Maye Musk, Mutter des Unternehmers Elon Musk, spricht in neuen Interviews über die schwierige Kindheit ihres Sohnes in Südafrika, seine außergewöhnliche Begabung als Dreijähriger und die Belastung durch die öffentliche Kritik an seiner heutigen Bekanntheit und seinen politischen Äußerungen.
Für die Öffentlichkeit ist Elon Musk der reichste Mann der Welt und ein umstrittener Tech-Milliardär. Doch abseits der Schlagzeilen über seine Unternehmen und politischen Interventionen gibt es eine andere Perspektive: die seiner Mutter. Maye Musk blickt mit 78 Jahren auf ein eigenes, bewegtes Leben als Ernährungsberaterin, Model und Autorin zurück. Aktuell befindet sie sich auf einer internationalen Pressetour für ihre Memoiren mit dem Titel Timeless: The Art of Reinvention and Resilience at Any Age, die sie unter anderem nach Shanghai, Hongkong und in die USA führt.
Kindheit in Südafrika und die Angst vor dem Vater
Errol Musk und die Kindheit in Südafrika
Hinter dem unermüdlichen Arbeitsethos des Tech-Unternehmers verbirgt sich eine von familiären Spannungen geprägte Jugend. Nachdem sich die Eltern 1979 scheiden ließen, verbrachte Elon Musk viel Zeit bei seinem Vater, dem in Südafrika als Ingenieur und Geschäftsmann bekannten Errol Musk. Nach Angaben von Maye Musk ging der damals junge Elon davon aus, dass sein Vater einsam sei und er auf ihn aufpassen müsse. Diese Entscheidung erwies sich jedoch als schmerzhaft.
Sein Vater sei ihm mehrfach als angsteinflößend erschienen. Während Elon in der Schule schwer gemobbt wurde und zeitweise im Krankenhaus landete, gab ihm sein Vater oft die Schuld an den Situationen und blühte in der Rolle des Kritikers auf. Das Verhältnis zu Errol Musk gilt bis heute als zerrüttet; Elon Musk bezeichnete seinen Vater öffentlich als schlimmen Menschen. Für Schlagzeilen sorgte Errol Musk zudem, als er in seinem Haus drei bewaffnete Einbrecher erschoss, angeklagt und schließlich auf Notwehr freigesprochen wurde.
Frühe Anzeichen für ein außergewöhnliches Genie
Frühe Anzeichen für Elons intellektuelle Fähigkeiten
Trotz der häuslichen Belastungen und des Mobbings in der Schule zeigte der junge Elon früh bemerkenswerte intellektuelle Fähigkeiten. Bereits als Dreijähriger verblüffte er seine Umgebung. Wenn ihn die Probleme mit dem Vater oder in der Schule belasteten, flüchtete er sich in Bücher, begann zu programmieren und entwickelte eine tiefe Faszination für Technologie.
Seine Mutter erinnerte sich daran, dass er sich nahezu alles merken konnte, was er las. Intern nannte die Familie ihn deshalb scherzhaft unsere Enzyklopädie. Ich wusste, dass er ein Genie ist, erklärte Maye Musk, auch wenn sie damals noch nicht absehen konnte, dass aus ihm einmal einer der erfolgreichsten Unternehmer der Welt werden würde.
Belastung durch die politische Kontroverse
Kimbal und Tosca im Vergleich zu Elon Musk
Während Elons Geschwister Kimbal, 53, und Tosca, 52, ein vergleichsweise ruhiges Dasein abseits des extremen Rampenlichts führen – Kimbal ist als Unternehmer und Gastronom im Vorstand von Tesla und SpaceX tätig, Tosca arbeitet als Filmemacherin mit eigener Streaming-Platform namens Passionflix –, steht der älteste Sohn permanent im Zentrum der Weltpolitik und medialer Kritik. Seine jüngsten politischen Äußerungen, darunter Zuspruch für die Alternative für Deutschland (AfD) sowie den britischen rechtsextremen Agitator Tommy Robinson, haben die Kritik weiter verschärft.
Grok und die emotionale Belastung für Maye Musk
Für seine Mutter ist diese Entwicklung eine schwere emotionale Belastung. Sie selbst verbringt nach eigenen Angaben mehr als vier Stunden täglich online auf der Plattform X und nutzte auch den von Elon entwickelten KI-Chatbot Grok, der ihr auf Anfrage ausrechnete, dass rund 80 Prozent der Berichterstattung über ihn und seine Firmen negativ ausfallen. Wenn man sieht, wie jemand, den man liebt, so behandelt wird, selbst wenn sich die politischen Ansichten unterscheiden, ist das furchtbar aufwühlend, hält sie in ihren Memoiren fest.
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