Der US-Heeresminister Dan Driscoll ist nach monatelangen Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth zurückgetreten. Wie das Weiße Haus mitwirkte, wurde der Abgang am Montag angekündigt. Driscoll war 18 Monate im Amt und gilt als der jüngste Heeresminister in der Geschichte der USA; er übernahm den Posten im vergangenen Jahr im Alter von 38 Jahren. Vor seiner Ernennung war er als Investor im Bereich der Risikokapitalfinanzierung tätig und diente als Soldat im Irak. Er ist zudem ein enger Vertrauter von Vizepräsident JD Vance, den er während ihres gemeinsamen Studiums an der Yale Law School kennengelernt hatte.
Rücktritt von Dan Driscoll nach Konflikten mit Pete Hegseth
Der Rücktritt folgt auf wiederholte Auseinandersetzungen zwischen Driscoll und Hegseth. Nach Angaben von Vertrauten soll Driscoll bei einem Treffen mit Präsident Donald Trump seine Sorgen bezüglich der Heeresbereitschaft und der Absetzung wichtiger Generäle durch den Verteidigungsminister geäußert haben. Trump zeigte sich demnach überrascht über die hohe Zahl an Entlassungen und blockierten Beförderungen im Militär. Hegseth hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche ranghohe Offiziere entlassen, darunter im April den Stabschef des Heeres, General Randy George, ohne dafür einen Grund zu nennen.
Hintergrund der Spannungen und personelle Umbrüche im Pentagon
Die Reibungspunkte zwischen den beiden Spitzenbeamten bezogen sich neben personellen Entscheidungen auch auf strategische Fragen und den Kurs des Heeres. Während Driscoll stark auf neue Technologien fokussiert war und sich für die Modernisierung des Heeresprogramms einsetzte, wurden unter anderem Beförderungen von schwarzen und weiblichen Offizieren, die von Driscoll unterstützt worden waren, von Hegseth blockiert. Zudem berichteten Quellen über Differenzen bezüglich ambivalenter politischer Ambitionen und Driscolls enger Verbindung zu Vizepräsident Vance.

Unter der Führung von Verteidigungsminister Hegseth verzeichnet das Pentagon einen anhaltenden personellen Umbruch. Bei Amtsantritt Hegseths verfügte das Heer noch über zehn aktive Vier-Sterne-Generäle, während es aktuell nur noch fünf sind. Kritiker und Beobachter werten Driscolls Abgang als Teil dieser anhaltenden Umstrukturierungen im Verteidigungsministerium. Die Berichterstattung von WFAE beleuchtet die langjährigen Konflikte im Detail.
Reaktionen aus dem Weißen Haus und weitere Aussichten
Das Weiße Haus würdigte Driscolls Arbeit in einer offiziellen Erklärung. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, erklärte, dass Minister Driscoll äußerst effektiv dabei gewesen sei, die Agenda von Präsident Trump zur Stärkung der USA im Heeresministerium voranzutreiben wie die Daily Mail berichtet. Dabei hob sie besonders seine Leistungen bei historischen Militäroperation und seine Beteiligung an Friedensverhandlungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine hervor.

Driscoll wurde im Februar 2025 vom Senat mit 66 zu 28 Stimmen bestätigt. Seine Amtszeit war unter anderem von der Bewältigung von Modernisierungsaufgaben und der Unterstützung diplomatischer Anstrengungen geprägt. Wegen seiner engen Kontakte zu JD Vance gab es in Medien bereits länger Spekulationen über einen möglichen späteren Wechsel in ein Wahlkampfteam oder andere politische Aufgaben. Offiziell wird Driscoll den Posten in den kommenden Tagen endgültig verlassen.