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Trump genehmigt Hinrichtung von Nidal Hasan per Erschießungskommando

US-Präsident Donald Trump hat die Hinrichtung des ehemaligen Armeemajors Nidal Hasan durch ein Erschießungskommando genehmigt. Der für das Massaker von Fort Hood im Jahr 2009 verurteilte Täter soll am 3. Dezember hingerichtet werden. Das Pentagon plant, die Vollstreckung per Livestream öffentlich zu übertragen, was eine beispiellose Transparenz in der US-Justizgeschichte markieren würde.

Hintergrund der Hinrichtung von Nidal Hasan

Nidal Hasan, ein ehemaliger Militärpsychiater, wurde 2013 von einem Militärgericht wegen des Mordes an 13 Menschen und der Verletzung von mehr als 30 weiteren Personen auf dem Armeestützpunkt Fort Hood im Bundesstaat Texas zum Tode verurteilt. Die Tat ereignete sich im November 2009. Hasan bekannte sich vor Gericht schuldig und erklärte, er habe den Angriff verübt, um muslimische Kämpfer vor dem US-Militär zu schützen, wobei er während der Tat Allahu Akbar gerufen hatte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Tat von der Ideologie des Terrornetzwerks Al-Kaida inspiriert war. Hasan gab an, die Kriege in Afghanistan und im Irak seien illegal gewesen, und beschrieb sich selbst als einen Soldaten, der die Seiten gewechselt habe.

Seit seiner Festnahme, bei der er angeschossen wurde und eine teilweise Lähmung erlitt, befindet sich Hasan in Haft. Der heute 56-Jährige ist seither auf einen Rollstuhl angewiesen. Er entschied sich, sich bei seinem Prozess selbst zu verteidigen, rief jedoch keine Zeugen auf und legte keine Verteidigungsstrategie vor. Pflichtverteidiger vermuteten damals, er strebe die Vollstreckung der Todesstrafe an, um als Märtyrer zu gelten. Hasan ist einer von vier Todeskandidaten, die derzeit im Militärgefängnis Fort Leavenworth in Kansas inhaftiert sind.

Trump genehmigt Hinrichtung von Nidal Hasan per Erschießungskommando
Foto: zeit.de

Entscheidung für das Erschießungskommando

Die Anordnung für die Hinrichtung erfolgte durch Präsident Donald Trump auf Empfehlung von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Pentagon-Sprecher Sean Parnell bestätigte auf der Plattform X die Genehmigung und kommentierte: Judgement day for Hasan has finally come. Die Vollstreckung soll am 3. Dezember um 13 Uhr auf dem Stützpunkt Fort Hood stattfinden. Die letzte Hinrichtung durch ein Erschießungskommando des US-Militärs fand im Januar 1945 statt, als der Deserteur Eddie Slovik in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs erschossen wurde.

Verteidigungsminister Hegseth äußerte sich gegenüber dem Sender Real America’s Voice zur Wahl der Methode:

Debatte über die öffentliche Übertragung

Deborah Denno, eine Rechtswissenschaftlerin an der Fordham University, stellte fest, dass es noch nie eine live übertragene Hinrichtung gegeben habe.

Hinrichtung des Fort-Hood-Schützen durch Erschießungskommando wird laut Pentagon live übertragen

In der US-Geschichte sind öffentliche Hinrichtungen äußerst selten. Die letzte öffentliche Exekution, bei der eine große Menschenmenge anwesend war, fand 1936 statt, als Rainey Bethea in Kentucky für einen Raubmord gehängt wurde; damals erschienen Berichten zufolge rund 20.000 Schaulustige. Während einige Bundesstaaten die Anwesenheit von Zeugen oder Journalisten bei Exekutionen vorschreiben, ist eine landesweite Übertragung für die Öffentlichkeit ein Novum.

Technische und rechtliche Hürden für den Livestream

Die Umsetzung des Livestreams steht vor erheblichen Hürden durch soziale Medienplattformen. Meta, das soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram betreibt, verbietet Livestreams von Hinrichtungen ausdrücklich. Auch TikTok hat ein pauschales Verbot für solche Inhalte.

Trump genehmigt Hinrichtung von Nidal Hasan per Erschießungskommando
Foto: cbsnews.com

Verfahrensschritte und mögliche Verzögerungen

Trotz der Genehmigung durch den Präsidenten könnte die Vollstreckung noch juristisch blockiert werden. Wie in einem Fachartikel im Army Lawyer im Mai 2026 dargelegt, könnte Hasan durch einen Habeas-Corpus-Antrag vor einem zivilen Bundesgericht weitere Aufschübe erreichen. Solche Prozesse haben in der Vergangenheit zu langjährigen Verzögerungen geführt. Ein prominentes Beispiel ist der Fall von Ronald Gray, dessen Hinrichtung 2008 von George W. Bush genehmigt wurde, dann aber von einem Richter gestoppt wurde; Gray befindet sich bis heute in Leavenworth.

Die politische Dynamik um die Todesstrafe wurde zudem durch einen gescheiterten Hinrichtungsversuch in Tennessee verschärft, bei dem die zum Tode verurteilte Christa Pike zwei Giftspritzen überlebte. Dies führte dazu, dass der dortige Gouverneur weitere Hinrichtungen vorerst stoppte. Trump hingegen hat die Todesstrafe auf Bundesebene seit seinem Amtsantritt wieder forciert, nachdem er ein informelles Moratorium beendet hatte. Zwischen 2020 und 2021 ließ seine Regierung 13 Häftlinge hinrichten, was ihn zum Präsidenten mit den meisten Exekutionen seit über 130 Jahren machte.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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