US-Kriegsminister Pete Hegseth plant den Abbau von Führungspositionen bei den US-Streitkräften. Eine Verringerung der Dienstposten für Generäle und Admirale um zwanzig Prozent soll die militärische Effektivität steigern und bis Januar 2027 umgesetzt sein.
Das US-Verteidigungsministerium treibt den Umbau der militärischen Führungsstrukturen vor Ort voran.
Details zum angekündigten Stellenabbau in den oberen Rängen
Die Verringerung betrifft die sogenannten Billets – das sind Dienstposten, die speziell für ein- bis vierstämmige Generäle und Admirale reserviert sind. Statt einer pauschalen Entlassung aller betroffenen Offiziere sieht der Plan vor, bestimmte Positionen im Dienstgrad herabzustufen oder gänzlich zu streichen. In einem entsprechenden Memo vom 16. September 2026 für den gemeinsamen Stab ordnete Hegseth an, für bestimmte Führungsaufgaben Anforderungen der Stufe O-6 festzulegen, wodurch auch Oberstäbte und Kapitäne zur See diese Posten besetzen können.
Die Umsetzung soll bis zum 1. Januar 2027 vollständig abgeschlossen sein nach internen Vorgaben für die Teilstreitkräfte. Der Schritt markiert eine erhebliche Verschärfung der Pläne vom Vorjahr, als eine Reduzierung um zehn Prozent im Raum stand.

Hintergrund der Ansprache in Quantico und Reaktionen im Streitkräfteapparat
Die Verkündigung erfolgt während einer Ansprache vor Hunderten jungen Soldatinnen und Soldaten sowie Mannschaften in Quantico im US-Bundesstaat Virginia. Die Veranstaltung schließt an ein ähnliches Treffen aus dem Vorjahr an. Damals hatte Hegseth vor hunderten Generälen und Admiralen gesprochen, scharfe Kritik an der bisherigen Ausrichtung geübt und verdeutlicht, dass Offiziere bei mangelnder Unterstützung seiner Reformen ihren Posten räumen sollten.
Pete Hegseth, Kriegsminister
Hegseth prägte für die Neuausrichtung den Slogan less generals, more GIs
, um zu verdeutlichen, dass Ressourcen und Entscheidungsbefugnisse näher an die Truppen an der Basis verlagert werden sollen nach Angaben aus dem Ministerium.