1 Prozent auf 10,6 Mio. Euro zu, während das EBIT mit 3,9 Mio. Euro um 9,8 Prozent unter dem Vorjahreswert landete. Als Hauptursache führte das Unternehmen gestiegene Personalkosten von 4,4 Mio. Euro an. Der Periodenüberschuss sank auf 1,8 Mio. Euro.

Erstmmal wies Reploid einen Auftragsbestand aus, der zum Stichtag 30. Juni 2026 bei 108,0 Mio. Euro lag. Für das zweite Halbjahr prognostizieren die Vorstände ein deutliches Wachstum. Um den Anforderungen für den geplanten Wechsel in das Prime-Segment der Wiener Börse im Sommer 2027 gerecht zu werden, stellt das Unternehmen ab 2026 auf die Konzernberichterstattung nach IFRS um. Zudem soll ein Aktiensplit im Verhältnis 1:15 im Oktober 2026 umgesetzt werden.

Kontron stärkt Bilanz nach congatec-Transaktion und beruft neuen CTO

Dem IoT-Spezialisten Kontron flossen aus der Transaktion mit congatec im Zuge der Entkonsolidierung des Modulgeschäfts 126 Mio. Euro zu. Das Kapital erweitert den finanziellen Spielraum für strategische Zukäufe im Segment Software und Solutions. Parallel dazu tritt Martin Rausch als Chief Technology Officer in den Vorstand ein. Er war zuvor in Führungspositionen bei Siemens Healthineers, General Electric und TGW tätig.

Raiffeisen Research blickt zuversichtlich auf den Aktienmarkt

Analysten von Raiffeisen Research stuften im Kapitalmarkt Game Plan für das vierte Quartal 2026 ihre Empfehlung für Aktien von HALTEN wieder auf KAUF hoch. Die Experten verweisen auf eine deutliche Resilienz der Märkte trotz hoher Zinsen, Inflation und Staatsverschuldung. Historische Muster rund um die US-Zwischenwahlen, bei denen der amtierende Präsident gewöhnlich die Mehrheit in einem oder beiden Häusern verliert, stützen laut Einschätzung der Analysten die Planungssicherheit der Unternehmen. Für den ATX prognostizieren die Experten einen Stand von 7.250 Punkten im Dezember 2026, 7.500 Punkte im März 2027 sowie jeweils 8.000 Punkte im Juni und September 2027.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.