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Technik und Wissenschaft

SpaceX Plant 100-Milliarden-Dollar-Weltraumbahnhof In Louisiana

SpaceX plant im US-Bundesstaat Louisiana den Bau eines rund 100 Milliarden US-Dollar teuren Mega-Weltraumbahnhofs. Die an der Golfküste im Vermilion Parish geplante Anlage soll mit fünf Startkomplexen und zehn Startrampen zur größten Startanlage der Welt werden und Tausende Flüge jährlich für künftige Mond- und Marsmissionen ermöglichen.

Das Raumfahrtunternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk treibt seine ambitionierten Pläne für die interplanetare Raumfahrt mit einem Grossprojekt in bisher ungekannten Dimensionen voran. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des US-Bundesstaates Louisiana hat der Konzern angekündigt, einen gigantischen neuen Weltraumbahnhof an der Golfküste zu errichten. Das Areal im Vermilion Parish erstreckt sich über mehrere Zehntausend Hektar und soll nach Fertigstellung als vierte SpaceX-Startplatz auf amerikanischem Boden dienen.

Investitionsvolumen von 100 Milliarden Dollar und zehn Startrampen im Vermilion Parish

Das finanzielle Volumen des Vorhabens ist enorm: Rund 100 Milliarden US-Dollar sollen in den neuen Standort fließen. Nach Angaben der Beteiligten ist die Errichtung der weltgrößten Startanlage geplant. Das Konzept sieht fünf Startkomplexe mit jeweils zwei Startrampen vor, womit der Komplex insgesamt über zehn Startrampen verfügen wird. Zum Vergleich betreibt SpaceX bereits einen Startplatz in Boca Chica im US-Bundesstaat Texas.

Die Planungen für das Projekt schlagen sich auch an den Märkten nieder. Im NASDAQ-Handel reagierten Anleger zunächst sensibel auf die kapitalintensiven Pläne, wobei die SpaceX-Aktie zeitweise 1,72 Prozent auf 135,58 US-Dollar verlor. Bereits im August hatte das Unternehmen für das zweite Quartal einen kräftigen Umsatzanstieg von 92 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar gemeldet, dem allerdings Investitionsausgaben von über 18 Milliarden Dollar gegenüberstanden.

Tausende Flüge pro Jahr und der Zeitplan bis zum Start im Jahr 2029

Das strategische Ziel der neuen Mega-Basis ist die massive Erhöhung der Startkapazitäten. Das Unternehmen plant, dass der Weltraumbahnhof langfristig das Ziel von Tausenden Flügen pro Jahr unterstützt, um den wachsenden Bedarf der kommerziellen Raumfahrt zu decken. Teilweise sprechen Berichte in diesem Zusammenhang von mehr als 30 Raketenstarts pro Tag.

SpaceX Plant 100-Milliarden-Dollar-Weltraumbahnhof In Louisiana
Photo: kosmo.at

Hinsichtlich des Zeitplans soll der eigentliche Bau nach derzeitigen Planungen im Jahr 2027 beginnen. Bereits für das Jahr 2029 stellt das Unternehmen die ersten Starship-Flüge von dem neuen Gelände in Louisiana in Aussicht. Das vollständig wiederverwendbare Großraumfahrzeug Starship, das eine zentrale Rolle bei den Missionen spielen soll, absolviert derzeit noch Testflüge.

Arbeitsplätze, Umweltbedenken und das Fernziel Mars

Neben den technischen Dimensionen bringt das Projekt erhebliche wirtschaftliche und ökologische Effekte für die Region mit sich. Das Vorhaben soll 3000 Arbeitsplätze direkt am Standort schaffen. Parallel zu den industriellen Planungen sind jedoch Umweltbedenken gegen das Grossbauvorhaben laut geworden.

SpaceX Plant 100-Milliarden-Dollar-Weltraumbahnhof In Louisiana
Photo: VOL

Um mögliche Einflüsse auf die lokalen Ökosysteme zu bewältigen, arbeitet der Konzern nach eigenen Angaben mit lokalen Behörden zusammen. Das Unternehmen kooperiert mit dem Louisiana Department of Wildlife and Fisheries sowie der Coastal Protection and Restoration Authority, um Auswirkungen auf Wildtiere, Fischerei und Küstenlebensräume zu bewerten. Dabei sollen Massnahmen zur Küstenerosion und Habitatwiederherstellung entwickelt werden.

Das langfristige Fernziel des gesamten Ausbaus geht weit über den Erdorbit hinaus. Mit den wiederverwendbaren Trägersystemen will SpaceX regelmäßige Missionen zum Mond und zum Mars etablieren, um schliesslich eine dauerhafte menschliche Präsenz auf anderen Himmelskörpern aufzubauen.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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