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Trump treibt Milliarden-Infrastrukturprojekte in konservativen Staaten voran

Präsident Donald Trump treibt vier Wochen vor der Wahl große Infrastrukturprojekte in konservativen Bundesstaaten voran, darunter eine 50-Milliarden-Dollar-Erdgasleitung in Alaska. Strategen bezweifeln jedoch, dass die auf das Jahr 2030 ausgelegten Vorhaben angesichts hoher Treibstoff- und Hypothekenzinsen das Wahlverhalten noch rechtzeitig beeinflussen können.

Milliardeninvestitionen in Alaska, Iowa und Alabama

Die von der Regierung angekündigten Vorhaben umfassen drei wesentliche Regionen und Investitionsvolumina. Neben dem 50 Milliarden Dollar teuren Erdgasprojekt in Alaska plant die Regierung ein 15 Milliarden Dollar teures Stahlwerk in Iowa sowie ein Brückenprojekt in Alabama im Wert von 3,2 Milliarden Dollar.

Republikanische Strategen betonen, dass diese Vorhaben zwar ein wirtschaftlicher Impuls sein könnten, merken jedoch an, dass selbst die frühesten Fertigstellungstermine erst im Jahr 2030 liegen.

Regierungsangaben zufolge soll das Projekt in Iowa während der Bauphase und in den ersten zehn Betriebsjahren einen wirtschaftlichen Impuls von 95 Milliarden Dollar erzeugen. Dabei sollen mindestens 5.000 Arbeitsplätze im Bauwesen und 1.750 Dauerarbeitsplätze entstehen. Das Pipeline-Vorhaben in Alaska wird voraussichtlich 25 Milliarden Dollar an staatlichen und kommunalen Einnahmen einbringen und 12.000 Baustellenjobs sowie 1.300 feste Stellen schaffen.

Trump treibt Milliarden-Infrastrukturprojekte in konservativen Staaten voran
Foto: Politico

Zweifel am Zeitplan im Wahlkampf

Obwohl die Initiativen überparteiliche Anerkennung finden, sehen republikanische Wahlkampfstrategen den Zeitplan kritisch. Das früheste Projekt soll erst im Jahr 2030 ans Netz gehen, und die Wählerschaft zeigt sich angesichts der anhaltenden Teuerung skeptisch.

Mit Dieselpreisen von 6,53 Dollar stehen besonders Landwirte im Mittleren Westen unter Druck, die bereits durch Zölle belastet werden. Auch eine aktuelle Umfrage zeigt, dass ein Viertel der Befragten, die sich als MAGA-Republikaner identifizieren, angibt, dass die Ausgaben seit dem Amtsantritt unerschwinglicher geworden sind.

Ob es sich um eine neue Alaska-Pipeline oder dieses Stahlwerk hier in Iowa handelt, das sind fantastische Projekte, aber politisch gibt es einen engen Zeitplan, um sie zu nutzen.

Iowa-GOP-Stratege Luke Martz, via Yahoo

Hinzu kommt, dass der Benzinpreis in vielen Regionen über 4,40 Dollar pro Gallone liegt und die Hypothekenzinsen bei etwa 7,5 Prozent verharren. Ein ehemaliger Regierungsvertreter erklärte laut Yahoo: „Das sind Ankündigungen. Sie machen tolle Schlagzeilen, aber sie senken weder die Inflationsrate noch die Treibstoffpreise.

Unterstützung aus dem Oval Office

In Washington nutzte Trump einen Auftritt im Oval Office, um den Senator Dan Sullivan zu loben, dessen Wiederwahl in Alaska umstritten ist, und lobte dabei auch die Abgeordnete Ashley Hinson aus Iowa, die für den Senat kandidiert.

Das ist ein großartiger Senator, der voll und ganz für diese Pipeline verantwortlich ist.

Präsident Donald Trump, via Yahoo

Trump betonte, Sullivan habe sich kontinuierlich für das Projekt eingesetzt und den Anstoß dazu gegeben, während der Senator selbst anwesend war. Interne Beobachter merken an, dass dieses Vorgehen nicht dem üblichen Skript entspricht, da der Präsident die Aufmerksamkeit gezielt auf gefährdete Parteifreunde lenkt. Einige Republikaner befürchten jedoch, dass positive Schlagzeilen schnell von anderen Nachrichten überlagert oder durch die Marke des Präsidenten beeinträchtigt werden könnten.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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