US-Präsident Donald Trump hat auf dem Wahlkampfkurs in Mississippi scharf auf eine Bemerkung von Barack Obama reagiert. Der Amtsvorgänger hatte die Umgestaltung des Weißen Hauses zuvor spöttisch mit einer Filiale der Restaurantkette The Cheesecake Factory verglichen. Dies löste im konservativen Lager eine heftige politische Debatte aus.
Barack Obamas Spott
Die Auseinandersetzung entzündete sich an den umfangreichen baulichen Veränderungen im Regierungssitz. Barack Obama äußerte sich am vergangenen Wochenende bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio kritisch über den Fokus der aktuellen Regierung auf Inneneinrichtung und Prunk.
Barack Obama sagte, das Weiße Haus sehe aus, als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet.
Obama spielte damit auf die auffällige Verwendung von Golddekorationen bei verschiedenen Projekten wie der Umgestaltung des Rosengartens, dem Hubschrauberlandeplatz und dem sich im Bau befindlichen Ballsaal an. Mit dem Vergleich zielte er auf den früheren irakischen Diktator ab, der für seine palastartigen Bauten bekannt war, und verband dies mit der US-Wirtshauskette.
Obama schlug vor, dass der Präsident wegen seiner starken Fixierung auf Heimwerkerarbeiten stattdessen im Fernsehen bei HGTV auftreten sollte.
Donald Trumps Gegenschlag
Präsident Donald Trump nutzte einen Wahlkampfauftritt in Corinth, um die Angriffe entschieden zurückzuweisen. Er erklärte, dass das Weiße Haus das Symbol Amerikas sei und nach Jahren der Vernachlässigung dringend eine grundlegende Instandhaltung benötigt habe.
Dabei betonte der Präsident, dass die Aussagen des Vorgängers dessen mangelndes Verständnis für die Würde des Amtes offenbarten. Gleichzeitig nahm er die betroffene Restaurantkette in Schutz und lobte diese als sehr erfolgreiches Unternehmen, das von seinem Kritiker zu Unrecht herabgewürdigt werde.
Trump führte aus, dass das Gebäude in einem schlechten Zustand gewesen sei und die Säulen sowie Ziegelsteine erneuert werden mussten. Er betonte vor den Anhängern im tiefroten Bundesstaat Mississippi, dass er die Instandhaltung als historische Notwendigkeit ansehe.
Scott Bessents Restaurantbesuch
US-Finanzminister Scott Bessent suchte am Montag eine Filiale von The Cheesecake Factory in Washington, D.C. auf und bestellte dort sein gewohntes Gericht.

Bessent gab an, einen French Dip Cheeseburger bestellt zu haben. Zugleich kritisierte er den ehemaligen Präsidenten und verwies auf dessen Anwesen auf der exklusiven Insel Martha’s Vineyard. Zudem äußerte er sich abfällig über das Obama Presidential Center in Chicago und verglich dessen Architektur mit dem Grab von Darth Vader.
Konservative Kommentatoren warfen dem ehemaligen Präsidenten daraufhin Arroganz gegenüber der arbeitenden Bevölkerung vor. Auf Online-Plattformen argumentierten Unterstützer der Regierung, dass die Restaurantkette für Millionen normaler Amerikaner einen beliebten Ort für besondere Anlässe darstelle.
.@BarackObama I recommend the Cheeseburger Spring Rolls. pic.twitter.com/ZUb6JGdJru
Politische Fronten vor den Midterm-Wahlen
Der unerwartete Streit um das Gastronomieunternehmen bricht nur wenige Tage vor den anstehenden Midterm-Wahlen aus, bei denen die Mehrheiten im US-Kongress neu vergeben werden. Während die Republikaner versuchen, ihre Position in den Bundesstaaten zu verteidigen, setzen demokratische Vertreter auf Themen wie die allgemeine Kostenbelastung und die Wirtschaftspolitik, um Wähler zu mobilisieren.
Weiterlesen