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Pete Hegseth kürzt Militärführung und beauftragt Elon Musk mit KI-Kriegsführung

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat bei einer Rede auf dem Stützpunkt Quantico angekündigt, die Zahl der Admiräle und Generäle sowie der dazugehörigen Dienstposten um zwanzig Prozent zu kürzen. Gleichzeitig beauftragt das Pentagon Tech-Milliardär Elon Musk mit der Erforschung autonomer und KI-gestützter Kriegsführung.

Die Umstrukturierung der US-Streitkräfte geht mit harten personellen Einschnitten und einer grundlegenden Neuausrichtung einher. Der Umbau verbindet drastische Personalreduzierungen mit dem massiven Ausbau robotischer Waffensysteme.

Zwanzig Prozent weniger Generäle und Admiräle im Pentagon

Zuletzt zählten die Streitkräfte rund 850 Generäle und Admiräle, die nach Medienangaben über 1,3 Millionen Soldaten sowie fast 800.000 Angehörige der Nationalgarde und Reserve befehligen. Nun schrumpft diese Führungsschicht deutlich. Der Minister selbst bezifferte den Schritt mit der Formel, dass sowohl zehn Prozent der ranghöchsten Offiziere entlassen als auch die Gesamtzahl der Planstellen um weitere zehn Prozent verringert wurden.

Pete Hegseth kürzt Militärführung und beauftragt Elon Musk mit KI-Kriegsführung
Foto: N TV

Nach Pentagon-Angaben von Ende Juli gab es zuletzt rund 850 Generäle und Admiräle. Der Washington Post zufolge befehligen sie mehr als 1,3 Millionen Soldatinnen und Soldaten. Dazu kommen fast 800.000 weitere in der Nationalgarde und der Reserve.

Seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 hat Hegseth im Auftrag von Präsident Donald Trump zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht. Zu den Offizieren, die ihren Abschied nahmen oder pensioniert wurden, gehörte auch Dan Driscoll; der Heeresstaatssekretär legte sein Amt Anfang September nach anhaltenden Meinungsverschiedenheiten mit Hegseth nieder. Überdurchschnittlich stark betroffen von den Kürzungen waren Frauen und Afroamerikaner. Hegseth, der sich selbst „Kriegsminister“ nennt, bestätigte damit zuvor bekannt gewordene Berichte von Medien. Die Verschlankung der Armee nimmt Hegseth wörtlich, wie er bei seiner Rede im vergangenen Jahr bewies. Der frühere Fernsehmoderator von Fox News beschimpfte viele Soldaten und Befehlshaber damals als zu „fett“ und verordnete ihnen ein Fitnessprogramm – oder drohte andernfalls mit Rauswurf.

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Elon Musk erforscht die KI-Kriegsführung

Neben den personellen Einschnitten erhält Tech-Milliardär Elon Musk eine zentrale Rolle bei der technologischen Ausrichtung des Militärs. Musk soll zudem eine führende Rolle bei einem neuen Projekt des US-Verteidigungsministeriums einnehmen. Hegseth zufolge soll es dabei darum gehen, die Zukunft der Kriegsführung zu erforschen. Musk soll demnach eine von mehreren prominenten Personen sein, die die Initiative leiten sollen.

Pete Hegseth kürzt Militärführung und beauftragt Elon Musk mit KI-Kriegsführung
Foto: rheinpfalz.de

Zweck des Projekts sei es, mit einem kreativen Blick auf die Zukunft zu schauen, und Bereiche zu identifizieren, die wir erobern müssen, und die Fähigkeiten, die wir beherrschen müssen, sagte Hegseth bei seiner Rede. Er ging in seiner Ansprache zudem auf Künstliche Intelligenz und autonome Waffensysteme ein, die selbstständig und ohne menschliches Eingreifen agieren sowie Angriffe ausführen können. Wir müssen vorausschauend handeln, um die technologische und militärische Überlegenheit auf dem Schlachtfeld für die kommenden Jahrzehnte zu sichern, sagte er weiter. Ergebnisse des Projekts erwartet der Pentagon-Chef innerhalb von 120 Tagen. Mit der Einrichtung einer neuen Vier-Sterne-Dienststelle will der Verteidigungsminister zudem die robotergestützten und autonomen Kapazitäten der US-Streitkräfte massiv vorantreiben.

Roboter-Produktion und Streit mit der Tech-Branche

Das Thema eigenständiger, KI-gesteuerter Waffensysteme hatte kürzlich durch einen offenen Konflikt zwischen dem Pentagon und dem KI-Unternehmen Anthropic für großes öffentliches Aufsehen gesorgt. Die Firma weigerte sich, dem Verteidigungsministerium die Nutzung ihrer Technologie in autonomen Waffen und zur Massenüberwachung von Amerikanern zu erlauben. Das Pentagon beharrt dagegen auf dem Recht zu jeglichem legalen Einsatz von KI. Hegseth ließ Anthropic wegen des Streits zum Lieferketten-Risiko erklären.

Musk lässt bei seiner Weltraumfirma SpaceX ebenfalls KI entwickeln. Hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit hinkt die hauseigene Grok-Software den Programmen von Anthropic und dem ChatGPT-Erfinder OpenAI im Moment noch hinterher. Zugleich fährt Musk bei dem von ihm geführten Autobauer Tesla gerade die Produktion humanoider Roboter hoch. Unter der Bezeichnung Optimus sollen diese Roboter nach seiner ständigen Ankündigung zum bedeutendsten kommerziellen Produkt aller Zeiten avancieren. Laut einem Bericht der Website «The Information» baute Tesla zuletzt mehrere hundert Roboter pro Woche. Zum Jahresende peile man die Produktion von mehr als 1.000 Roboter wöchentlich an. Informierten Kreisen zufolge bereiten vor allem die hochentwickelten Greifarme bei der Fertigung im Augenblick noch Schwierigkeiten.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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