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Pentagon plant Livestream der Hinrichtung von Fort Hood Attentäter

Das US-Verteidigungsministerium plant, die Hinrichtung des Attentäters Nidal Hasan am 3. Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas erstmals öffentlich per Livestream zu übertragen. Dies bestätigte ein Pentagon-Beamter.

Wer ist Nidal Hasan und weshalb wurde er zum Tode verurteilt?

Nidal Hasan war ein Militärpsychiater des US-Heeres, als er am 5. November 2009 das Feuer auf unbewaffnete Soldaten in einer voll besetzten medizinischen Einrichtung auf dem Stützpunkt Fort Hood eröffnete. Später erklärte er vor Gericht, er habe mit der Tat Vergeltung für die US-Kriege in der muslimischen Welt geübt und die Taliban schützen wollen.

Ein Militärgericht verurteilte den früheren Major im Jahr 2013 zum Tode. Seitdem liefen umfangreiche Berufungsverfahren. Im vergangenen Jahr lehnte der Supreme Court eine Überprüfung des Falls ab, nachdem Hasan argumentiert hatte, sein Recht auf ein öffentliches Verfahren sei verletzt worden. Laut US-Medienberichten ist Hasan einer von lediglich vier Todeskandidaten im gesamten Militärjustizsystem der Vereinigten Staaten.

Wie begründet das Pentagon den geplanten Livestream und das Erschießungskommando?

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte in einem Interview mit dem Sender Real America’s Voice, dass die Vollstreckung des Todesurteils öffentlich erfolgen werde. Er wird ein Erschießungskommando von Soldaten bekommen, so wie es sein sollte, sagte Hegseth laut CBS News. Verteidigungsminister Hegseth erklärte ferner, dass die Hinrichtung am Stützpunkt Fort Hood um 13 Uhr stattfinden solle.

Chefsprecher Sean Parnell erklärte über soziale Medien, die Empfehlung zur Nutzung eines ArmeErschießungskommandos stamme von Verteidigungsminister Hegseth und sei von Präsident Trump genehmigt worden. Die letzte militärische Hinrichtung durch ein Erschießungskommando fand im Januar 1945 statt, als der Deserteur Eddie Slovik in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs erschossen wurde. Die letzte reguläre Hinrichtung des US-Militärs insgesamt lag im Jahr 1961, als ein Soldat wegen der Vergewaltigung und versuchten Tötung eines elfjährigen Mädchens gehängt wurde. Diese Exekution war von dem damaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower autorisiert worden und wurde durchgeführt, obwohl die Familie des Opfers dessen Nachfolger John F. Kennedy um Begnadigung gebeten hatte.

Welche Kritik und juristischen Zweifel äußern Experten?

Die Ankündigung eines öffentlich gestreamten Todesurteils stößt auf scharfe Kritik von Rechtsexperten und internationalen Organisationen. Das Büro des UN-Menschenrechtskommissars Volker Türk verurteilte das Vorhaben als Form von Folter und erklärte, dass die Live-Übertragung einer Hinrichtung gleichbedeutend mit einer öffentlichen Hinrichtung sei und gegen das absolute Folterverbot verstoße.

Eugene R. Fidell, Gastdozent an der Yale Law School, bezeichnete die Entscheidung im Gespräch mit der BBC als eine ausgesprochen bedauerliche Maßnahme. Die Übertragung einer Hinrichtung per Livestream wirkte, als stamme sie direkt aus dem Mittelalter.

Pentagon plant Livestream der Hinrichtung von Fort Hood Attentäter
Foto: bbc.co.uk

Welche technischen und regulatorischen Hürden bestehen für die Übertragung?

Rechts- und Medienwissenschaftler verweisen auf erhebliche praktische Hindernisse bei der Umsetzung des Livestreams. Deborah Denno, Juraprofessorin an der Fordham University und Expertin für Hinrichtungsmethoden, erklärte, dass es in den USA bislang noch nie eine live im Fernsehen oder Internet übertragene Hinrichtung gegeben habe. Denno argumentiert jedoch, dass dies eine Transparenz erzwingen würde, wie man sie in diesem Land wahrscheinlich noch nie gesehen hat, und ergänzte, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung die Todesstrafe befürworte, weshalb die Öffentlichkeit sehen müsse, wie diese in den USA vollstreckt werde.

Zudem ist unklar, wie die Vorschriften der Armeeverordnung 190-55 gehandhabt werden, die den Kreis von Beobachtern bei militärischen Exekutionen strikt auf bestimmte Personengruppen wie Journalisten und Verwandte beschränken und Personen unter 18 Jahren ausschließen. Die BBC wandte sich an das Pentagon und die US-Armee mit der Frage, ob diese Beschränkungen gelockert werden und welche Vorkehrungen zum Schutz minderjähriger Zuschauer getroffen werden. Ein Beamter des Verteidigungsministeriums kündigte an, dass nähere Details zu dem livestreamed veranstalteten Ereignis folgen würden. Gleichzeitig verfügen gängige Online-Plattformen wie Meta, YouTube, TikTok und X über Bestimmungen, die die Übertragung von gewalttätigen Inhalten und expliziten Todesdarstellungen untersagen, wobei Meta die Live-Übertragung von Hinrichtungen ausdrücklich verbietet.

Donald Trump hatte nach seiner Rückkehr in das Weiße Haus das Moratorium seines Vorgängers Joe Biden für Hinrichtungen auf Bundesebene wieder aufgehoben, während eine im Juli veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew Research zeigte, dass zwei Drittel der US-Bevölkerung die Todesstrafe bei Mord unterstützen und dieser Zustimmungswert in den vorangegangenen fünf Jahren um sechs Prozentpunkte gestiegen ist.

Ein Offizieller des Verteidigungsministeriums erklärte ferner, dass das geplante Ereignis für den 3. Dezember angesetzt ist.

Die BBC wandte sich zudem an das Weiße Haus mit der Frage, ob Präsident Trump den Plan einer öffentlich per Livestream übertragenen Hinrichtung unterstützt.

Pentagon says it will livestream firing squad execution of Fort Hood shooter

Mit zusätzlichen Berichten von Kwasi Gyamfi Asiedu und Kali Hays.

Informationen des Beitrags stammen unter anderem von Nina Barth aus dem ARD-Studio Washington.

Die letzte öffentliche Erschießung des Militärs fand laut historischen Berichten im Zusammenhang mit dem amerikanischen Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert statt.

Nidal Hasan hatte nach der Tat geäußert, dass er keine Reue empfinde und den Wunsch hege, während des Anschlags selbst umgekommen zu sein, um als Märtyrer zu gelten.

Der Verteidigungsminister äußerte sich in dem Gespräch mit dem Influencer Jack Posobiec entsprechend über die Modalitäten.

Weitere Angaben zu den Schutzvorkehrungen wurden von offizieller Seite zunächst nicht gemacht.

Pentagon plant Livestream der Hinrichtung von Fort Hood Attentäter
Foto: spiegel.de

Die Vereinten Nationen kritisierten das Vorhaben scharf.

Die von Verteidigungsminister Pete Hegseth und Präsident Trump unterstützte Maßnahme markiert einen außergewöhnlichen Schritt innerhalb des amerikanischen Justiz- und Militärwesens.

Der Fall des ehemaligen Majors verdeutlicht die fortwährenden Kontroversen um die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten.

Die Entwicklung wird von Beobachtern im In- und Ausland genau verfolgt.

Die Bekanntgabe des Termins erfolgte am Dienstag durch den Minister für die US-Armee.

Die Umsetzung des Livestreams wirft Fragen nach der Rolle moderner Medien bei der Darstellung staatlicher Gewalt auf.

Pentagon plant Livestream der Hinrichtung von Fort Hood Attentäter
Foto: cbsnews.com

Die Reaktionen auf die Entscheidung reichen von strikter Ablehnung bis hin zu Befürwortung innerhalb bestimmter politischer Kreise.

Die Debatte über die Verfassungsmäßigkeit der Exekution und der geplanten Live-Übertragung dauert an.

Das Verteidigungsministerium hält an seinen Planungen fest.

Die Reaktionen auf internationaler Ebene unterstreichen die Tragweite der Entscheidung.

Weitere Einzelheiten über die Durchführung wurden vom Pentagon in Aussicht gestellt.

Die Berichterstattung über den Fall umfasst zahlreiche Facetten des US-Militärrechts.

Ob die Umsetzung am Stützpunkt Fort Hood erfolgt, ist noch unklar.

Die Diskussionen über den Einsatz von Erschießungskommandos spiegeln die aktuellen Debatten über die Methoden der Kapitalstrafe wider.

Die Ereignisse um den Fall Hasan bleiben ein zentrales Thema der US-Medien.

Die Ankündigung hat eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst.

Die offizielle Stellungnahme des Pentagons verdeutlicht die Entschlossenheit der US-Regierung in dieser Frage.

Die Reaktionen der Vereinten Nationen unterstreichen die völkerrechtliche Dimension des Vorhabens.

Die Vorbereitungen für den Termin im Dezember laufen auf Hochtouren.

Die juristische Auseinandersetzung um den Fall wird von Experten weiterhin intensiv bewertet.

Die Veröffentlichung weiterer Details wird für die kommenden Wochen erwartet.

Die Beobachter blicken gespannt auf den anstehenden Tag im Dezember.

Die Berichterstattung wird fortgesetzt.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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