Jelena Rybakina hat bei den US Open 2026 ihren dritten Grand-Slam-Titel gewonnen und Aryna Sabalenka an der Spitze der Weltrangliste abgelöst. Die Kasachin siegte im Finale von New York mit 6:4, 5:7, 6:2 und beendete damit die Siegesserie ihrer Kontrahentin.
Weltranglisten-Wechsel und Rekordpreisgeld in New York
Jelena Rybakina hat ihre herausragende Verfassung in dieser Saison mit dem Triumph bei den US Open gekrönt. Schon vor dem Endspiel stand fest, dass die 27-jährige Kasachin am kommenden Montag nach 99 Wochen an der Spitze der Weltrangliste ihre Gegnerin Aryna Sabalenka ablösen wird. Mit dem Dreisatzsieg im Arthur Ashe Stadium machte Rybakina den Machtwechsel auch sportlich perfekt und sicherte sich das Rekordpreisgeld von 5,5 Millionen Dollar (rund 4,7 Millionen Euro). Für Rybakina ist es nach den Erfolgen in Wimbledon 2022 und bei den diesjährigen Australian Open der dritte Major-Triumph ihrer Karriere, der erste in New York.
„Ich hatte das nicht erwartet, als ich zu diesem Turnier kam“
Jelena Rybakina, Turniersiegerin
Gleichzeitig zollte sie der unterlegenen Gegnerin Respekt und bezeichnete Sabalenka als großen Champion
, wie die Berichterstattung unter anderem aus der Schweizer Sportredaktion im Detail dokumentiert. Die für Kasachstan antretende Russin trat damit die Nachfolge als inoffizielle Königin von New York an.
Der Spielverlauf im Finale von New York
Das 18. Duell zwischen den Weltnummern 1 und 2, das dritte in einem Grand-Slam-Final, begann mit erheblichen Problemen bei Sabalenka. Die Belarussin agierte im ersten Satz äusserst fehlerhaft und lud Rybakina immer wieder zu Breakchancen ein. Im dritten Game konnte die Belarussin noch drei Gelegenheiten ihrer Kontrahentin abwehren, beim Stand von 2:2 geschah es: Sabalenka leistete sich im entscheidenden Moment einen Doppelfehler. Obwohl Rybakina kaum einen ersten Aufschlag ins Feld brachte, geriet ihr Vorsprung im 1. Satz nicht mehr in Gefahr. Die 27-Jährige liess keine Breakchance zu und servierte den 1. Satz nach 45 Minuten mit 6:4 nach Hause. Sabalenka leistete sich im ersten Durchgang 15 unforced errors zu Rybakinas fünf und wurde nach dem Doppelfehler, der den Breakpunkt brachte, wegen Wegschlagens eines Balls verwarnt.

Der Beginn des 2. Satzes liess auf ein schnelles Ende des Finals hindeuten. Rybakina erspielte sich beim Stand von 1:1 die nächsten Breakbälle, liess diese aber ungenutzt. Es war der Weckruf, den Sabalenka gebraucht hatte. Die Belarussin reduzierte ihre Fehlerquote merklich, blieb bei eigenem Aufschlag unangetastet, während sich bei Rybakina Fehler einschlichen. Beim Stand von 4:5 konnte sie noch zwei Break- und Satzbälle abwehren, bei 5:6 nicht mehr. Vom Satzausgleich liess sich Rybakina aber nicht beeindrucken. Die kommende Weltnummer 1, die es in New York zuvor nicht über den Achtelfinal hinausgeschafft hatte, legte im 3. Durchgang früh nach und entschied den Final mit 6:4, 5:7, 6:2 für sich.
Frust bei Sabalenka und prominentes Publikum auf der Tribüne
Während Rybakina fast vornehm über ihren dritten Grand-Slam-Triumph jubelte, endete das Turnier für Sabalenka in Tränen und Frustration. Die doppelt entthronte Aryna Sabalenka zerhackte voller Frust ihren Tennisschläger. Die Weltranglistenerste, die in den vergangenen beiden Jahren in New York (2024 und 2025) triumphiert hatte und als erst dritte Spielerin nach Chris Evert und Serena Williams den Hattrick schaffen wollte, ließ ihrem Ärger auf dem Platz freien Lauf.

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber ich möchte Jelena zu einem unglaublichen Jahr und Turnier gratulieren. I wünschte, ich hätte besser gespielt. Hoffentlich im nächsten Jahr.“
Aryna Sabalenka, Finalistin
Mit dieser Niederlage, nachdem sie gegen Rybakina im Januar bereits das Endspiel der Australian Open verloren hatte und seit März auf einen Turniersieg wartet, vollendete die physisch stärkste Spielerin auf der WTA-Tour ein Jahr zum Vergessen: Erstmals seit 2023 blieb die 28-jährige Spielerin aus Minsk in einer Saison ohne Grand-Slam-Erfolg. Das Turnier in New York markiert für sie einen herben Dämpfer im Kampf um die Vorherrschaft auf den Hardcourts, die nun vorerst an Rybakina übergeht.
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