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Pete Hegseth plant Livestream von Militärhinrichtung in Texas

Die von US-Präsident Donald Trump genehmigte und für den 3. Dezember 2026 angesetzte Hinrichtung des Attentäters Nidal Malik Hasan auf dem Stützpunkt Fort Hood soll nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth von einem Erschießungskommando vollstreckt und live im Internet übertragen werden. Die Vereinten Nationen und Menschenrechtler kritisierten die Pläne scharf.

Die geplante Exekution auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas markiert eine historische Zäsur im US-Militärstrafrecht. Sollte das Urteil wie geplant am 3. Dezember vollstreckt werden, handelt es sich um die erste Militärhinrichtung in den USA seit 1961 sowie um die erste Anwendung eines militärischen Erschießungskommandos seit dem Zweiten Weltkrieg. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte den Schritt auf der Plattform X und bekräftigte in einem Interview mit dem Sender Real America’s Voice das Vorgehen.

Pentagon plant Live-Stream der Hinrichtung des Fort-Hood-Schützen durch ein Erschießungskommando

Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben.

Pete Hegseth, US-Verteidigungsminister

Präsident Donald Trump hatte die Hinrichtung des früheren Armeemajors zuvor genehmigt. Der Täter, ein ehemaliger Militärpsychiater, hatte am 5. November 2009 auf der texanischen Basis das Feuer auf Soldaten und Zivilisten eröffnet, dabei 13 Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt. Im Jahr 2013 verurteilte ihn ein Militärgericht zum Tode. Seit seiner Festnahme sitzt er gelähmt im Rollstuhl.

Reaktionen der Vereinten Nationen und internationale Kritik

Die Ankündigung eines öffentlichen Livestreams stieß international auf scharfe Verurteilung. Das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Volker Türk, erklärte, die Live-Übertragung einer Hinrichtung sei gleichbedeutend mit einer öffentlichen Hinrichtung und verstoße gegen das absolute Folterverbot. Nach der Anti-Folter-Konvention der Vereinten Nationen stelle eine solche Maßnahme eine grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung dar.

Pete Hegseth plant Livestream von Militärhinrichtung in Texas
Foto: Spiegel

Auch Menschenrechtsorganisationen kritisierten den Plan als schwere Missachtung. Der Senator der Demokraten Chris Murphy zeigte sich in einem Interview des US-Senders CNN sichtlich geschockt von der Ankündigung und bezeichnete sie als widerlich, während der ranghöchste Demokrat im Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses, Adam Smith, erklärte, die Ankündigung mache das amerikanische Rechtssystem lächerlich.

Rechtliche Debatte und historische Parallelen

In den USA ist der Fall in eine breitere juristische Auseinandersetzung um die Ausgestaltung der Todesstrafe eingebettet.

Rechtsexperten weisen zudem auf offene Fragen hin, etwa ob Jugendschutzbestimmungen oder Zugangsbeschränkungen für den geplanten Internet-Stream greifen werden. Die Rechtsprofessorin Deborah Denno vertrat dagegen die Position, dass eine Liveübertragung das Verfahren transparenter mache und der Öffentlichkeit vorführe, was die Todesstrafe tatsächlich bedeute. Gleichzeitig äußerte Rechtsprofessor Geoffrey Corn von der Texas Tech Universität gegenüber CBS News, dass eine solche Übertragung erhebliche moralische Fragen aufwerfe und an eine Zeit erinnere, die die USA hinter sich gelassen zu haben schienen.

Öffentliche Hinrichtungen wurden in den Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert während des Bürgerkriegs als Abschreckung eingesetzt. Die letzte allgemein bekannte öffentliche Exekution fand im Jahr 1936 in Kentucky statt, als ein Mann vor Tausenden Schaulustigen gehängt wurde.

Pete Hegseth plant Livestream von Militärhinrichtung in Texas
Foto: n-tv.de

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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