Nvidia hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 96,2 Milliarden US-Dollar verzeichnet und damit die Erwartungen an den Märkten übertroffen. Der Quartalsumsatz verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, angetrieben durch die anhaltend massive Nachfrage nach spezialisierten KI-Chips für Rechenzentren.
Der boomende Markt für künstliche Intelligenz treibt die Geschäftszahlen von Nvidia weiter vorankommen. Im Vorjahreszeitraum hatte NVIDIA noch 46,74 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Die Einnahmen legten im Vergleich zum unmittelbar vorangegangenen Quartal um 18 Prozent zu. Im Vorfeld hatten im Durchschnitt 42 Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 2,09 US-Dollar gerechnet, während der KI-Spezialist im Berichtsquartal tatsächlich einen Gewinn von 2,22 US-Dollar je Anteilsschein vermelden konnte. Im Vorjahresquartal hatten hier noch 1,08 US-Dollar je Aktie in den Büchern gestanden. Die Prognosen von 47 Experten wiesen beim Umsatz im Schnitt einen Wert von 92,28 Milliarden US-Dollar aus. Analysten hatten mit einem Umsatz von 92,28 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn pro Aktie von 2.06 bis 2.09 Dollar gerechnet. Das Unternehmen übertraf damit nicht nur die eigenen historischen Marken, sondern transformierte sich von einem ascendant AI player into the world’s most valuable company. Rip-roaring growth transformed Nvidia, as the California-based company recorded $96.2 billion in sales over three months ending in July, which beat a Bloomberg forecast of $92 billion, marking 106% growth compared to the same quarter a year earlier. Rekordwachstum im Rechenzentren-Segment und Gewinnsprung
Haupttreiber dieser Entwicklung bleibt das Geschäft rund um Rechenzentren. Der Data-Center-Umsatz erreichte im Berichtsquartal 89 Milliarden Dollar und lag damit 117 Prozent über dem Vorjahreswert sowie 18 Prozent über dem Vorquartal. Das Edge-Computing-Geschäft setzte 7,2 Milliarden Dollar um, 27 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch der Nettogewinn legte massiv zu: Der Konzern steigerte den Nettogewinn um 126 Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahr stieg dieser von 24,76 auf 53,95 Milliarden Dollar, während der Gewinn pro Aktie bei 2.22 Dollar lag.
Nvidia-Aktie im nachbörslichen Handel
Trotz dieser beeindruckenden Kennzahlen reagierten die Börsen zunächst nervös. Im nachbörslichen Handel sank der Aktienkurs nachbörslich zunächst um knapp ein Prozent, ehe die Aktie um mehr als vier Prozent zulegte, nachdem sie zunächst leicht auf Talfahrt gegangen war. Die Zahlen von Nvidia gelten als Barometer für den gesamten KI-Markt. Vor den Quartalszahlen sagte Karan Girotra, a professor of operations, technology, and innovation at Cornell Tech, that investors would watch whether the company has retained its dominance in chip manufacturing. Vor dem Hintergrund, dass big-tech names spend hundreds of billions on chips and data centers necessary for the energy-intensive technology, the financial benefits remain uncertain.

Jensen Huang zur KI-Infrastruktur
Konzernchef Jensen Huang betonte in einer Mitteilung vom Mittwoch: Der Ausbau der KI-Infrastruktur läuft mit Volldampf
. Nvidia CEO Jensen Huang walks to the office of Sen. Adam Schiff while meeting with lawmakers on Capitol Hill, July 28, 2026.

Ausblick auf die Vera Rubin-Plattform und das dritte Quartal
Für das laufende dritte Quartal stellt das Management einen weiteren deutlichen Umsatzanstieg in Aussicht. Der Konzern rechnet mit Einnahmen von 108 Milliarden Dollar, plus oder minus 2 Prozent. Während der Erlös im alten Quartal etwas unter der mittleren Markterwartung blieb, liegt selbst das untere Ende für das laufende Jahresviertel avisierten Spanne leicht über dieser Konsensschätzung. Für das laufende dritte Quartal stellte Nvidia rund 108 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht, was die Schätzungen ebenfalls übertraf. Vom Erlös sollen im dritten Quartal 74 Prozent, plus/minus 0,50 Prozentpunkte als um Sondereffekte bereinigter operativer Bruttogewinn übrig bleiben, nach 75 Prozent im zweiten Quartal.
Colette Kress zur Vera Rubin-Architektur
Zudem bereitet sich der Konzern technologisch auf die nächste Generation vor. Die Produktion der neuen Prozessor-Architektur Vera Rubin laufe mittlerweile auf Hochtouren. Financhefin Colette Kress stellte im Rahmen der Präsentation der Quartalszahlen für das Geschäftsjahr 2028 ein Gewinnwachstum von 70 Prozent in Aussicht, während Analysten laut „CNN“ bislang von einem Plus von rund 45 Prozent ausgegangen waren. Die Aktie, die nach Bekanntgabe der Quartalszahlen leicht nachgab, legte nach den Aussichten bis 2028 um rund 4 Prozent zu.

Im Wettbewerbsumfeld bleibt Nvidia mit seinen Produkten für Rechenzentren der zentrale Motor des KI-Booms. Das zuvor vor allem in der Gamer-Szene für seine Grafikkarten bekannte Unternehmen stellt mit seinen Chips und Chipsystemen die Schlüsseltechnologien zum Training grosser KI-Sprachmodelle sowie zu deren Betrieb her. Anleger, die Ende 2019 1000 Euro in Nvidia-Aktien investierten, haben in den Folgejahren deutliche Zuwächse verzeichnet, während das Unternehmen in jüngster Zeit trotz politischer Gegenwind und Bubble-Sorgen weiter gewachsen ist.
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