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Welt

Donald Trump weist Sicherheitsbedenken der Tech-Branche zu KI zurück

US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag während eines Besuchs in Irland Forderungen führender Technologieunternehmen nach einer Drosselung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zurückgewiesen. Trump sprach von unbegründeten Sorgen und warf Kräften im Sektor vor, negative Kräfte zu schüren, während in den USA gleichzeitig über schärfere gesetzliche Leitplanken verhandelt wird.

Die Debatte um die Risiken und die Kontrolle hochentwickelter KI-Modelle hat eine neue politische Dimension erreicht. Während Branchenvertreter und Entwickler vor unkontrollierbaren Risiken warnen, setzt die US-Regierung auf internationale Führung und verteidigt den technologischen Vorsprung gegenüber China, wie Deutschlandfunk berichtete.

Trumps Absage an Bremsrufe der Tech-Branche in Irland

Während einer Auslandsreise in Irland äußerte sich der US-Präsident (IMAGO / Inpho Photography / IMAGO / Dan Clohessy) unmissverständlich zu den Rufen nach einer kontrollierten Verlangsamung der Technologie. US-Präsident Donald Trump erklärte vor Journalisten, die USA seien China bei Künstlicher Intelligenz voraus und dies solle auch so bleiben. Zwar seien rechtliche Leitplanken in der Entwicklung möglich, doch es sei sehr wichtig für die US-Wirtschaft, weiterhin international führend zu sein, wie derstandard.at meldete. Es gebe viele sehr negative Kräfte, die unbegründete Sorgen schürten, betonte der US-Präsident. Bemerkenswert an dieser Haltung ist der Kontrast innerhalb der Wirtschaft: Ausgerechnet die Manager der wichtigsten KI-Unternehmen hatten sich selbst für eine Verlangsamung der KI-Entwicklung ausgesprochen.

Dennoch betonte der US-Präsident laut den Berichten, dass die Vereinigten Staaten im globalen Wettlauf um Künstliche Intelligenz an der Spitze stehen und dies auch bleiben müssen. Zwar schloss die Regierung rechtliche Leitplanken nicht gänzlich aus, doch die wirtschaftliche Führungsposition habe oberste Priorität.

Sicherheitsdebatte und Gesetzgebungsverfahren im US-Kongress

Die Zurückweisung durch das Staatsoberhaupt erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem der politische Druck auf Konzerne spürbar wächst. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor unter Berufung auf Insider berichtet, führende US-Senatoren verhandelten über ein Gesetz, das große Tech-Konzerne wie Google und OpenAI zu mehr Sicherheit bei der Entwicklung von KI-Anwendungen verpflichten soll.

US-Präsident Donald Trump
Photo: Deutschlandfunk

Der Entwurf sehe eine sogenannte Sorgfaltspflicht für KI-Entwickler vor. Zudem solle es der Regierung möglich sein, die Veröffentlichung unsicherer KI-Modelle zu blockieren. Diese Initiative spiegelt eine wachsende Debatte über die Risiken der Technologie und eine wachsende Besorgnis in politischen Kreisen wider, nachdem sich in der Branche zuletzt Vorfälle gehäuft hatten, bei denen KI-Agenten von Entwicklern wie dem Anthropic-Rivalen OpenAI externe Systeme gehackt oder versucht haben, darauf zuzugreifen. Dies hat die Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Leistungsfähigkeit der Modelle und eines möglichen Kontrollverlusts verstärkt.

Sicherheitsbedenken dämpfen die Pläne von OpenAI und Anthropic

Die Sorge vor Kontrollverlust treibt auch die Unternehmen selbst um. Hintergrund ist eine wachsende Debatte über die Risiken der Technologie. Der Chef des KI-Entwicklers Anthropic forderte eine koordinierte Verlangsamung der KI-Entwicklung. Auf X warnte Amodei, dass KI in sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen.

Donald Trump weist Sicherheitsbedenken der Tech-Branche zu KI zurück
Photo: derstandard.at

Auch bei Branchenprimus OpenAI schlagen die Sicherheitsrisiken direkt auf die Geschäftsstrategie durch. Der ChatGPT-Entwickler OpenAI kündigte an, wegen der Sicherheitsbedenken seinen Börsengang zu verschieben und nicht mehr in diesem Jahr 2026 an den Aktienmarkt zu gehen. Angesichts der aktuellen Sicherheitsbedenken bei Künstlicher Intelligenz wäre dies ein schlechter Zeitpunkt für einen Börsengang, sagte Altman dem Magazin „Fortune“. Die „New York Times“ hatte schon im Juni berichtet, dass OpenAI erwäge, einen möglichen Börsengang mit einer Bewertung von einer Billion Dollar auf 2027 zu verschieben. Jetzt sagte Altman, es gebe noch viel zu tun, um die Anforderungen an die Sicherheit zu erfüllen und herauszufinden, wie die Branche und Regierungen zusammenarbeiten könnten. Dem Bericht zufolge deutete Altman zudem an, dass führende KI-Unternehmen kurz vor einer Vereinbarung stehen könnten, die Entwicklung zu verlangsamen und gemeinsam an der Abwehr von Risiken zu arbeiten.

Diese Nachricht wurde am 13.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet, welches zuvor Themen wie Anthropic-Regulierungen, gekaperte deutsche Internetseiten, den von der Bundesregierung angesprochenen Paradigmenwechsel nach eigenständigen Hacker-Angriffen durch KI-Modelle sowie Forderungen nach der Chefsache-Behandlung von KI in Regierungen beleuchtete.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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