Eine US-Restaurantkette steht im Zentrum einer ungewollten politischen Auseinandersetzung, nachdem der ehemalige US-Präsident Barack Obama die Renovierungsarbeiten im Weißen Haus scharf kritisierte und dabei Vergleiche mit dem bekannten System zog. Die Debatte zog Reaktionen der Regierung und des Finanzministeriums nach sich.
Die ungewollte Aufmerksamkeit für die amerikanische Gastronomie begann, als der frühere US-Präsident Barack Obama bei einem Auftritt in Ohio im Vorfeld von Wahlen den aktuellen Zustand des Regierungssitzes aufs Korn nahm. Dabei äußerte er sich kritisch über den von ihm wahrgenommenen Stil der Inneneinrichtung unter der aktuellen Führung.
Barack Obama und der umstrittene Stil im Weißen Haus
In seiner Rede zog Obama Vergleiche, die in der Öffentlichkeit für Aufsehen sorgten. Er erklärte, die Renovierungen würden wirken, wie wenn Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet hätte
und fügte hinzu, es gebe dort einfach überall Gold
.
Der frühere Staatschef ging in seiner Kritik noch weiter und spottete, der amtierende Präsident habe im Oval Office Goldmedaillons auf den Kaminsims geklebt
, den Rosengarten überdeckt und zudem einen Ballsaal gebaut, der größer ist als das Weiße Haus
. Dabei verknüpfte er die Ästhetik mit der wirtschaftlichen Lage der Bürger und warf der Regierung vor, während einer Phase hoher Lebenshaltungskosten den Bezug zu den Alltagssorgen der Wähler verloren zu haben.
Reaktionen aus dem Weißen Haus und dem Finanzministerium
Die Regierung reagierte prompt auf die Angriffe. Präsident Trump wies die Vorwürfe zurück und betonte, er habe den Amtssitz mit großer Sorgfalt instand gehalten.
Ich habe mich um das Weiße Haus gekümmert, ich habe es mit den besten Handwerkern der Welt repariert. Das Weiße Haus war in einem schrecklichen Zustand. Das Weiße Haus ist jetzt in dem besten Zustand, in dem es seit 1792 war.
Präsident Trump, via NPR
Auch andere Regierungsvertreter schalteten sich in die Debatte ein. Vizepräsident Vance warf Obama auf X vor, ein typischer Vertreter der Elite zu sein. Kurz darauf suchte Finanzminister Scott Bessent ein Lokal in der Nähe des Weißen Haus auf, verzehrte dort einen Cheeseburger und empfahl den Aufenthalt öffentlich der sogenannten Martha’s Vineyard-Menge – ein Seitenhieb auf den Ferienort der Familie Obama.
Hintergrund der Restaurantkette und wirtschaftliche Dimensionen
Die ins Gespräch gebrachte Kette wurde im Jahr 1978 von David Overton gegründet, dessen Mutter für ihre Desserts bekannt war. Inzwischen betreibt das Unternehmen 218 Standorte im ganzen Land und verzeichnet einen Jahresumsatz von 1,03 Milliarden Dollar. Neben der Speisekarte ist das Haus vor allem für seine opulente Inneneinrichtung bekannt. So beschrieb die Journalistin Elaine Godfrey das Ambiente kürzlich scherzhaft als den Eindruck, als hätten das alte Ägypten und die Toskana ein Kind in Las Vegas gezeugt
.

Obama selbst zeigte sich unbeeindruckt von den Reaktionen der Administration und betonte bei einem weiteren Auftritt in Georgia, dass er überrascht sei, dass die Regierung auf den Spruch über die Gastronomie heftiger reagiere als auf seine Kritik an Inflation und Korruption. Er selbst sei als Vater zweier Töchter ein langjähriger Kunde gewesen und habe dort ohne Probleme seine familiäre Vergangenheit bestritten.
=== END ARTICLE >
.@BarackObama I recommend the Cheeseburger Spring Rolls. pic.twitter.com/ZUb6JGdJru
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