Das US-Verteidigungsministerium plant, die für den 3. Dezember angesetzte Hinrichtung des verurteilten Fort-Hood-Attentäters Nidal Hasan per Livestream zu übertragen. Die von US-Präsident Donald Trump genehmigte Exekution durch ein Erschießungskommando auf dem Militärstützpunkt in Texas wäre die erste militärische Vollstreckung seit Jahrzehnten.
Geplante Live-Übertragung der Militärhinrichtung in Texas
Das Pentagon bestätigte entsprechende Pläne, wonach die Maßnahme am 3. Dezember um 13 Uhr Ortszeit auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas stattfinden soll, wie aus Berichten unter Berufung auf das Pentagon hervorgeht. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte über die Plattform X sowie in Interviews, dass die Exekution öffentlich gemacht und per Livestream übertragen werden soll.
Verteidigungsminister Hegseth begründete das Vorgehen mit Abschreckung und der Schwere der Tat. Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben
, erklärte der Minister in einem Interview mit dem rechtskonservativen Sender Real America’s Voice. US-Präsident Donald Trump hatte die Hinrichtung des früheren Militärpsychiaters kurz zuvor genehmigt und bei einer Veranstaltung in Texas von endgültiger Gerechtigkeit gesprochen. Beamte aus dem Pentagon berichteten der Deutschen Presseagentur sowie weiteren Medien, dass die Erschießung für Anfang Dezember geplant sei und sogar per Livestream übertragen werden soll, während US-Verteidigungsminister Pete Hegseth diesen Schritt auf der Plattform X bestätigte und der Sprecher des Pentagons Sean Parnell die Entscheidung ebenfalls öffentlich teilte.

Historischer Präzedenzfall und das Massaker von Fort Hood im Jahr 2009
Der Fall geht auf den 5. November 2009 zurück, als der damalige Armeepsychiater Nidal Hasan auf dem Stützpunkt Fort Hood das Feuer auf unbewaffnete Soldaten eröffnete, die sich auf einen Auslandseinsatz in Afghanistan vorbereiteten. Unter dem Ausruf Allahu Akbar
tötete er 13 Menschen – zwölf Soldaten und einen Zivilisten – und verletzte 32 weitere Personen teils schwer. Hasan wurde im Verlauf des Amoklaufs selbst angeschossen, ist seitdem teilweise beziehungsweise im Rollstuhl gelähmt und zeigte während des Prozesses keine Reue.
Ein Militärgericht verurteilte den Attentäter im Jahr 2013 zum Tode. Nach Angaben der gemeinnützigen Organisation Death Penalty Information Center wäre die anstehende Vollstreckung die erste Hinrichtung durch das US-Militär seit dem Jahr 1961, als ein Soldat durch den Strang hingerichtet wurde. Ein Erschießungskommando kam bei den US-Streitkräften demnach zuletzt 1945 zum Einsatz.
„Der Tag des Jüngsten Gerichts für Hasan ist endlich gekommen.“
Sean Parnell, Pentagon-Sprecher, via Merkur
Debatte um die Todesstrafe und mögliche rechtliche Hürden
Kurz vor der Entscheidung des Weißen Hauses war im Bundesstaat Tennessee ein Hinrichtungsversuch an der zum Tode verurteilten Christa Pike gescheitert, was landesweit für heftige Reaktionen sorgte. Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten intensiv diskutiert wird. Auch die geplante Art der Übertragung stößt auf Kritik; demokratische Politiker wie Senator Chris Murphy äußerten sich besorgt darüber, dass eine öffentliche Live-Übertragung Methoden ähnele, die von terroristischen Gruppierungen genutzt werden.
Juristen gehen davon aus, dass die Entscheidung vor der Vollstreckung noch zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führen wird. Wie das Death Penalty Information Center anmerkt, verbleiben dem Verurteilten prinzipiell Wege zur Anfechtung vor zivilen Bundesgerichten, was den Termin im Dezember verschieben könnte.
